Monkeyman sagt Tankumsee tschüss

Isenbüttel.  Steht der „Kristallturm“ am Tankumsee schon vor dem Bau vor dem Aus? Der Betreiber vom Vorhaben „Kletterturm am Tankumsee“ ist zurückgetreten.

Dort, wo die Rutsche einst stand, soll der Kristallturm aufgebaut werden. 

Dort, wo die Rutsche einst stand, soll der Kristallturm aufgebaut werden. 

Foto: Stefan Lohmann

Steht der „Kristallturm“ am Tankumsee schon vor dem Bau vor dem Aus? Wie Fatih Türk von der No-Limit-GmbH (Monkeyman Hochseilgarten) in einer Pressemitteilung mitteilte, sei der Betreiber vom Vorhaben „Kletterturm am Tankumsee“ mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

„So gern wir auch dieses Vorhaben mit Verantwortung die nächsten 20 Jahre durchgeführt hätten, sind die hier erlebten Ereignisse zur Realisierung des Vorhabens untragbar.“ Die Umsetzung werde „weder professionell noch rechtlich sicher durchgeführt“, erklärt Türk. Weiter heißt es: „Im Frühjahr 2018 wurde verkündet und garantiert, dass die Eröffnung im Sommer 2018 erfolgen wird. Bis heute liegt weder eine Baugenehmigung vor noch ein konkretes Datum für die Eröffnung. Dieses verantwortungslose Vorgehen belastet uns als kleine Firma unverhältnismäßig und drängte uns in finanzielle Schwierigkeiten.“

Trotz mehrmaliger Versuche, eine Lösung zu finden, sei den möglichen Betreibern mitgeteilt worden, dass keine Verantwortung von den Verursachern übernommen werde. Es sei „ein beispielloses Vorgehen“. „Wir bedauern, aus diesem Vorhaben aussteigen zu müssen und arbeiten nun mit Hochdruck daran, unseren Schaden zumindest über den Rechtsweg zu kompensieren“, so Türk.

Für den Landkreis als Hauptgesellschafter kam die Nachricht offenbar überraschend: „Der Rücktritt erreicht uns zu einem Zeitpunkt, an dem die bebauungsplantechnischen Voraussetzungen erstellt und die politischen Entscheidungswege vor Ort für die Realisierung des Kletterturmes positiv zu bewerten sind“, teilt Pressesprecherin Sina Sosniak im Namen von Landrat Andreas Ebel mit. Die Erklärung werde nun juristisch überprüft. Sie betont, dass der Rücktritt, dessen Wirksamkeit dahingestellt sei, nicht zu einem Aus für das Projekt führe. „Gegebenenfalls muss ein neuer Betreiber gesucht werden.“

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