„Hebammen brauchen viel mehr Unterstützung“

Eine Hebamme untersucht eine schwangere Frau.

Eine Hebamme untersucht eine schwangere Frau.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Zu „Hebamme: Ich schreibe jeden Tag Absagen“ vom 7. März:

Vielen Dank für den Artikel über die Lage der Hebammenversorgung. Es ist wichtig, dass diese Problematik endlich mehr thematisiert wird. Allerdings finde ich, dass der Artikel die Problematik nicht ausreichend genug beleuchtet hat. Denn ich glaube nicht, dass eine Akademisierung der Hebammenausbildung allein genügend Anreize schafft, um den Hebammenberuf zu ergreifen.

Vielmehr schrecken doch die immens hohen Haftpflichtversicherungskosten, der immer höher werdende bürokratische Aufwand, die stetig wachsende Arbeitsbelastung und die schlechte Vergütung der Hebammenleistungen ab. Dies spiegelt sich in der gesamten Situation der Geburtshilfe wider. Ein Krankenhaus erleidet wirtschaftliche Verluste durch eine interventionsfreie natürliche Geburt.

Was sagt das über unser „Gesundheitssystem“ aus? Hebammen brauchen viel mehr Unterstützung. Sie stellen sicher, dass eventuelle Risiken für Mutter und Kind so gering wie möglich gehalten werden. Vielen Dank an jede Hebamme, die diesen Job trotz der widrigen Umstände weiterhin ausübt!

Anna Loewe, Braunschweig

Zu „Gericht stoppt Windparks bei Hannover - Kippt Ausbau bei uns?“ vom 7. März:

Auch nach der dritten Offenlage mit weiterer Reduzierung der Fläche ist es mir nicht zu erklären, wieso Süpplingen 1 nicht gestrichen wurde. Die Widerstände seitens der Bürger und ihrer Vertreter in Kommunen und Kreis sind so stark – das kann man nicht ignorieren. In dieser Achse (Elm-Dorm, Königslutter-Süpplingen, Lelm-Groß Steinum) 200 Meter hohe Windräder hinzustellen, ist mit uns Bürgern, die in dieser Umgebung und Kultur seit Generationen leben, nicht zu machen. Die Beeinträchtigungen (Infraschall, Sichtachse, Naturschutz und so weiter) rechtfertigen nicht, immense öffentliche Gelder auszugeben, die in keiner Weise den Nutzen bringen, den man sich erhofft.

Wieso muss immer nur Niedersachsen und unsere Region (Atommüll-Entsorgung, Abfallwirtschaft und jetzt auch noch Verschandelung unserer Natur) für solche Maßnahmen herhalten? Schauen wir uns die Gegend mal aus erhöhter Sicht an und stellen wir uns diese monströsen Bauten, die alles überragen, was hier sonst zu sehen ist, vor. Dann muss man das ablehnen.

Rolf Breitling, Königslutter

Auch zu diesem Thema:

Einen Weg fernab von Vernunft und Realitätssinn hat die deutsche Politik mit der Windkraft beschritten und geht ihn unbeirrt und unverdrossen, wider besseren Wissens, weiter.

Mit seinem Verweis auf seine angebliche Alternativlosigkeit zur Rettung des Weltklimas werden Landschaften ruiniert, obwohl ersichtlich ist, dass die gesetzten Ziele unerreichbar sind.

Windkraft ist nicht verlässlich und gefährdet die Versorgungssicherheit; die notwendigen Speichermöglichkeiten wird es in lang absehbarer Zukunft nicht geben. Für diesen Wahnsinn zahlt die Bevölkerung einen sehr hohen Preis, merkwürdigerweise ohne Murren. Der Protest kommt letztlich nur aus jenen Kreisen, die durch Überplanung ihrer Umgebung mit Windkraftanlagen plötzlich eine Betroffenheit realisieren – wie jetzt in unserer Region, wo der Regionalverband Großraum Braunschweig einen Beschluss über die Installation von Windkraftanlagen vorbereitet hat.

Die Anlagen sind auf große Entfernung sichtbar – das ist der weiträumige Ruin von Natur- und Kulturlandschaften. Wer so argumentiert, riskiert seine Glaubwürdigkeit, auch in der Bewertung anderer Probleme. Ungeklärt sind etwa Fragen der Gesundheitsgefährdung des Menschen.

Harald Binroth, Königslutter

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