Umfrage: Der Krippenbedarf wächst, die Mütter werden älter

Isenbüttel  Der Jugendausschuss der Samtgemeinde Isenbüttel hört die Ergebnisse der jüngsten Elternbefragung.

Krippengruppe im St.-Marien-Kindergarten in Isenbüttel.

Krippengruppe im St.-Marien-Kindergarten in Isenbüttel.

Foto: Silberstein

151 von 154 Familien, die im vergangenen Jahr in der Samtgemeinde Isenbüttel Nachwuchs bekommen haben, haben Marion Büchler und Cemile Gökkus für die jährliche Befragung persönlich besucht. Das berichtete Stefan Prekale von der Verwaltung im jüngsten Samtgemeinde-Jugendausschuss. Die Angaben zum Betreuungsumfang für die Kinder in den Krippen und Kindergärten stimme wenig mit dem tatsächlichen Anmeldeverhalten überein, aber aus der Gesamtheit der Angaben lassen sich wertvolle Rückschlüsse ziehen.

Eltern sind zufrieden mit Kitas

Zuerst das durchweg Positive: „Die Zufriedenheit der Eltern mit unseren Kindertagesstätten ist sehr hoch“, heißt es in einem Fazit der Verwaltungsvorlage. Der Bedarf an Krippenplätze steige stetig. Vor allem sinke der Altersschnitt der Kinder beim geplanten Einstieg: von 2,17 Jahren im Vorjahr auf 2,14 Jahre. Immer mehr Kinder sollen nach dem Wunsch ihrer Eltern schon ab einem Alter von 6 Monaten bis 1,5 Jahren die Krippe besuchen (43-mal gewünscht). 47 Elternpaare wollen ihr Kind erst später in die Krippe bringen, 57 planen erst einen Kindergartenbesuch im Alter ab drei Jahren. Ob die neu geschaffenen Krippengruppen auf Dauer ausreichen, müsse sich zeigen, so Prekale. Die Mütter in der Samtgemeinde Isenbüttel sind dagegen älter geworden: Das Alter bei Feststellung ihrer ersten Schwangerschaft liegt bei durchschnittlich 28,37 Jahren (2016: 27,84). Fünf Mütter waren jünger als 20 Jahre.

Konzepte sind vielen zweitrangig

Wenig begeistert waren die Ausschussmitglieder von dieser Feststellung in der Befragung: „Pädagogische Konzepte und Trägervielfalt spielen bei den Eltern eine deutlich untergeordnete Rolle.“ Für 120 der 151 befragten Familien sei dies nicht von Bedeutung. Und: Immer mehr Familien machten zu einzelnen Fragen keine Angaben. Daher sei „davon auszugehen, dass die vertrauensvolle Kontaktaufnahme zwischen Familie und Babybotschafterin in Zukunft schwieriger werden wird“, heißt es in der Vorlage.

Umso dringlicher sei es, am Ball zu bleiben. Die beiden Botschafterinnen Marion Büchler und Cemile Gökkus haben ihre Tätigkeit mit der jüngsten Auswertung beendet. Aber Prekale hatte bereits Gespräche mit Nachfolgerinnen.

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