Braunschweig: Hotel Mercure ist jetzt ein Michel-Hotel

Braunschweig.  Der neue Eigentümer setzt auf die Lage inmitten eines neu entstehenden Stadtquartiers am Braunschweiger Hauptbahnhof.

Das Hotel an der Kurt-Schumacher-Straße war Ende 1967 eröffnet worden und zählte seitdem zur Mercure-Hotelkette. Nun gehört es zur Michel-Hotel-Gruppe.

Das Hotel an der Kurt-Schumacher-Straße war Ende 1967 eröffnet worden und zählte seitdem zur Mercure-Hotelkette. Nun gehört es zur Michel-Hotel-Gruppe.

Foto: Bernward Comes

Die anhaltende Corona-Flaute und der mehrwöchige Lockdown zeigen nun ihre ersten Folgen in der Hotelbranche . Im Welfenhof warf nach nur fünf Jahren das Vier-Sterne-Hotel „Fourside“ das Handtuch, im Atrium-Bummel-Center gegenüber dem Hauptbahnhof hat das Hotel „Mercure“ einen neuen Eigentümer. Letzteres gehört jetzt zur Michel-Hotel-Gruppe, Kategorie 3-Sterne Superior, die von dem Unternehmer Ido Michel betrieben wird. Michel ist vor einigen Jahren als Quereinsteiger zur Hotellerie gekommen. Sein Ziel sind 100 Hotels.

Das Hotel an der Kurt-Schumacher-Straße war Ende 1967 eröffnet worden und zählte zur Mercure-Hotelkette, die lange Zeit vom französischen Accor-Konzern betrieben wurde, die letzten zehn Jahre von einem irischen Franchise-Unternehmen.

Der neue Hoteldirektor hat auch das Mercure schon geleitet

Das neue Michel Hotel wird nach dem Umbau über 131 Zimmer verfügen und will, wie es heißt, mit „viel Platz für Meetings oder Feierlichkeiten“ punkten. Die neun variablen Tagungsräume sind für bis zu 250 Teilnehmer ausgelegt. Für einen nahtlosen Übergang soll Hoteldirektor Mario Sorrentino sorgen, der zuletzt bereits das „Mercure“ acht Jahre lang geleitet hatte. Die Mitarbeiter wurden übernommen.

Es handele sich um eine langfristige Investition, sagt Sorrentino. Braunschweig als zweitgrößte Stadt Niedersachsens sei eine Stadt mit internationaler Destination. Die sehr attraktive Lage am Hauptbahnhof sei „spannend“ als Hotelstandort. Entscheidend seien auch die Pläne für das neue Stadtquartier am Hauptbahnhof , wo die Deutsche Bahn, die Stadt Braunschweig und der neue Eigentümer des Bummel-Centers erheblich investieren wollen.

In dem neuen Quartier zwischen Willy-Brandt-Platz und Berliner Platz, im früheren Krähenfeld, ist in den letzten Jahren nicht nur der BraWo-Park entstanden, der in Kürze einen dritten Tower erhalten wird. Für großstädtisches Ambiente sorgt auch das neu entstandene Quartier St. Leonhard. Neben der Stadthalle soll zudem ein weiteres Sterne-Hotel gebaut werden.

Haus soll wieder mit Leben erfüllt werden

Das Ende der 1960er Jahre entstandene Atrium-Bummel-Center soll eingebunden werden in ein komplett neues Areal zwischen dem Park Viewegs Garten, Kurt-Schumacher-Straße und Bahnhof. Hier sollen große Teile der, wie es heißt, überdimensionierten Verkehrsflächen städtischem Grün und einer zusätzlichen Wohnbebauung weichen. Der Hauptbahnhof soll zur Stadt hin eine attraktive Ladenzeile im Erdgeschoss erhalten.

„Ich freue mich auf den neuen Standort Braunschweig. Gerade in diesen Zeiten eine Herausforderung, aber wir sind guter Dinge, dass gemeinsam mit unserem Team das Haus wieder mit Leben gefüllt sein wird“, erklärte der neue Hotel-Eigner Ido Michel.

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