Bündnis Bunt gegen Braun ist besorgt über Neonazi-Umtriebe

Gifhorn  Die Polizei hat die Szene im Blick und bleibt gelassen.

Das Bündnis Bunt gegen Braun verzeichnet zunehmend Aktivitäten einer neonazistischen Aktionsgruppe Gifhorn. Das Fachkommissariat 4, dessen Staatsschützer die rechte Szene fest im Blick haben, bestätigt bestimmte Wahrnehmungen des Bündnisses, gibt aber Entwarnung. Sprecher Thomas Reuter sagte. „Verbotenes Plakatieren mit Aufklebern ist eine Ordnungswidrigkeit. Gesetzlich verbotene Symbole wurden nicht gezeigt.“

Das Bündnis ruft derweil für Sonnabend, 30. März, zum Ostermarsch auf. Die Kundgebung soll bereits im Vorfeld einen befürchteten Aufmarsch von Neonazis am 1. Juni in Wolfsburg verhindern helfen: „Es ist Zeit, den Nazis die rote Karte zu zeigen“, heißt es in einer Erklärung des Bündnisses.

Polizeisprecher Reuter bestätigte eine Transparent-Aktion von Neonazis Anfang Dezember anlässlich des Weihnachtsmarkts. Die Aktion sei dann später als Film auf einer einschlägigen Homepage zu sehen gewesen, aber strafrechtlich nicht fassbar.

Behauptete Plakate am Bahnhof seien nicht polizeibekannt geworden. Und auch eine Messerstecherei vor dem Café Flax nach einem Streit über angeblich verteilte Handzettel der Nazi-Aktionsgruppe in dem Lokal sei nicht angezeigt worden, beteuerte Reuter. „Dabei wäre das ja bereits ohne politischen Hintergrund eine Straftat, die wir verfolgen.“

Reuter gab zu bedenken, dass die Situation rund um den Schillerplatz ohnehin regelmäßig angespannt sei. „Das sind Wirtshausschlägereien. Da ist viel Alkohol im Spiel.“

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