Isenbüttel soll wachsen, aber nicht nach Süden

Isenbüttel.  In welche Richtung soll Isenbüttel in Zukunft wachsen, falls neue Baugebiete ins Gespräch kommen sollten? Nach Süden jedenfalls nicht.

Entwicklungsplan der Gemeinde Isenbüttel.

Entwicklungsplan der Gemeinde Isenbüttel.

Foto: Samtgemeinde Isenbüttel

In welche Richtung soll Isenbüttel in Zukunft wachsen, falls neue Baugebiete ins Gespräch kommen sollten? Nach Süden jedenfalls nicht – das war ein Ergebnis aus den Beratungen im Gemeinde-Bauausschuss am Mittwochabend.

Die Samtgemeinde, die für die Flächennutzungspläne zuständig ist, erwartet von der Gemeinde eine Stellungnahme, ob zum städtebaulichen Entwicklungskonzept, das im vergangenen Jahr vorgestellt wurde, Änderungen gewünscht sind. Das sah zunächst danach aus: „Wir hatten doch einen Ratsbeschluss vom März, den Flächennutzungsplan für den Mausoleumsweg zu ändern“, merkte Frank Nisius (CDU) an. „Der Plan wurde nicht geändert, weil ein Besitzer nicht bereit war, zu verkaufen. Das machte keinen Sinn“, antwortete Gemeindedirektor Klaus Rautenbach.

Frederick Meyer (CDU) vermisste dagegen mögliche Baugebietsflächen im Süden Richtung Wasbüttel – „wäre es nicht sinnvoll, die auch mit einzubauen?“ Sein Antrag scheiterte aber bei einem 2:2-Patt bei zwei Enthaltungen im Ausschuss. Axel Lackmann (SPD): „Dann würde das Dorf immer länger.“ Auch Holger Schmidt (SPD) plädierte eher für ein künftig runderes Dorf als für den bestehenden „Knochen“. Willi Ladwig (Grüne) fand ohnehin, „dass wir schon genug Flächen ausgewiesen haben“.

Ein Baugebiet ist zurzeit in Planung: „Allerkamp II“. Dazu wurden die Ausschussmitglieder und Bürger auf den neusten Stand gebracht. 18 Wohneinheiten sollen dort im Rahmen des Genial-Projektes (Gemeinsames Wohnen) entstehen, eine Pflegeeinrichtung der Diakonie sowie zusätzliche Einfamilien-, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser. Welche und wie viele ist noch offen.

„Es besteht die Absicht, (...) für das gesamte Gebiet zu untersuchen, ob und wie für den gesamten Gebäudebestand ein hoher ökologischer Standard vorgegeben werden soll, um zum einen dauerhaft die Kosten für Energie zu begrenzen, aber auch, um einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele zu leisten“, heißt es in der Vorlage zur Sitzung. Bislang stünden eine zentrale Energieversorgung und die Nutzung von Sonnenenergie in der Diskussion. Den Klimaschutz müsse man im Auge behalten, meinte Elisabeth Krull (IWG), aber von einer zentralen Energieversorgung, beispielsweise von einem Blockheizkraftwerk, war sie wie Frederick Meyer nicht überzeugt. Meyer: „Die Grundstücke werden schon recht teuer. Weitere Auflagen hält viele davon ab, zu bauen. Auch Otto Normalverbraucher soll es sich leisten können.“

Zusätzliche Kosten werden vermutlich auch für einen Lärmschutz entstehen. Denn schalltechnische Untersuchungen haben ergeben, dass es von Seiten der Bahnlinie, der Straße Allerkamp und des Jugendplatzes zu laut werden könnte. Nach Vorlage könne dagegen ein Tempolimit auf der Straße helfen. Rautenbach bestätigte, dass auch das Versetzen des Ortsschildes in Betracht gezogen werden könne, weil es dann beidseitige Bebauung gebe.

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