Sieben-Tage-Inzidenz steigt im Kreis Gifhorn auf 213,6

Gifhorn.  Samstag ein Höchstwert, Sonntag ein Höchstwert – der Kreis Gifhorn gehört landesweit zu den zwei am stärksten von Corona-Fällen betroffenen Kommunen.

Der Landkreis Gifhorn gehört seit dem Wochenende bei den Corona-Neuinfektionen zu den am stärksten betroffenen Landkreisen in Niedersachsen. Nur in der Grafschaft Bentheim ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 220,9 höher.

Der Landkreis Gifhorn gehört seit dem Wochenende bei den Corona-Neuinfektionen zu den am stärksten betroffenen Landkreisen in Niedersachsen. Nur in der Grafschaft Bentheim ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 220,9 höher.

Foto: Dirk Kühn / Screenshot

Zwei Menschen sind am Wochenende im Helios-Klinikum Gifhorn an den Folgen ihrer Corona-Erkrankungen gestorben. Bei gehörten zur Gruppe der älteren Mitbürger. Das teilte der Landkreis Gifhorn am Sonntagvormittag mit. Damit steigt die Zahl der im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorbenen Menschen im Landkreis Gifhorn auf 15.

Landesweit rangiert Gifhorn bei Neuinfektionen auf Platz 2

Erstmals überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Gifhorn am Sonntag die Marke von 200. Wie das Landesgesundheitsamt Sonntagvormittag berichtet, liegt die Inzidenz bei 213,6, ein Plus von 19,9 im Vergleich zum Samstag. Zu Wochenbeginn hatte der Wert 88,4 gelegen. Die Anzahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen beträgt 377. Insgesamt haben sich bisher 1693 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (+87). Durch das Gesundheitsamt Gifhorn getestet wurden 8.586 (+ 81).

Der Landkreis Gifhorn gehört seit dem Wochenende bei den Corona-Neuinfektionen zu den am stärksten betroffenen Landkreisen in Niedersachsen. Nur in der Grafschaft Bentheim ist die Sieben-Tage-Inzidenz mit einem Wert von 220,9 höher. Im benachbarten Landkreis Uelzen betrug die Inzidenz am Sonntag 23,8, im Landkreis Helmstedt 87,6, in der Stadt Wolfsburg 97,3, der Stadt Braunschweig 84,2 und im Landkreis Peine 84,6.

Im Gifhorner Helios-Klinikum werden aktuell 22 Menschen wegen einer Corona-Erkrankung behandelt. Fünf Betroffenen werden intensivmedizinisch versorgt, 17 liegen auf der Normalstation.

Erneut sind in zwei Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis Gifhorn Bewohner und Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Landkreis Gifhorn am Samstag berichtete, ist das Altenheim in Ohof betroffen.

Sechs Altenheime in den vergangenen zehn Tagen mit Corona-Fällen

Im Altenheim in Ohof sind vier Bewohner und zwei Mitarbeiter infiziert. In der Seniorenresidenz In den Meerwiesen in Groß Schwülper wurde ein Bewohner positiv getestet. Allein in den vergangenen zehn Tagen sind in kreisweit sechs Altenheimen Corona-Fälle aufgetreten. Dazu gehören das Gifhorner Christinenstift, das Friedrich-Ackmann-Haus mit 16 Fällen, die Seniorenresidenz Wesendorf (13) und das Pflegeheim für Volljährige in Schwülper (6).

Auch an den Schulen im Landkreis gab es erneut Corona-Fälle. In der Grundschule Calberlah wurden drei Lehrkräfte positiv auf das Coronavirus getestet. Für insgesamt vier Klassen sowie zwei weitere Schüler wurde eine Quarantäne bis zum 29. Dezember angeordnet. Eine weitere Klasse geht bis 30. Dezember in Quarantäne.

Am Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Meine wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Für eine betroffene Klasse des 10. Jahrgangs wurde eine Quarantäne bis zum 25. Dezember angeordnet. Die betroffenen Lehrkräfte wurden aufgrund des stetigen Tragens einer Mund-Nasen-Bedeckung der Kategorie 2 zugeordnet, berichtet die Kreisverwaltung. An der BBS 1 wurde ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Für die betroffene Klasse wurde eine Quarantäne bis 25. Dezember angeordnet.

In den vergangenen zehn Tagen gab es an insgesamt elf Schulen im Landkreis Corona-Fälle. Dazu gehören die Adam-Riese-Schule und die Grimm-Schule in Gifhorn, die Findorff-Schule in Neudorf-Platendorf, die Grundschule Isenbüttel, die Bonhoeffer-Realschule, die IGS Gifhorn, das Otto-Hahn-Gymnasium und das Gymnasium Hankensbüttel.

Erzieherin der Kita in Meinersen positiv getestet

Ähnlich ist die Situation in den Kindertagesstätten (Kita). Hinzu gekommen ist aktuell die Kita Meinersen. Dort wurde eine Erzieherin positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin wurde für die gesamte Kita (zwei Gruppen und Mitarbeiter) bis zum 30. Dezember eine Quarantäne angeordnet. In der Zehn-Tage-Bilanz sind sechs Kindergärten betroffen: In Gifhorn, Neubokel, Calberlah und Rühen.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Leserkommentare (5)