Gifhorner Motivationscoach: So lässt sich Corona trotzen

Gifhorn.  Viele Geschäftsmodelle ließen sich dank Digitalisierung anpassen, sagt Damian Richter. Das Gefühl der Ausweglosigkeit dürfe nicht bestimmend werden.

Der Gifhorner Erfolgstrainer Damian Richter macht Unternehmern Vorschläge für schwierige Zeiten.

Der Gifhorner Erfolgstrainer Damian Richter macht Unternehmern Vorschläge für schwierige Zeiten.

Foto: Privat

Das Wirtschaftsleben kommt zum Erliegen. Unternehmer sehen sich in der Corona-Krise nie dagewesenen Belastungen ausgesetzt. Der Gifhorner Erfolgstrainer Damian Richter rät, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Das sagt der 43-Jährige in dem Bewusstsein, dass auch sein Geschäftsmodell mit Seminaren für 2000 bis 2500 Teilnehmer in großen Sälen abrupt zusammengebrochen ist. Richter: „Ende August hatte ich den Congress-Park in Wolfsburg gebucht. Selbst dieser Termin wackelt.“

Doch in dem zum Hauptquartier mit 14 Mitarbeitern umgebauten ehemaligen Lönskrug in Winkel entwickelt Richter neue Strategien: „Wir stellen auf komplett neue Businessmodelle um. Wir setzen auf Online-Schulungen und Webinare.“

Richter stützt sich dabei auf die Ideen, die er sonst anderen Unternehmern und Managern vermittelt. „Kunev“ lautet sein Ansatz: Kontinuierliche und niemals endende Verbesserung. Weil das Leben nicht statisch sei, müsse sich ein Unternehmer stets neuen Situationen anpassen. Aber muss es gleich so dicke kommen? Da verweist Richter auf die Risikotheorie: Der Schwarze-Schwan-Effekt beschreibe das Auftreten der unwahrscheinlichsten Phänomene: „Da sind wir jetzt mittendrin.“

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Als Reaktion müssten sich Betroffene entscheiden zwischen verständlicher Panik und dem rationalen Versuch, das Unternehmen neu auszurichten. Richter rät: „Weg von der Aussichtslosigkeit hin zum größtmöglichen Effekt für mich.“ Wichtig sei, sich zu vergegenwärtigen, nicht ausgeliefert zu sein, sondern Entscheidungen treffen zu können.“

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Nicht zuletzt sei die unfreiwillige Freizeit trotz aller Ungewissheit die Gelegenheit zur Fortbildung. Das gelte auch für Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Richter: „Die Zwangspause kann ich doch nutzen.“

Weil es ohne Einnahmen nicht geht, müssten Unternehmen wo immer möglich ihre Geschäftsmodelle umstellen. Für die Gastronomie sei das der Lieferservice. Für viele Einzelunternehmer biete es sich an, ihre Expertise zu vermarkten: Ob online oder als Buch – „Sie können doch ihr Wissen über Lösungen anderen Menschen zur Verfügung stellen.“ Der Ansatz sei: „Wer kann von meinen Kenntnissen und meinem Businessmodell noch profitieren?“

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