„Das Geld für Helmstedt ist mehr als gerechtfertigt“

Die Luftaufnahme zeigt das Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon mit dem Braunkohle-Tagebau (Archivbild).

Die Luftaufnahme zeigt das Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon mit dem Braunkohle-Tagebau (Archivbild).

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Zu „Helmstedt erhält mehr als
100 Millionen Euro“ vom 10. Mai:

Es zahlt sich also aus, mit Nachdruck auf den Tisch zu klopfen, um sich für eine durch Strukturwandel und politische Rahmenbedingungen benachteiligte Region Gehör zu verschaffen. Den Beschlüssen zum Kohleausstieg folgend, musste das Kraftwerk Buschhaus im traditionell von der Braunkohleförderung lebenden Helmstedter Revier als erstes vom Netz gehen. Wenn also das Bundeskabinett in Kürze beschließt, der in mancherlei Hinsicht benachteiligten Elm-Lappwaldregion mit einem dreistelligen Millionenbetrag unter die Arme zu greifen, ist das mehr als gerechtfertigt. Allerdings löst die beispielhaft genannte direkte Bahnverbindung von Helmstedt nach Wolfsburg nicht einmal bei mir Begeisterung aus. Mit einem Lückenschluss an der Weddeler Schleife müsste dort ein mit hohen Kosten und Sicherungsauflagen verbundenes Gleisdreieck entstehen, was bahnbetrieblich wenig sinnvoll ist. Sinnvoller ist es, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln die Lücke der Südelmbahn zwischen Schöningen und Alversdorf wieder zu schließen.

Hans-Dieter Lewandowski,
Schwülper

Zu „,Die EU sollte selbst Steuern erheben’“ vom 11. Mai:

Ein lesenswertes Interview war das. Leider wurde versäumt, Frau Baerbock zu fragen, wie sie denn die Stellung Europas in der Welt der wirklich Großen – also China, den USA und Russlands – bewertet und welche Vorschläge sie dazu zu machen hat. Diese Fragen sind für Europa überlebenswichtig und sicher bedeutsamer als die Fragen von Fernreisen oder Mindestlohn in Rumänien.

Dietrich Oetjen Wolfenbüttel

Zum Leserbrief „,Artensterben nicht allein wegen Glyphosat’“ vom 10. Mai:

Als ebenfalls über 50-Jähriger möchte ich dem Autor zustimmen. Meine Beobachtungen decken sich vollständig mit dem, was er aussagt: fehlende Misthaufen, keine Fliegenlarven, keine Vögel. Nur dort, wo es noch Viehweiden gibt, findet man Schwalben. Wo renovierte umgebaute Resthöfe sterile Gartenanlagen bekommen, geht die Artenvielfalt zurück.

Henning Köneke, Eicklingen

Zu „Forderung nach neuer Nationalhymne“ vom 10. Mai:

Welch eine Betonwand noch immer in den Köpfen von linken Politikern, wenn es doch um unser endlich vereintes Deutschland geht. Aus welchen Gründen auch immer bemüht der linke Ministerpräsident Ramelow nun schon die Nationalhymne, um Gerechtigkeit für unsere Mitbürger in der ehemaligen DDR einzufordern? Es sollte ihm klar sein, dass er unsere Hymne mitsingen darf, nicht muss. Und er darf für sich allein auch die DDR-Hymne erklingen lassen. Ob er dabei ebenfalls die vielen Menschen ausblendet, die in der ehemaligen DDR politische Verfolgung und Leid erfahren haben?

Johanna Meyer, Braunschweig

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