Die unsichere A 39

Die machen doch sowieso, was sie wollen, die Politiker! Wir haben keine Chance! Derlei Empörung war bei der A39-Debatte im Kreis Gifhorn von den Bürgern zu hören – von denen, die einst neben der A 39 wohnen sollen. Aber nur anfangs. Denn der grüne Bundespolitiker Anton Hofreiter erzählte ihnen zwar nichts grundlegend Neues. Natürlich ist kein Bauprojekt „sicher“, solange es nicht tatsächlich gebaut ist. Aber er weckte in den A39-Gegnern tatsächlich so etwas wie Kampfgeist – und zwar auf humorige Art: „Organisieren Sie ihren Widerstand so, dass er Spaß macht. Dann haben Sie auf alle Fälle etwas davon“, sagte er.

Aber der Grüne hat berechtigte Fragen aufgeworfen. Etwa: Wozu braucht man die A 39 eigentlich? Darüber sollte tatsächlich Klarheit herrschen, bevor eine Milliarde Euro ausgegeben wird. Die Befürworter – wie Angelika Jahns von der CDU – sagen, VW brauche die Autobahn. Warum teilt das der Konzern eigentlich nicht selbst mit? Da werden Nutzen-Kosten-Berechnungen ins Feld geführt: 1,7 Milliarden Euro soll die A 39 unserer Region bringen. Aber welchen Glauben darf man solchen Summenspielchen schenken, wenn schon Baukostenberechnungen regelmäßig in die Hose gehen? Eines ist wohl klar: Sicher ist bei der A 39 noch nichts.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder