Leser-Kritik: Eyßelheideweg ist Flickenteppich

Gifhorn  Die Stadtverwaltung verweist auf das geltende Tempolimit.

Schlaglöcher im Straßenbelag moniert ein Leser im Eyßelheideweg. Symbolfoto

Schlaglöcher im Straßenbelag moniert ein Leser im Eyßelheideweg. Symbolfoto

Der Zustand einzelner Straßen ist immer wieder Anlass für Beschwerden. Ein anonymer Leser nimmt im Portal „Alarm38“ den Bereich „Gifhorn-Süd“ in den Fokus. „Der Straßenzustand ist mehr als bedenklich.“ Er wirft der Stadtverwaltung „Gleichgültigkeit“ vor. Speziell der Eyßelheideweg „ist ein holpriger Flickenteppich, anscheinend ist es nicht einmal mehr möglich, Gullydeckel halbwegs eben einzubauen“.

Bei den Wegen in Winkel, etwa dem Fasanenweg, sei die Stadt dazu übergegangen, großen, scharfkantigen Schotter zu verteilen. „Ein Befahren mit Zweirädern ist hier schon gefährlich.“ Der Leser glaubt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas Ernsthaftes passiert.“

Joachim Keuch, Leiter des städtischen Fachbereichs Tiefbau, hält die Kritik für überzogen: „Ja, der Eyßelheideweg ist nicht der neueste – aber er wird im Rahmen der jährlichen Unterhaltung instand gesetzt.“ Er betont: „Natürlich könnte man das besser machen – es aber kostet viel Geld.“ Eine grundhafte Erneuerung der rund 40 Jahre alten Straße sei teuer und „noch nicht nötig“ – und auch langfristig nicht geplant. „Fahrer, die sich an Tempo 50 halten, haben hier keine Probleme.“ Ähnlich sieht es Hinrich Bartels, stellvertretender Leiter des Abwasser- und Straßenreinigungsbetriebs der Stadt (ASG). Der ASG ist für die Gullydeckel zuständig. „Zur Regulierung kommt es nur, wenn es bedeutende Unebenheit gibt. Wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, merkt man die leichten Unebenheiten kaum.“ Das Problem sei, dass viele Verkehrsteilnehmer auf dem Eyßelheideweg zu schnell führen. Er bietet aber an: „Wir schauen uns das noch mal an – dafür wären genauere Ortsangaben hilfreich.“

Dass im Bereich des ungepflasterten Fasanenwegs dauerhaft tiefe Schlaglöcher auftreten, streitet Keuch ab. „Wir sind immer wieder dran und flicken.“ Die Körnung des Schotters sei wie eh und je. „Das machen wir seit 40 Jahren so. Wenn sich an die Leute Tempo 30 halten, fliegt nicht so viel durch die Gegend.“ Zudem sei dort gemäß B-Plan vorgegeben, dass der Waldcharakter erhalten bleiben soll, sagt Keuch. Eine Asphaltdecke ist also keine Option. epw

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