Radfahrer haben keine Lobby

Unklar ist die Zukunft der Groß Lafferder Grundschule.Foto: Archiv

Unklar ist die Zukunft der Groß Lafferder Grundschule.Foto: Archiv

Zum Artikel „Befestigung kommt nicht vor Ende September“ über ein derzeit unbefestigtes Teilstück zwischen Niemodlinstraße in Vechelde und der Brücke nach Wahle:. Bedauerlicherweise verfügen die Fußgänger und Radfahrer in der Gemeinde Vechelde über keine Lobby – sie dürfen zwar Steuern zahlen, haben aber ansonsten keinen Einfluss auf das Geschehen in der Gemeinde.

Was die Tiefbauarbeiten betrifft, so schlummern die Berge von Baumaterial friedlich vor sich hin, ab und zu bewegt sich dort eine Baumaschine, und tatsächlich wurde auf der Schotterpiste zwischen Niemodlinstraße/Einmündung Einkaufszentrum und Fußgängerbrücke nach Wahle ein schmaler Streifen Kiessand eingerichtet.

Wenn die Arbeiten (Tiefbauarbeiten) in diesem Tempo vorangehen, werden die Bürger im September nicht die Fertigstellung /Befestigung der restlichen Meter der Straße erleben, wohl aber den Jahrestag des Beginns der Bauarbeiten genüsslich begehen können.

Ingeborg Weigert, Vechelde

Ortschaften ohne Schule werden geschwächt

Zur Diskussion über die Zukunft der Grundschulstandorte Groß Lafferde, Gadenstedt und Adenstedt:

Bedenken Sie: Es hängen auch Arbeitsplätze und Existenzen von dieser Entscheidung ab – etwa Familienbetriebe weiter zuführen oder Firmen zu gründen, weil man eine positive Perspektive hat. Ortschaften ohne Schule werden wirtschaftlich geschwächt und auch im Vereinsleben beeinträchtigt. Da bereits einige Dörfer in der Gemeinde Ilsede diese schmerzliche Erfahrung gemacht haben, kann man hieraus lernen.

Im Vordergrund sollten die Infrastruktur und das Wohl der Ortschaften der Gemeinde stehen: Familienleben ist im Wandel. In Dörfern, in denen es eine gesunde Struktur gibt und Menschen sich gut integrieren, lebt man gern. Man trifft sich und lebt zusammen und das macht das Dorfleben lebenswerter.

Wir sollten den demografischen Wandel und die aktuelle Altersstruktur der Gemeinde berücksichtigen (zum Beispiel hat die Gemeinde Ilsede zurzeit einen hohen Anteil älterer Menschen). Es sollte klar sein, dass dies wichtig ist: Um eine gesunde Altersstruktur zu erhalten, müssen unsere Dörfer attraktiv für junge Menschen bleiben.

Da in allen Orten gerade Baugebiete ausgewiesen werden, ist es wichtig, den Eltern eine gute Perspektive und Planung zu geben. In Ortschaften wie Groß Lafferde, in denen es eine Krippe, einen Kindergarten und eine Grundschule sowie viele Vereine und eine Kirche gibt, ziehen Familien mit mehreren Kindern und junge Menschen gern. Ihre Kinder sind hier behütet und können sehr selbstständig aufwachsen.

Die Mitglieder unseres Gemeinderates wohnen und leben wie wir in unserer Gemeinde und sollten das Beste für die Menschen tun, die hier leben, um die Zukunft aller Ortschaften in der Gemeinde Ilsede positiv zu gestalten. Unsere Dörfer haben ein hohes Potenzial, da wir alle mehr als 1900 Einwohner haben. Es ist eben nicht nur eine Schule, die mal eben dichtgemacht wird.

Simone Hanisch, Groß Lafferde

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