Quartier St. Leonhard nimmt Formen an

Braunschweig.  Die Bauarbeiten für das letzte der Häuser haben begonnen. Im Frühjahr startet die Sanierung der Ställe.

Hier in Haus werden unter anderem eine Diakoniestation, Tagespflege und Service-Wohnen angesiedelt.

Hier in Haus werden unter anderem eine Diakoniestation, Tagespflege und Service-Wohnen angesiedelt.

Foto: Norbert Jonscher

Hinter den alten Ställen haben Bagger die letzte Baugrube ausgehoben. Hier, in der Mitte eines rund 15.000 Quadratmeter großen Areals, entsteht bis Ende nächsten Jahres Haus 5 des integrativen Stadtquartiers St. Leonhard. Es wird von der Evangelischen Stiftung Neuerkerode für stationäre Wohngruppen und Betreutes Wohnen genutzt. Menschen mit Behinderung werden dort leben.

„Die Arbeiten liegen im Zeitplan. Zurzeit können wir wegen der Wetterlage aber nur wenig machen“, erklärt Patrick Mehr, Prokurist des Bauherrn, Borek Immobilien. Aktueller Stand: Die neuen Gebäude am Leonhardplatz nehmen langsam Formen an. Das markante Eckgebäude, in dem später die Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH ein barrierefreies, ambulantes Rehabilitationszentrum für Psychosomatik und Abhängigkeitserkrankungen betreiben wird, stehen die Mauern des 1. Obergeschosses. Bis Mitte des Jahres, so Patrick Mehr, werden dort weitere fünf Etagen entstehen, oben mit barrierefreiem Wohnraum für Senioren und Familien. Mehr: „Die Fertigstellung geht ab jetzt relativ schnell.“

Noch nicht begonnen hat die Sanierung der alten stadtbildprägenden Scheunen, die unter Denkmalschutz stehen. In ihnen waren zuletzt, bis 1978, Teile der Reiterstaffel der Polizeidirektion untergebracht gewesen.

Wie die alten Ställe denkmalgerecht saniert werden, sei abschließend noch nicht in allen Details geklärt, heißt es. „Klar ist, es muss innen viel ausgebessert werden, während die Fassaden in ihrer Anmutung so stehen bleiben.“ Nur was nicht mehr zu erhalten ist, werde erneuert. „Dazu werden vor allem auch die alten Sandsteine der anderen Gebäude genutzt, die der Ställe und Reithalle, die abgerissen werden mussten.“ Neu gedeckt werde das Dach, in einer Optik, die sich an der jetzigen orientiere. „Und natürlich müssen neue Fenster eingebaut werden.“

Hier und da werde man auch an den Fundamenten der beiden Gebäude nachbessern müssen, um die Statik zu gewährleisten. Nach Abschluss der Sanierung sollen noch in diesem Jahr im linken Gebäude ein Café und ein Veranstaltungsraum entstehen, im rechten Werkstätten für behinderte Menschen und Schüler.

Bauherren von Braunschweigs erstem integrativem Stadtviertel sind die Richard Borek Stiftung und die Borek Immobilien GmbH & Co. KG. Zielsetzung ist es, gemeinsam mit den Partnern CJD und Evangelische Stiftung (ESN) ein zeitgemäßes Umfeld für Menschen mit unterschiedlichsten Hilfebedarfen und gleichzeitig exzellenten Bedingungen für moderne Sozialarbeit zu schaffen. Das Investitionsvolumen beträgt laut Investor rund 35 Millionen Euro.

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