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Gifhorn

Im Landkreis wird mächtig investiert

Es entstehen millionenschwere Projekte im Gesundheitswesen, der Automobilbranche und im Tourismus

Marion Stief

Der Landkreis Gifhorn steht wirtschaftlich ziemlich gut da. Davon zeugt nicht nur die jüngste von der Landesregierung in Auftrag gegebene Expertise, sondern auch der aktuelle Bauboom.

Gifhorn hat laut Hesse-Gutachten (wir berichteten mehrfach) in der Region die günstigsten Voraussetzungen zur demografischen, finanziellen und ökonomischen Entwicklung. Dafür sprechen dem Experten Joachim Jens Hesse zufolge unter anderem die geringe Bevölkerungsabnahme, die geringe Arbeitslosenquote und die prognostizierte positive Beschäftigtenentwicklung.

Demzufolge werde Gifhorn beispielsweise bis 2025 nur einen Bevölkerungsrückgang von acht Prozent zu verkraften haben, während für andere Kreise Verluste zwischen 17 und 20 Prozent erwartet werden. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 6,4 Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt (7,6 Prozent).

Dass die Nähe zu Volkswagen sowie große Arbeitgeber wie DRK und Diakonie ihren Anteil daran haben, bestätigte just Arbeitsagentur-Chef Andreas Standop. Mit dem Edelstahlunternehmen Butting in Knesebeck hat der Kreis ein weltweit agierendes Unternehmen in seinen Grenzen.

Sozialcampus

Ein weiteres positives Indiz für Wachstum im Kreis: der Bauboom.

So entsteht im Norden Gifhorns der Neubau des Rhön-Klinikums für 56 Millionen Euro. Richtfest war im Mai, Bezug ist im Januar 2012. Die Erweiterung des Alten- und Pflegeheims Christinenstift unter dem Dach der Diakonischen Heime Kästorf ist auf demselben Gesundheits- und Sozialcampus wie das neue Krankenhaus für 14 Millionen Euro geplant. der Spatenstich war im Mai, der Bezug ist für Ende 2011 vorgesehen.

Und auch das DRK wird seine neue Rettungswache für 1,5 Millionen Euro noch dieses Jahr auf dem Campus bauen, neben einer weiteren in Knesebeck für 600 000 Euro und der Erweiterung seiner Zentrale in Gifhorn, wo am Wasserturm ein Bürotrakt für 1,1, Millionen Euro entstehen soll.

Auf dem Areal gegenüber dem Mühlenmuseum will Touristikunternehmer Frank Werner seinen millionenschweren Ise-Ferienpark mit Hotel und Appartments bauen.

Der IT-Dienstleister Hönigsberg & Düvel baut seinen Firmensitz für elf Millionen Euro im Gifhorner Gewerbegebiet Süd an der August-Horch-Straße. Richtfest war im Mai, der Bezug steht für Dezember 2010 an. Der aktuelle Neubau der Volksbank Brawo in der Gifhorner Fußgängerzone ist mit zehn Millionen Euro veranschlagt.

Die Stadt Gifhorn investiert zwölf Millionen Euro in das neue Hallenbad. In den Neubau des Famila-SB-Warenhauses an der Braunschweiger Straße in Gifhorn will die Unternehmenskette 15 Millionen Euro stecken. Das baurechtliche Verfahren läuft.

Neue Schulen

Den Neubau der Haupt- und Realschule Schwülper hat sich die Samtgemeinde Papenteich 14 Millionen Euro kosten lassen. Seit Schuljahrsbeginn ist sie eröffnet. Der Umbau des Schulzentrums Meine zum ersten evangelischen Gymnasium im Landkreis ist mit fünf Millionen Euro projektiert, die Eröffnung für August 2011.

Im Weyhausener Gewerbegebiet Klanze siedelt sich der Automobil-Dienstleister TVS mit einem Bürogebäude und einigen Versuchswerkstätten für 260 Mitarbeiter neu an.

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Veröffentlicht: 08.09.2010 - 22:00 Uhr
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