Offene Arbeit wird zu oft missverstanden

Zum Artikel „Kritik an offener Gruppenarbeit“ vom 26 Januar.  :

Grundsätzlich freuen wir uns über einen Artikel, der sich mit pädagogischen Konzepten auseinandersetzt. Es ist gut und wichtig, dass sich Eltern Gedanken machen, in welche Einrichtung ihr Kind soll und sich persönlich informieren, wie dort gearbeitet wird. Wir können es nachvollziehen, dass Eltern viele Fragen hinsichtlich der „offenen Arbeit“ haben. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet das Team der Arche Noah nach diesem Konzept. Leider halten sich alle Vorurteile über diese Form der pädagogischen Arbeit mit Kindern hartnäckig.

Die offene Arbeit ist ein inklusives Konzept und damit zurzeit mehr denn je in unsere gesellschaftliche Diskussion eingebunden. Egal, ob Eltern ihr schüchternes, lebhaftes, bastelfaules oder sprachbegabtes Kind in eine offene Kindertagesstätte (Kita) geben – der Auftrag bleibt bei allen Kindern gleich. Es geht in diesem Konzept darum, für jedes Kind die Lernumgebung zu entwickeln, die es braucht, um den angeborenen „Lernmotor“ am Laufen zu halten. Diese Fähigkeit bildet das Fundament für eine gesunde geistige, körperliche und emotionale Entwicklung. Dazu braucht ein Kind keine festen Gruppen. Dazu braucht es Menschen um sich herum, die liebevoll und aufmerksam ihre „Spuren“ lesen können. Und wenn Eltern und Kita dann noch erziehungspartnerschaftlich miteinander umgehen, ihre Beobachtungen austauschen und gemeinsam Ideen zur Entwicklungsförderung kreieren, dann sind die Kinder die großen Gewinner dieser Form der Arbeit. Gern lädt das Team der Arche Noah Interessierte ein, sich einen Eindruck der offenen Arbeit bei uns zu machen. Gern nehmen wir uns die Zeit, alle Fragen zu beantworten.

Birgit Beyer und Britta Knorr,

Leitungen der Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Vechelde

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