Fast eine ganze Tonne Müll gesammelt

Hillerse  Erster Umwelttag des ASV und der Jägerschaft in Hillerse war ein großer Erfolg – Flaschenpfand wird gespendet

Malena und Gunda Ahrens sowie Jens Fieser und Hauke Behrens vom ASV Hillerse entsorgen Autoreifen.

Malena und Gunda Ahrens sowie Jens Fieser und Hauke Behrens vom ASV Hillerse entsorgen Autoreifen.

Foto: privat

Stolz blickten die rund 30 aktiven Müllsammler auf den gefüllten Müllcontainer, den die Firma Peschke bereitgestellt hat. 750 Kilogramm, so viel passte hinein. Gefüllt wurde er bis über den Rand mit Wohlstandsmüll, der rund um Hillerse in die Natur entsorgt wurde.

Drei Stunden lang sammelten jetzt beim ersten Umwelttag die Hillerser Jäger sowie jugendliche und erwachsene Sportfischer des ASV aus der Natur heraus, was dort nicht hingehört. Tatkräftig unterstützt wurden sie dabei von Gunda Ahrens und ihrer 6-jährigen Tochter Malena, die gleichzeitig auch die jüngste Teilnehmerin war.

Gefunden wurden außer Glas- und Plastikmüllanteilen auch ungewöhnliche Dinge wie beispielsweise die Panzergranatenhülse aus dem 2. Weltkrieg, die in einem Graben in unmittelbarer Nähe der Oker entdeckt wurde. Mehr als 20 Autoreifen, 3 Zeltgarnituren, mehrere Stapel entsorgte Zeitungsprospekte, Teile einer Skiausrüstung, ein Boxsack, eine Musikanlage aus den 80er Jahren, eine komplette Toilette, ein Kinderbett, eine ganze Matratze und viele andere große und kleine Müllteile.

Dass Kanufahrer Mülltüten mit Picknickutensilien direkt im Uferbereich der Oker entsorgten, machte nachdenklich. „Der Genuss der einzigartigen Natur rund um Hillerse scheint nicht mit einer verantwortungsvollen Nutzung einher zu gehen. Schade“, betonte Marcus Lüpke. In diesem Zusammenhang appellieren die Jäger wie Angler an einen verantwortungsvollen Umgang mit den immer knapper werdenden Ressourcen.

Jens Fieser und Bernd Schlüsche resümierten als Vorstände des ASV Hillerse, dass der Umwelttag vor dem Hintergrund der großen Mengen an zusammengetragenem Müll ein voller Erfolg ist. „Wir können künftig sicher auf mehr Unterstützung hoffen, denn die Aktion wird sich herumsprechen“.

Das Geld liegt auf der Straße“, ergänzt Gunda Ahrens, die die vielen gefundenen Pfandflaschen eintauschen und den Erlös einer Stiftung für einen gemeinnützigen Zweck zukommen lassen möchte. In den letzten zwei Monaten konnte sie so schon rund 80 Euro spenden. „Beim nächsten Mal bin ich gern wieder dabei, viel Kleines bringt am Ende immer etwas Großes“, ergänzte die freiwillige Natur- und Umweltschützerin.red

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