Erste Schwimmfans kamen schon vor 9 Uhr ins Edesbütteler Freibad

Edesbüttel.  Das Freibad in Edesbüttel ist seit Samstag geöffnet. Schwimmmeister Johannes Jargosch freut sich über das Wiedersehen mit treuen Stammgästen.

Schon vor 9 Uhr waren die ersten Badegäste ins Freibad in Edesbüttel gekommen. Valentin Schomer aus Calberlah gehört zu den Stammkunden.

Schon vor 9 Uhr waren die ersten Badegäste ins Freibad in Edesbüttel gekommen. Valentin Schomer aus Calberlah gehört zu den Stammkunden.

Foto: Dirk Kühn

„Hauptsache wir können wieder schwimmen“, sagt Valentin Schomer. Der Calberlaher steht am Samstag um 8.50 Uhr vor dem Freibad in Edesbüttel. Wenig später öffnet Schwimmmeister Johannes Jargosch die Tür – die Freibadsaison in Edesbüttel ist eröffnet. Nach und nach kommen die ersten Gäste, ausnahmslos treue Schwimmer. Ein älteres Ehepaar, ein Mittfünziger und Klaudia Stegert aus Wedelheine. Alles Stammschwimmer, treu auch in Corona-Zeiten.

„Immer herein spaziert und bitte nicht im Becken kuscheln“, begrüßt Jargosch seine Gäste mit einem Schmunzeln. Sie können gut damit leben, dass die Aufenthaltszeit corona-bedingt auf drei Stunden begrenzt ist: von 9 bis 12 Uhr, von 13 bis 16 Uhr und von 17 bis 20 Uhr. In der Stunden dazwischen wird sauber gemacht und desinfiziert. Die Zahl der Gäste ist begrenzt auf 200.

Geöffnet sind nur das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken, das Springer- und das Kinderplanschbecken bleiben geschlossen, die Umkleidekabinen ebenso. Geduscht wird nur kalt – Warmduscher müssen tapfer sein.

Schomer stört das nicht. Kurz unter die Dusche und schon ist er im Becken und zieht seine Bahnen. mal 1000 mal 1200 Meter. „Jeden Morgen vor dem Frühstück“, erzählt er. Dieter Divossen, DLR-Ortsgruppenvorsitzender kommt dazu. Die beiden plaudern, schwärmen von leckerem Essen und wie wichtig Bewegung ist. Seine zwei drei Kilo zuviel schwimmt sich Schomer wieder ab. Zusätzlich steigt er auch gern aufs Rad und fährt so seine 40 bis 50 Kilometer.

Klaudia Stegert nimmt sich noch einen Moment Zeit, um mit den Schwimmmeister zu reden. 20,3 Grad beträgt die Temperatur im Schwimmerbecken. Die Lufttemperatur beträgt an diesem Morgen 12 Grad.

„Ja, sehr angenehm, ich war auch schon mal zum Anschwimmen hier, da hatte das Wasser 16,3 Grad“, erzählt sie. Stegert ist fast täglich in Edesbüttel, am Wochenende morgens, wenn sie arbeitet abends. Sie schwimmt so ihre 20 Bahnen und genießt die Atmosphäre in Edesbüttel. „Die 50-Meter-Bahnen müssen unbedingt erhalten bleiben“, sagt sie mit Blick auf die geplante Sanierung.

Stegert hat das heimelige Freibad zwischen Dorf und Mittellandkanal lieb gewonnen. „Es ist so schön hier“, sagt sie. Das Becken ist groß genug für Schwimmer, die Jugendlichen können sich auf dem Bolzplatz austoben, es gibt keine permanente Musikberieselung. „Und wir sind eine herzliche Gemeinschaft“, sagt sie und macht sich auf dem Weg zur Dusche. Die 1000 Meter warten…

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