Über Zuschuss an den TSV Hillerse befindet allein der Rat

Hillerse.  Der Hillerser Sportausschuss gab keine Empfehlung ab. Das Thema wurde nach langer Diskussion zurück an die Fraktionen verwiesen.

Bei einer anderen Angelegenheit als der Ausschusssitzung zeigte Heinz Gerono eine Luftbildaufnahme der Sportplatanlage.

Bei einer anderen Angelegenheit als der Ausschusssitzung zeigte Heinz Gerono eine Luftbildaufnahme der Sportplatanlage.

Foto: BZ-Afrchiv / Alisch

Welche Ausgaben der Vereine sollte die Gemeinde aus Steuermitteln bezuschussen und welche nicht? Auf die politische Agenda kam diese Frage durch einen Antrag des TSV Hillerse auf Erhöhung der Zuschüsse für die Platzpflege, der im Kultur- und Sportausschuss sehr kontrovers diskutiert wurde.

Der Sportverein möchte 1500 Euro mehr als bisher für die Pflege der von der Gemeinde gepachteten Anlage haben. Die Politik hatte im Vorfeld dazu erhellende Zahlen, Daten und Fakten gefordert, die den Mehrbedarf erklären sollten.

Was das Team um Kassenwart Lars Dürkop vorgelegt hatte, reichte dem Gremium auch nach 45 Minuten Debatte für ein Votum nicht aus. „Die Entscheidung fällt der Rat“, stellte Ausschussvorsitzender Philipp Raulfs (SPD) fest. Zuvor hatte Ivonn Lütge (CDU) gewarnt: „Wir wecken damit Begehrlichkeiten bei den anderen Vereinen.“

Ohne Debatte durchgewinkt der 1000-Euro-Zuschuss für die Reparatur der Solarthermieanlage auf dem Dach des Sportheimes. Zudem soll der Kleingartenverein 350 Euro für die Teicherneuerung erhalten und der SV Volkse-Dalldorf zusätzliche 250 Euro für Betriebskosten des Mähroboters bekommen. Statt einer Flutlichtanlage, möchte der Verein eine Beregnungsanlage errichten. Bereits bewilligte Zuschüsse der Gemeinde sollen in das neue Vorhaben fließen.

Einstimmig versammelte sich die Politik hinter dem SPD-Antrag, wonach die Verwaltung auflisten soll, welcher Sanierungsbedarf bei gemeindeeignen Liegenschaften besteht. Zudem sollen ab 2021 jährlich 30.000 Euro für deren Beseitigung im Etat platziert werden.

„Die Entscheidung über die Maßnahmen trifft allein die Politik“, stellte Raulfs klar.

Die Sozialdemokraten sorgen sich auch um die Zukunft des Osterfeuers, sobald die Netto-Fläche nicht mehr dafür genutzt werden kann. „Die Gemeinde sollte für das Osterfeuer eine Fläche pachten und dafür sollten wir jährlich 500 Euro im Haushalt einplanen“, erläuterte Raulfs, der das Gremium bei dieser Idee komplett hinter sich hatte.

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