Stellen unbesetzt: Schmerzklinik am Helios Wittingen schließt

Wittingen.  Patienten, die eine multimodale Schmerztherapie brauchen, werden an andere Standorte verwiesen. Andere Klinikbereiche sind nicht betroffen.

Die Helios-Klinik in Wittingen.

Die Helios-Klinik in Wittingen.

Foto: Helios Klinikum

Die Schmerzklinik der Helios Klinik Wittingen wird geschlossen. Damit wird ab sofort keine stationäre multimodale Schmerztherapie mehr angeboten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilt, handele es sich dabei um eine unternehmerische Entscheidung, die Gründe lägen vor allem in der fehlenden Besetzung wichtiger Positionen. „Wir stehen selbstverständlich weiter zu unserem Versorgungsauftrag für die Region. Andere Bereiche unserer Klinik sind durch die Schließung der Schmerzklinik nicht berührt“, sagt Klinikgeschäftsführer Dr. Osman Mersinli.

Auch die Versorgung der Patienten der Schmerzklinik sei über die Schließung hinaus gesichert, indem sie bei Anfragen an andere Standorte verwiesen würden, an denen multimodale Schmerztherapien angeboten werden. Die betroffenen Mitarbeiter seien informiert. „Für eine Mitarbeiterin, der wir entsprechend ihres Ausbildungshintergrundes an unserem Standort keine andere Tätigkeit anbieten können, haben wir eine einvernehmliche Lösung gefunden“, so Dr. Mersinli. Die Schmerzklinik der Helios Klinik Wittingen verfügt über insgesamt acht Betten. 2018 und 2019 wurden im Durchschnitt etwa 165 Patienten pro Jahr vom Team der Schmerzklinik behandelt.

Bei den offenen Stellen handelt es sich auch um den Chefarztposten, wie eine Nachfrage unserer Zeitung ergeben hat. Erst im Januar war Dr. Kamayni Agawal als neue Chefärztin in der Schmerzklinik vorgestellt worden. Christian Becker, Regionalleiter Nord aus dem Bereich Unternehmenskommunikation und Marketing, teilt dazu mit: „Wir haben uns kürzlich von ihr getrennt. Die entsprechende Position nachzubesetzen, ist alles andere als leicht.“ Zudem sei Helios auf der Suche nach einem Psychologischen Psychotherapeuten. „Die Stelle ist seit Jahren nicht besetzt. Die ,Behelfskonstruktion’ mit einem niedergelassenen Therapeuten war nur vorübergehend und keine Dauerlösung“, so Becker weiter.

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