Dorfleben statt Busfahren

Zu „Müssen Grundschulen schließen?“ vom 24 Februar erreichte uns folgender Leserbrief:. Die Frage des Schulstandortes für die Ortschaften Woltorf, Dungelbeck und Schmedenstedt alleine an den Themen Ganztag und Inklusion festzumachen, greift zu kurz. Denn Dorfschulen sind mehr als nur eine Bildungseinrichtung, sie sind Teil eines lebendigen Gemeinwesens.

Kinder, denen erspart bleibt, in den Anfangsjahren ihrer Schulzeit kilometerweit zur nächstgrößeren Schule transportiert und damit aus ihrem Lebensumfeld herausgerissen zu werden, identifizieren sich stärker mit ihrem Lebensmittelpunkt und entwickeln eine größere Ortsverbundenheit. Davon profitieren Kindergarten, Kirche, Feuerwehr, Vereine und andere Aktivitäten im Ort. Das macht das Dorf attraktiv für Jung und Alt und fördert den Zuzug von neuen Bürgern, wie es bei mir selbst der Fall war. Wenn im Zuge einer angestrebten Zentralisierung die Schulen in unseren Dörfern leer stehen oder gar verfallen, trifft es auch bald den Rest.

Wenn die Stadt Peine nicht will, dass die ihr umliegenden Ortschaften zu Schlafstätten verkommen, sondern lebendig bleiben, sollte sie die verlässlichen Grundschulen in den Ortschaften mit Mittagstisch und Hausaufgabenbetreuung beibehalten und stärken.
Beate Ebbers, Woltorf

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