Großfeuer in Müden und Gamsen brennen im Minutenabstand

Gifhorn.  Die Freiwilligen Feuerwehren bekommen die Flammen schnell in den Griff. Doch der Schaden ist immens.

Beim Garagenbrand im Gamsener Wittkampsring entstand laut Polizei am Samstagabend ein Schaden von 50.000 Euro.

Beim Garagenbrand im Gamsener Wittkampsring entstand laut Polizei am Samstagabend ein Schaden von 50.000 Euro.

Foto: Bernd Behrens

Bei zwei kurz nacheinander ausgebrochenen Garagenbränden in Müden und Gamsen ist am Samstagabend ein Schaden von fast 100.000 Euro entstanden. Laut Polizei sind die Ursachen in beiden Fällen noch unklar. Die Ermittler prüfen die Vorgänge. Menschen blieben unverletzt.

Alarm wurde zuerst gegen 19.30 Uhr für den Müdener Oheweg ausgelöst. Dort war laut Feuerwehr bei Werkstattarbeiten an einem BMW-Rennwagen Feuer ausgebrochen. 50 freiwillige Löschkräfte aus Müden/Dieckhorst, Flettmar, Hahnenhorn und Meinersen rückten samt Einsatzleitwagen aus Ahnsen aus. „Als wir eintrafen, stand die Garage bereits im Vollbrand“, berichtete Einsatzleiter Marcel Klann. Das Risiko: In dem Garagenkomplex lagerten auch Gasflaschen. Die Schrauber selber hatten während der Arbeit plötzlich die Flammen in dem Wagen entdeckt und konnten die Garage rechtzeitig verlassen.

„Wir sind sofort unter schwerem Atemschutz vorgegangen und konnten die Flammen schnell eindämmen“, sagte Einsatzleiter Klann. Dennoch ließ sich nicht verhindern, dass die Garage samt Fahrzeug komplett ausbrannte. Laut Polizei wurde auch ein weiteres Auto im Hof beschädigt. Um das zerstörte Fahrzeug aus der Garage zu ziehen, kam die Seilwinde des Hilfeleistungsfahrzeugs der Feuerwehr Meinersen zum Einsatz. Anschließend wurden mit der Wärmebildkamera Glutnester gesucht und gelöscht. Die Polizei schätzt den Schaden auf fast 40.000 Euro.

Die Sirenen im Gifhorner Ortsteil Gamsen gingen gegen 19.45 Uhr. Aufmerksame Nachbarn hatten starken Rauch und Feuerschein hinter einer Garage im Wittkampsring wahrgenommen und sofort die Feuerwehr gerufen. Allein die dichte Rauchwolke zeigte den 25 Einsatzkräften um Vize-Stadtbrandmeister Uwe Reuß den Anfahrtsweg. Sie fanden die die Garage und einen dahinter gelagerten Holzstapel im Vollbrand. Farb- und Spraydosen explodierten durch die Hitze. Die Feuerwehrleute mussten sich über Nachbargrundstücke vorarbeiten. Erst später konnten sie unter Atemschutz das Garagentor öffnen, um von innen zu löschen. Wasser aus mehreren C-Rohren dämmte die Flammen dann schnell ein. Zurück blieb ein Schaden von 50.000 Euro.

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