Nach Verpuffung – Grundschule in Braunschweig evakuiert

Braunschweig.  Bei Bauarbeiten in der Grundschule Lehndorf kam es zu einer Explosion. Ein Handwerker wurde verletzt. Alle Kinder mussten das Gebäude verlassen.

Die Grundschule Lehndorf: Hier war es am Dienstagmorgen bei Bauarbeiten im Keller der Schule zu einer Explosion gekommen. Ein Arbeiter wurde verletzt. Schüler kamen nicht zu Schaden. 

Die Grundschule Lehndorf: Hier war es am Dienstagmorgen bei Bauarbeiten im Keller der Schule zu einer Explosion gekommen. Ein Arbeiter wurde verletzt. Schüler kamen nicht zu Schaden. 

Foto: Katja Dartsch / BZV

Bei Bauarbeiten im Keller der Grundschule Lehndorf ist am Dienstagmorgen ein Schweißgerät explodiert. Ein Handwerker zog sich dabei Verbrennungen an Armen und Beinen zu. Er wurde ins Klinikum in der Holwedestraße gebracht.

Der Unterricht hatte gerade begonnen, als um 8.25 Uhr der Alarm schrillte. „Einer der Handwerker war zu mir gekommen und hatte mich über den Vorfall und einen eventuellen Gas-Austritt informiert Daraufhin habe ich sofort Alarm ausgelöst“, berichtet der Hausmeister später.

Gas-Alarm: Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an

Alle 370 Schüler mussten innerhalb kürzester Zeit das Schulgebäude verlassen. „Die Schüler und Schülerinnen haben das ganz toll gemacht“, lobte Schulleiterin Regine Lange später. Einmal im Jahr werde das Prozedere bei einem Probealarm geübt: „So wussten alle genau, was zu tun ist“, sagt die Rektorin.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr rückte an: ein Löschzug der Hauptfeuerwache und der Ortsfeuerwehr Lehndorf, ein zusätzlicher Führungsdienst, zwei Rettungswagen und ein Sonderfahrzeuge. „Beim Eintreffen an der Schule hatten die Schulleiterin und der Hausmeister bereits dafür gesorgt, dass alle Schüler und Lehrer die Schule verlassen hatten“, teilt die Feuerwehr nach dem Einsatz mit. „Da die genaue Lage und der Zustand der Gasflaschen im Keller unklar waren, mussten die Einsatzkräfte mit größtmöglicher Vorsicht vorgehen: Mit Atemschutz- und Messgeräten zum Messen der Gaskonzentration gingen zwei Trupps zur Erkundung vor.

Alle Kinder sind wohlauf, der Unterricht konnte fortgesetzt werden

Die Schüler harrten während des Einsatzes in der Turnhalle aus: Auf dem Schulhof war es schnell zu kalt geworden, da die Schüler in der Eile ihre Jacken nicht aus den Spinden holen konnten.

Gegen 9 Uhr gab die Feuerwehr Entwarnung: Es war kein Gas ausgetreten, und die Gasflaschen waren auch nicht beschädigt worden. Eine der Armaturen des Schweißgerätes war offenbar durch einen Defekt zerborsten und hatte dabei eine kurze Stichflamme erzeugt.

Der Unterricht wurde wie gewohnt fortgesetzt. Die Evakuierung hatte sich im Stadtteil schnell herumgesprochen, viele Eltern erkundigten sich besorgt im Sekretariat nach Einzelheiten. Schulsekretärin Martina Borm konnte beruhigen: „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Alle Kinder sind wohlauf!“

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