Baby-Boom in Gifhorn
2007-02-26T22:00:00+0100Sehr viele Entbindungen im Kreiskrankenhaus – Künftig Wassergeburten möglich
GIFHORN. Neun Monate ist es her, dass die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschen begeisterte. Die Euphorie trug vielfach Früchte – die WM-Babys. Nun hat der Klapperstorch in Gifhorn hat allerhand zu tun.
Die Stadt erfreut sich eines Baby-Booms. "Ja, das ist wirklich so, wir sind ganz positiv überrascht", erzählt Lucyna Mettel, Hebamme auf der Entbindungsstation des Krankenhauses. "Wir freuen uns sehr und haben gut zu tun. Und das wird bis März auch so bleiben – das sagt mir mein Bauch", prophezeit die Hebamme.
Doch hängt das tatsächlich mit der Weltmeisterschaft zusammen? "Ich denke schon, dass die ihren Teil dazu beigetragen hat. Ich habe zum Beispiel mit einem Elternpaar gesprochen, dass mir erzählt hat, sie hätten in der WM-Euphorie die Pille vergessen", erzählt Mettel lachend. Mettel: "Außerdem kriegt man das aus den Vorbereitungskursen mit. Dort tauschen sich die Mütter aus und erzählen, dass ihre Kinder WM-Kinder sind."
Bis zum 23. Januar wurden 167 Kinder im Gifhorner Krankenhaus geboren. Im Jahr davor waren es 136. Und da viele WM-Kinder erst im März geboren werden, rechnet die Hebamme damit, dass sie und ihre Kolleginnen auch weiter viel zu tun haben werden. Da trifft es sich doch gut, dass das Krankenhaus für werdende Mütter ein neues Angebot bereit hält – Wassergeburten. "Das ist eine Methode, die viele Kliniken anbieten. Und auch wir wollten unser Angebot erweitern", berichtet der neue Chefarzt der Frauenklinik, Thomas Dewitz. In einem der Kreissäle werde eine Wanne eingerichtet, in der Mütter künftig ihre Kinder gebären können, so Dewitz.
Über die Wassergeburt informiert heute abend ab 19 Uhr die Hebamme Cornelia Enning aus Mühlacker. Treffpunkt ist der Sitzungssaal im Krankenhaus.




