Papenteich-Politik feiert Didderses Glasfaser-Baustart

Didderse.  Alle sechs Gemeinden setzen parteiübergreifend auf eine Erschließung durch den Konzern Deutsche Glasfaser.

Die Gemeindebürgermeister und die Vorsitzenden der Samtgemeinderatsfraktionen sowie der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Konrad feierten mit Didderses Bürgermeister Randolf Moos den Baustart des Glasfasernetzes,  das über den gesamten Papenteich gelegt werden soll.

Die Gemeindebürgermeister und die Vorsitzenden der Samtgemeinderatsfraktionen sowie der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Stefan Konrad feierten mit Didderses Bürgermeister Randolf Moos den Baustart des Glasfasernetzes, das über den gesamten Papenteich gelegt werden soll.

Foto: Christian Franz

Echte Aufbruchstimmung herrschte in Didderse: Geradezu euphorisch feierten die Bürgermeister der sechs Papenteich-Gemeinden Adenbüttel, Meine, Rötgesbüttel, Schwülper und Vordorf mit ihrem Didderser Kollegen Randolf Moos den Baustart für das Breitbandnetz der Firma Deutsche Glasfaser. Diese Zukunfts-Infrastruktur soll sich auch nach den Vorstellungen der Fraktionsvorsitzenden im Samtgemeinderat binnen Jahresfrist über den gesamten Papenteich erstrecken, sofern die Bürger es wollen.

Flächendeckend und vor allem schnell wäre der Konzern unterwegs. Mit einer Mischung zwischen Erstaunen und Genugtuung nahmen die Politiker zur Kenntnis, dass das Unternehmen mit seiner generalstabsmäßigen Vorgehensweise die ungeförderten Gebiete mit mittelprächtiger Versorgung schneller erschlossen hätte als der Landkreis die bislang abgehängten Flächen mit kreisweit 37 Millionen Euro Staatssubventionen. Insgesamt zehn Millionen Euro würde Deutsche Glasfaser im Papenteich verbauen, um 8700 Hausanschlüsse zu verlegen.

Didderse wird noch dieses Jahr ans Glasfasernetz angeschlossen.

In Didderse hatten sich 57 Prozent der Haushalte für den kostenlosen Hausanschluss entschieden bei einer Schwelle von 40 Prozent. Nun entsteht im Dorf ein neun Kilometer langes Netz von Leerrohren, in das dann Glasfasern eingeblasen werden. Sechs Baukolonnen sind im Dorf tätig. Die Ringstraße ist bereits erschlossen. Bürgermeister Moos spricht für die Nutzer von einem „Rundum-Wohlfühl-Paket“.

Die Hürde liegt immer bei 40 Prozent der Haushalte.

Papenteichweit haben unterdessen alle Gemeinden Kooperationsverträge mit der Firma Deutsche Glasfaser geschlossen. Im nächsten Schritt geht es um die Interessenbündelung der Bürger, gilt doch die 40-Prozent-Anschlussschwelle für jede Kommune. Dafür gibt es umfangreiche Informationen. In Meine steht bereits ein Container als Anlaufstelle. Mittwochabend richtete die Deutsche Glasfaser eine Online-Videokonferenz aus. Projektleiter Christian Morag sagte: „Dort gestellte Einzelfragen beantworten wir individuell schriftlich.“

Viele Bürger warten seit Jahren auf Breitband-Internet.

Die Zuversicht unter den Gemeindebürgermeistern ist groß, ihren Bürgern den Sprung in die Digital-Ära ermöglichen zu können. In der Gemeinde Vordorf ringt die Bürgerinitiative i38533 seit Jahren um brauchbare Internetanschlüsse. Aus Schwülper berichtet Bürgermeister Uwe-Peter Lestin von Unterschriftenlisten mit Glasfaser-Forderungen aus mehreren Siedlungen und Baugebieten. Selbst bei seinem Besuch anlässlich einer Diamantenen Hochzeit sei der Internetanschluss Thema gewesen: „Das Ehepaar will die Glasfaser im Haus, allein um den Immobilienwert zu sichern.“

Die Firma Deutsche Glasfaser der Investorenfonds EQT (Schweden) und Omers (Kanada) will deutschlandweit für sieben Milliarden Euro bis zu sechs Millionen Glasfaser-Hausanschlüsse schaffen. Erst dieses Jahr schlossen sich die Netzanbieter Deutsche Glasfaser und inexio zusammen.

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