Podologin eröffnet mitten im Lockdown neue Praxis in Calberlah

Meike Mähler hat sich im Verwaltungsgebäude an der Calberlaher Hauptstraße niedergelassen. Der Terminkalender ist bereits proppevoll.

Bürgermeister Thomas Goltermann begrüßt Meike Mähler in den neuen Praxisräumen.

Bürgermeister Thomas Goltermann begrüßt Meike Mähler in den neuen Praxisräumen.

Foto: Daniela Burucker

In einer Zeit, in der das öffentliche Leben nahezu ruht und viele Geschäfte geschlossen sind, wagt Meike Mähler aus Allerbüttel einen Neustart. Mitten im zweiten Lockdown hat sie an der Hauptstraße eine podologische Praxis eröffnet. Ihr Vermieter ist die Gemeinde, die zuvor beinahe ein Jahr vergeblich versucht hatte, die Räume erneut zu Wohnzwecken zu vermieten.

Ein Platz für das Ortswappen aus Bleikristall, das Bürgermeister Thomas Goltermann der neuen Gewerbetreibenden zusammen mit einem Blumenstrauß überreichte, war schnell gefunden. „Rat und Verwaltung sind sehr froh über diese Lösung, in der wir eine sehr gute Ergänzung der medizinischen Versorgung sehen“, sagt er. „Die Räume boten sich an, weil sie vor dem Umbau in eine Wohnung bereits eine Arztpraxis beherbergt hatten und die Infrastruktur bis hin zum Patienten-WC vorhanden ist.“ Vom ersten Kontakt bis zur Eröffnung ist kein Vierteljahr vergangen.

„Wir arbeiten nur nach Attest oder ärztlicher Verordnung und sind so vom Lockdown nicht betroffen“

Die Podologin kann sofort starten. „Wir arbeiten nur nach Attest oder ärztlicher Verordnung und sind so vom Lockdown nicht betroffen“, berichtet sie. Mähler, die bereits 20 Jahre lang in Braunschweig eine Praxis geführt hat und von dort etliche Patienten mitbringt, startet mit einem gut gefüllten Terminkalender. Dafür hat die Mundpropaganda gesorgt. „Das Telefon klingelte oft und für die ersten 14 Tage sind die Termine weg“, berichtet Mähler, die vorerst allein arbeitet. „Ich bin auf der Suche nach einer Mitarbeiterin, die auch Hausbesuche machen soll“, sagt sie.

Zudem möchte sie eine Praktikantin beschäftigen. „Das hier weitere Arbeitsplätze entstehen, war ein Grund für unsere Zustimmung“, sagt Goltermann. Ein Beweggrund für die Suche nach Praxisräumen vor der Haustür war der Wunsch der 58-Jährigen nach mehr Lebensqualität durch einen kürzeren Arbeitsweg. Wichtig ist ihr klarzustellen, dass in ihrer Praxis keine Fußpflege, sondern medizinische Pflege und Behandlungen erkrankter Füße erfolgt.

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