Die meisten Gesellen hat das Bäckerhandwerk

Gifhorn  76 Lehrlinge wurden offiziell freigesprochen und halten nun ihren Gesellenbrief in den Händen. Unter ihnen gab es fünf Innungsbeste.

Als Justiziarin Jennifer Weihrauch die Friseur-Innung aufruft, ist schnell klar: Dieses Berufsbild dominieren die Frauen. Dreizehn Damen und zwei Männer erhalten in der Nicolai-Kirche ihren langersehnten Gesellenbrief. Wie die anderen fünf Innungen unterschiedlicher Fachrichtungen haben sie drei Jahre lang daraufhin gearbeitet, ihr eigenes Geld verdienen zu können.

Insgesamt 76 Gesellen der Bäcker-Innung Gifhorn, Maler- und Lackierer-Innung des Kreises Gifhorn, Zimmer-Innung Gifhorn-Wittingen-Wolfsburg, Bau-Innung Gifhorn, Tischler-Innung Gifhorn-Wittingen-Wolfsburg sowie der Friseur-Innung zu Gifhorn-Wittingen sind in der Nicolai-Kirche feierlich freigesprochen worden.

Die meisten Gesellen gehen in diesem Jahr aus dem Bäckerhandwerk hervor – 27 haben ihre Ausbildung beendet. Demgegenüber stehen zum Beispiel die Zimmerer- sowie die Bau-Innung mit jeweils vier Lehrlingen.

Carsten Melchert, Studiendirektor der Berufsbildenden Schulen, verabschiedet alle mit einem persönlichen Wunsch. „Es ist wichtig, sich weiterzubilden und sich die neusten Fachkenntnisse anzueignen.“ Die duale Ausbildung der Lehrlinge ist geknüpft an Unterricht in den Berufsschulen sowie an praktische Arbeit in den Handwerksbetrieben.

Den Kontrast zum frauengeprägten Jahrgang der Friseurinnung bildet die Maler und Lackierer-Innung. Unter den fünfzehn Gesellen ist Angelique Lausch die einzige Frau. „Es war schon sehr anstrengend allein unter Männern. Aber ich bin an den Herausforderungen gewachsen“, sagt Angelique Lausch. Sie kann sich vorstellen, in den nächsten zwei bis drei Jahren zusätzlich ihren Meister zu machen.

FREIGESPROCHENE GESELLEN AUS DER REGION BRAUNSCHWEIG-GIFHORN

Zimmerer: Jasper Andert, Mirko Niemann, Markus Schreiner, Jens Czepak.

Bau-Innung: Mark-Kevin Laas, Mahmut Karakas, Marcel Kamieth, Christian Schönig.

Tischler: Martin Baranowski, Yann-Florian Vetter, Tobias Fätkenheuer, Erik Joey Serbin, Eric Hegenbart, Joost Luhmann, Janosch Fesser, Lars Berg, Nils Berg, Moritz Matthes, Dennis Winkelbauer, Jo Henrik Bradtke, Marc-Andre Garz.

Maler und Lackierer: Maximilian Ipse, Marc Andre Witt, Kevin Gramm, Dennis Kremeike, Angelique Lausch, Mark Nickel, Marvin Spatz, Patrick Hartmann, Justen Kensche, Marcel Kalinofski, Arthur Kling, Kai Bormann.

Friseure: Carina Müller, Alicja Wolk, Elvira Hoffmann, Bianca Wenzlaff, Angelique Schnöckel, Julia Pfeifer, Mario Kolbe, Blerinda Berisha, Awin Khalaf, Alena Kruppke, Ramona Pendzich, Carina Peschke, Heiko Schmücker, Svenja Reihl, Lisa Szillat

Verkäuferinnen im Bäcker-Handwerk: Jessica Imke Gemballa, Viktoria Glanz, Cindy Lodahl, Annika Nique, Jennifer Albien, Mandy Bodenstein, Nicky Nicole Berger, Marie-Theres Camehl, Jessika Ehrentraut, Katharina Heise, Britta Julia Rämke, Christine Süss, Jasmin Wenzel, Denise Wicher, Tina Jäger, Kathrin Pawlowski, Dennis Gudat.

Bauten- und Objektbeschichter: Julian Liss.

Fahrzeuglackierer: Helge Bossert, Henning Meyer.

Bäcker: Christine Mialschegrosch, Ernst-Adrian Cordes, Irina Pruchnowski, Melanie Rotte, Stephan Wurm, Christian Handschug, Marvin Rehmke, Sebastian Thomsen, Paul Wittig.

„Meister“ gibt es übrigens unter den Gesellen auch – nämlich in Bezug auf ihre Leistung. Fünf Innungsbeste haben die theoretischen wie praktische Prüfung mit mindestens „Gut“ bestanden.

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