Einbrecher töten 150 Kilogramm schweren Vogel Strauß

Schönewörde  Die Unbekannten brechen in einer Straußenfarm bei Schönewörde ein und lassen das tote Tier dann doch zurück.

Unbekannte töten eine Straußenhenne und lassen sie einfach liegen.

Foto: Jens Büttner/dpa

Unbekannte töten eine Straußenhenne und lassen sie einfach liegen. Foto: Jens Büttner/dpa

Die Tat der Einbrecher kann David Kröger (34) aus Schönewörde nicht begreifen – „das ist nur schwer erklärlich!“ Die Unbekannten haben am späten Mittwochabend gegen 22.45 Uhr einen seiner Vogel Sträuße getötet und waren offenbar im Begriff, das tote Tier in ein Auto zu verladen, als sie gestört wurden und flüchteten.

„Sie haben das Tier auf der Wiese getötet“, so Kröger, „wie es aussieht, ohne Betäubung.“ Der Züchter, der zusammen mit Bruder und Vater bereits rund 40 Tiere sein Eigen nennt, vermutet, dass es den Einbrechern allein um das Fleisch ging.

Wenigstens zwei Täter seien wohl nötig gewesen, um den Kadaver mehr als 50 Meter bis zu einem Privatweg zu schleppen, der an die Kreisstraße 31 angrenzt. „So ein Tier wiegt bis zu 150 Kilogramm, das schafft niemand allein.“

Eine Passantin habe Kröger auf die Tat aufmerksam gemacht. Als er zur Weide kam, sah er, dass die Tore aufgebogen waren. Auch am Stall hätten sich die Unbekannten versucht. Was die Täter offenbar nicht wussten: Mit dem Betreten des Geländes befanden sie sich in großer Gefahr: „Strauße verteidigen ihr Revier“, so Kröger. Sie seien nicht nur furchtbar schnell und könnten ordentlich treten, sondern Menschen auch schwer verletzten: „Man sagt, ihre Krallen können Löwen töten.“ Krögers haben überall an den Zäunen Warnschilder angebracht – die haben die Einbrecher wohl übersehen oder ignoriert.

Der Schaden hätte noch größer sein können. Denn theoretisch hätten bei den aufgebrochenen Toren auch ein paar Tiere entwischen können – sind sie aber nicht. Das getötete Tier gehörte zum ersten Schwung von Küken, mit denen Krögers ihre Zucht vor zweieinhalb Jahren begannen. Nun will sich die Familie nicht entmutigen lassen: „Wir sind immer noch im Aufbau und lassen uns nicht unterkriegen.“

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