Neubau der Sidonienbrücke in Braunschweig beginnt

Braunschweig.  Am Montag wird es losgehen. Ende August soll die neue Brücke fertiggestellt sein. Die Art des Neubaus war sehr umstritten.

Ende August soll die neue Brücke fertiggestellt sein.

Ende August soll die neue Brücke fertiggestellt sein.

Foto: Jörn Stachura / Archiv

Lange und heftig war diskutiert worden, doch im Sommer hatte der Rat letztlich mit breiter Mehrheit entschieden: Die Sidonienbrücke im Westlichen Ringgebiet soll durch einen Neubau ersetzt werden. Wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilt, starten die Arbeiten am Montag, 18. Januar. Die Brücke muss für die gesamte Bauzeit bis voraussichtlich Ende August voll gesperrt werden. Die Umleitung für den Fuß- und Radverkehr führt über Petritorwall, Celler Straße, Freisestraße, Holwedestraße beziehungsweise Hohetorwall, Am Hohen Tore, Madamenweg und Goslarsche Straße und wird ausgeschildert.

Die bestehende Brücke zwischen Sidonienstraße und Hohetorwall muss abgerissen werden, weil insbesondere die im Wasser stehenden Holzpfeiler irreparabel beschädigt sind. Zunächst wird die Baustelle eingerichtet und der Rückbau der alten Brücke vorbereitet.

Bootsverkehr wird in dem Bereich gesperrt - angepeilte Fertigstellung ist Ende August

Wenn er beginnt, muss der Stadt zufolge die Oker für den Bootsverkehr in dem Bereich gesperrt werden, ebenso, wenn Überbauschalung und neue Stahlrahmen eingehoben werden. Über die Sperrungen der Oker werde jeweils rechtzeitig informiert. Bis Ende August soll die neue Sidonienbrücke fertiggestellt werden, einschließlich der Wegeanschlüsse in der Wallanlage.

Die neue Brücke wird in der Mitte sechs Meter breit sein

Strittig war im vergangenen Jahr, wie breit die Einfahrt beziehungsweise der Eingang zur Brücke sein soll. Eine erste Planung der Stadtverwaltung hatte vorgesehen, die Einfahrten schmaler als heute zu bauen – doch das ließ sich nicht halten. Allerdings fand auch der Antrag der Grünen, die Brücke wenigstens sechs Meter breit zu bauen, keine Mehrheit. Nur so wäre es möglich gewesen, eigene Spuren für Radfahrer und Fußgänger auf der Brücke anlegen zu lassen, was auch Braunschweigs Mobilitätsverbände forderten. In diesem Fall hätte allerdings auch ein sehr breiter Damm im denkmalgeschützen Wallring für den Zuweg zur Brücke errichtet werden müssen – und das wäre auch Sicht der Denkmalschützer nicht machbar gewesen.

Zumindest ein schmaler Damm ist jedoch trotzdem notwendig, damit sich die heutige Steigung an der Brücke verringert. Gefährliche Schussfahrten von Radfahrern hinab zur Brücke sollen nicht länger die Regel sein. Und die Einfahrten der neuen Brücke werden eine Breite von 4,6 Meter haben. In der Mitte wird es eine Aufweitung der Brücke auf sechs Meter geben.

Stadt will Alternativrouten attraktiver machen

Die Stadt will außerdem Alternativrouten zur Fahrt über die Sidonienbrücke attraktiver machen: Mehr Radfahrer sollen den Weg über die Brücke Celler Straße oder die Brücke am Madamenweg nehmen. Dies soll dazu führen, dass die Zahl der Radfahrer und Fußgänger auf der Sidonienbrücke sinkt.

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