Sechswöchige Vollsperrung am Dorfausgang von Calberlah

Calberlah  Vor dem Bau des Rewe-Marktes im Sommer erfolgt ab Dienstag die Verkehrserschließung. Dazu wird bis Anfang Mai die Hauptstraße voll gesperrt.

Während der Vollsperrung wird das Gelände hinter Bürgermeister Jochen Gese erschlossen, unter anderem mit einer Linksabbiegespur.

Foto: Lienert

Während der Vollsperrung wird das Gelände hinter Bürgermeister Jochen Gese erschlossen, unter anderem mit einer Linksabbiegespur. Foto: Lienert

Bevor ab Sommer der neue Rewe-Markt an der Landesstraße 292 gebaut werden soll, beginnt am Dienstag die verkehrliche Erschließung.

Aus Richtung Calberlah soll es eine Linksabbiegespur auf das Gelände gegenüber dem Friedhof Allerbüttel geben, für Fußgänger und Radfahrer entsteht eine Querungshilfe. Und auch ein Radweg auf der Südseite der Hauptstraße ist laut Gemeindebürgermeister Jochen Gese in Planung. Ferner soll das Ortseingangsschild 200 Meter in Richtung Sülfeld versetzt werden, um die Tempo-50-Zone an der Markteinfahrt zu gewährleisten. Um diese Maßnahmen zu realisieren, wird die Hauptstraße in diesem Bereich bis Anfang Mai voll gesperrt.

In diesem Zeitraum werden für den überregionalen Verkehr Umleitungen eingerichtet: Zum einen die L 321 über Wettmershagen und Allenbüttel, zum anderen die Nordtangente (Kreisstraße 114). Die Geschäfte in Calberlah werden allerdings weiter erreichbar bleiben, betont Gese und erklärt: „Die Anbindung ist eine Voraussetzung für den Supermarkt-Bau. Erst, wenn sie abgeschlossen ist, kann das Geschäft errichtet werden.“

Am vergangenen Donnerstag trafen sich das Team des Bremer Investors Markus Niendorf, die Untere Verkehrsbehörde des Landkreises, die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn (VLG) und die Polizei bei der Gemeinde zur Baubesprechung. Nun steht mit mehr als zweijähriger Verspätung die Realisierung des Projekts bevor.

Weil die Landesbehörde für Straßenbau keinen Vertrag mit Investoren, sondern nur mit Gemeinden abschließe, so Gese, mussten im Dezember Vertreter der Samtgemeinde, der Gemeinde und des Investors einen städtebaulichen Vertrag unterzeichnen, um festzuhalten, dass der Investor die Straßenumbaukosten in Höhe von 575 000 Euro trägt– ein Beispiel für die Verzögerung. Auch Änderungen im Bebauungsplan sowie Fehler in den Grundbüchern verschoben den Start.

Insgesamt liegen die Kosten bei etwa fünf Millionen Euro. Der Rewe-Markt mit einer Verkaufsfläche von 1600 Quadratmetern soll doppelt so groß werden wie der Netto-Markt in der Gemeinde. Dazu gibt es 100 Stellplätze für PKW. Insgesamt baut der Investor auf einem 15 000 Quadratmeter großen Areal. Im nördlichen Bereich sind auf weiteren 5600 Quadratmetern Streuobstwiesen als Ausgleichsflächen angedacht.

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