Wie in Gifhorn aus Philly Faulpelz Philly Phantastico wurde

Gifhorn.  Der Theaterverein Gifhorn zeigt mit „Die Erdmännchen im Elfenwald“ ein flottes und buntes Kinder-Mitmach-Märchen.

Jonathan Schupp als Philly (rechts) und Lukas Hellmold als Harry auf dem Weg durch den Elfenwald.

Jonathan Schupp als Philly (rechts) und Lukas Hellmold als Harry auf dem Weg durch den Elfenwald.

Foto: Anja Alisch

Ein richtig flottes und buntes Kinder-Mitmach-Märchen bringt in diesem Jahr der Theaterverein mit Philly Phantastico oder Die Erdmännchen im Elfenwald auf die Bühne. Bereits viermal war das heitere Stück von Christa Stenger schon zu sehen.

Erdmännchen, so konnten die Kinder lernen, haben sprechende Zweitnamen, die sie feierlich verliehen bekommen. Dumm für einen wie Philly, dem zu seinem Entsetzen nur der Beiname „Faulpelz“ zugedacht wird – auch wenn es eigentlich ganz gut passt. Als aber plötzlich ein Elfenstab durch ein Erdloch fällt, müssen sich Philly und sein Freund Harry Hasenfuß in die ungewisse Welt auf der Erde machen. Dass das so viel Spaß beim Zusehen macht, liegt am Duo Jonathan Schupp als Philly und Lukas Hellmold als Harry, die als Tausendsassa und Sidekick mit Hang zum Sprachverdrehen super harmonieren und mit gutem Timing agieren. Auch wenn die Kinder mal nicht so wollten und die Frage „Wollt ihr uns helfen?“ eher mit „Nein“ beantworteten, ließ sich keiner aus der Ruhe bringen.

Elfi Schmidt hat gemeinsam mit Manuela Schupp für eine kurzweilige Regie gesorgt und spielte mit herrlich giftigem Lachen die böse Hexe Grusella, die sich schließlich als Eulen-Hasserin und nicht sehr clever beim Bluffen der Erdmännchen erwies und schnell besiegt war. Für sie gab es – im Kindertheater ein großes, wenn nicht das größte Schurkenkompliment – sogar Buhs aus vollem Herzen des jungen Publikums.

Jede der Rollen war liebevoll besetzt. Liesa Hellmold war eine entzückend zarte Elfenkönigin, Ashley Werner der liebenswerte Erdmännchen-Briefträger, Henriette Uwera sorgte als Hauptmann Schnarch für Schmunzeln. Als Lehrerin „Bio Berta“ Buntspecht mischte Liv Harriet Heyer auch ohne Worte kräftig mit. Und ein ganz spezielles Paar gaben Liza Heumann als Walburga Waldmeister und Martin Oppermann als Bürgermeister ab – Letzterer konnte nur noch vor der offenbar Heiratslustigen fliehen. Und natürlich wurde am Schluss aus Philly Faulpelz nach bestandenen Abenteuern endlich der, der er immer sein wollte: Philly Phantastico. Für die Kinder gab es nach dem langen Schlussapplaus noch die Möglichkeit, sich mit einem dunklen Fleck auf der Nase selbst in ein Erdmännchen zu verwandeln. Noch einmal Gelegenheit, das Stück zu sehen, haben nun die Kinder aus Rötgesbüttel in einer Sonderaufführung der Gemeinde am 7. Dezember, 15 Uhr, in der Bürgerhalle.

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