Bezirksrat lehnt Standort für Hundewiese in Bienrode ab

Braunschweig.  Die Stadt möchte weitere Hundewiesen ausweisen. Das von ihr ausgewählte Gelände in Bienrode stößt im Bezirksrat jedoch nicht auf Zustimmung.

Hunde sollen sich auch während der Brut- und Setzzeit austoben könne. Daher sollen weitere Hundewiesen entstehen. Das vorgeschlagene Areal in Bienrode kommt beim Bezirksrat jedoch nicht gut an. 

Hunde sollen sich auch während der Brut- und Setzzeit austoben könne. Daher sollen weitere Hundewiesen entstehen. Das vorgeschlagene Areal in Bienrode kommt beim Bezirksrat jedoch nicht gut an. 

Foto: Christian Charisius / picture alliance / Christian Charisius/dpa

Auf der Hundewiese am Nußberg können Halter ihre Vierbeiner bereits seit langem toben lassen. Jetzt sollen vier umzäunte Areale im Stadtgebiet hinzukommen, auf denen Hunde auch während der Brut- und Setzzeit ohne Leine ihrem Bewegungsdrang nachgehen dürfen (wir berichteten). Gegen die Pläne in Bienrode formierte sich jetzt allerdings Widerstand. Der Bezirksrat lehnt zwar nicht das Projekt als solches ab, aber den vorgesehenen Standort.

Feuerwehren nutzen das Gelände

„Für Hundehalter ist eine solche Wiese sicher vorteilhaft. Vor allem Bürger aus dem städtischen Raum und ohne großen Garten profitieren davon“, erklärt Bezirksbürgermeister Gerhard Stülten auf Anfrage unserer Zeitung. Den vorgesehenen Platz halten die Fraktionen aber für ungeeignet. „Nicht nur die Ortsfeuerwehr Bienrode, sondern auch weitere Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet nutzen ihn für Übungen und Wettkämpfe“, sagt Stülten. Peter Chmielnik (SPD) ergänzt: „Eine neue Fläche für solche Zwecke zu finden, dürfte schwerer werden als ein anderes Gelände für eine Hundewiese zu suchen.“

Nicht zuletzt wird die Grünfläche auch vom VfL Bienrode genutzt, der seine Jugendspielgemeinschaft JFV Kickers dort Fußball spielen lässt. „Wir haben durch die Neubaugebiete in Waggum einen enormen Zulauf an Kindern gehabt, sodass wir diesen Platz zusätzlich zum Gelände an der Pappelallee benötigten“, erläutert der Vorsitzende Horst Paliga. Zwar laufe die Nutzungserlaubnis zum Jahresende aus. Doch der Verein habe die Hoffnung gehabt, das Feld zumindest bis zur Sanierung des Waggumer Sportplatzes weiternutzen zu dürfen.

Sportverein pflegt und nutzt das Gelände noch immer

Thorsten Wendt von der CDU-Fraktion bemängelt, dass die Stadt die Bezeichnung „ehemaliger Sportplatz“ für den geplanten Standort verwendete. Schließlich werde die Fläche vom Sportverein gepflegt und sehr wohl aktiv genutzt. „Sportverein und Feuerwehr bilden in Bienrode wesentliche Säulen für das typische, dörflich geprägte Zusammenleben. Vor diesem Hintergrund erhebt der Stadtbezirksrat Bedenken bei der Umwidmung der ausgewiesenen Fläche als Hundefreilauffläche“, erklärt Wendt in seinem Antrag. Gegenvorschlag der CDU-Fraktion: ein östlich des Kleingartenvereins gelegenes Grundstück, das sich im Besitz der Stadt befindet.

Suche nach einer anderen Fläche

Das wiederum hält Stülten für ebenfalls nicht geeignet, weil die Zuwegung problematisch sei. Auch aus diesem Grund enthielten sich SPD, Grüne, BIBS und Linke bei der Abstimmung zum trotzdem angenommenen CDU-Antrag und brachten zusätzlich einen eigenen ein. In diesem fordern die Beteiligten eine künftige Einbindung des Bezirksrats. „Wichtig ist eine gute Erreichbarkeit auch für Nicht-Bienroder und dass keine Anlieger belästigt werden“, meint Stülten.

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