Weitere Corona-Infektionen in Braunschweiger Heimen

Braunschweig.  Betroffen ist unter anderem das Bethanienheim. Alle Bewohner und Beschäftigten werden getestet. Es besteht Besuchsverbot.

Alle 400 Bewohner und Beschäftigten werden getestet. (Symbolfoto)

Alle 400 Bewohner und Beschäftigten werden getestet. (Symbolfoto)

Foto: Peter Steffen / dpa

Unverändert gibt es in einer Reihe Braunschweiger Alten- und Pflegeheime sowie bei Pflegediensten Infektionen mit dem Corona-Virus. Laut der Stadtverwaltung wurden im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien an der Helmstedter Straße mehr als 20 Bewohner und Beschäftigte positiv auf das Virus getestet. „Daher werden heute die rund 400 dort lebenden oder arbeitenden Menschen abgestrichen“, heißt es in der Mitteilung. „Mit den Ergebnissen wird in den nächsten Tagen gerechnet.“

Einige Infektionsfälle gebe es unter anderem auch in einem Seniorenzentrum in der Straße Hinter der Masch. Die evangelische Stiftung Neuerkerode als Betreiberin des Bethanien-Heims teilte am Mittwoch mit, dass ab sofort ein Besuchsverbot bestehe. „Als Vorsichtsmaßnahme entschied sich die Geschäftsführung dazu, das Haus St. Vinzenz ebenfalls zu schließen, da es in der Mitarbeiterschaft beider Häuser zu Kontakten gekommen ist“, so die Stiftung. „Diese Schließung gilt vorläufig bis zum 1. Februar 2021 sowie unter der Voraussetzung, dass alle Bewohner und Mitarbeitenden bis dahin per PCR-Test getestet werden.“

Angehörige, die Besuche in den Pflegeeinrichtungen vereinbart haben, würden umgehend telefonisch informiert. Die Pflegebereiche seien telefonisch erreichbar. „Da sie darüber hinaus fast alle mit Tablets ausgestattet sind, ist auch ein visueller Austausch möglich.“ Die erkrankten Mitarbeitenden befinden sich demnach in häuslicher Quarantäne.

„Die erkrankten Bewohner werden separat medizinisch und pflegerisch versorgt“, heißt es in der Mitteilung. „Alle Bewohner sind dazu angehalten in ihrem Zimmer zu bleiben, um den Kontakt zu anderen Bewohnern zum Schutz aller zu minimieren.“ Auch sollen sie die Einrichtung vorübergehend möglichst nicht verlassen. Ausgenommen davon seien zwingend notwendige Termine zur medizinischen Versorgung, die nicht innerhalb der Einrichtung durchgeführt werden können. Fest zugeordnete Mitarbeitende des Begleitenden und Sozialen Dienstes betreuen die Bewohner einzeln auf den Zimmern.

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