Trauer um den „Meister des Lichts“

Der dänische Architekt Henning Larsen ist tot.

Skandinavische Leichtigkeit, das Zusammenspiel von Licht und Raum prägte die Bauten des dänischen Architekten Henning Larsen. In seiner Heimat wurde er respektvoll als „Meister des Lichts“ bezeichnet. Auch in Deutschland erhielt er renommierte Aufträge – etwa für die Münchner Siemens-Zentrale, die derzeit gebaut wird. Mit 87 Jahren starb Larsen in Kopenhagen.

Er erhielt neben vielen anderen Preisen 2012 den „Nobelpreis der Künste“, den Praemium Imperiale für Architektur. In diesem Jahr wurde er für das Konzerthaus in Reykjavik mit dem Mies-van-der-Rohe-Preis ausgezeichnet.

Sein Name steht für eine Reihe von bedeutenden Bauwerken, nicht nur in Skandinavien. Das Außenministerium in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad gilt als sein Hauptwerk, mit dem ihm 1984 der Durchbruch gelang. In dem festungsartigen Gebäude vereint er islamische und europäische Bautraditionen.

„Seine Art zu arbeiten, so dass sich der Raum mit Licht füllt und man ganz ruhig wird und sich wohlfühlt, das ist es, was er besser kann als andere“, sagt die dänische Architektur-Professorin Lene Dammand Lund.dpa

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