SPD: Schülerticket für einen Euro am Tag als Monats-Abo

Braunschweig.  Die Partei greift einen Wunsch der Schülerräte auf. Der Regionalverband müsste einen Zuschuss von 3,1 Millionen pro Jahr zahlen. Start soll im Sommer sein.

Schüler steigen in Braunschweig in eine Straßenbahn.

Schüler steigen in Braunschweig in eine Straßenbahn.

Foto: Bernward Comes

Die SPD treibt das geplante Schülerticket für die ganze Region von Gifhorn bis Goslar weiter voran. Der SPD-Bezirksvorstand will sich geschlossen für ein einheitliches 30-Euro-Monatsticket ab dem Schuljahr 2020/2021 einsetzen.

Der Beschluss über eine regionsweite kostengünstige Schülerkarte wird in der Verbandsversammlung des Regionalverbands Großraum Braunschweig am 5. Dezember 2019 getroffen. Zwischen sämtlichen Fraktionen herrscht grundsätzliche Einigkeit über ein Schülerticket. Die Verbands-Verwaltung favorisiert jedoch wie einige Fraktionen eine 365-Euro-Jahreskarte. Diese würde etwa zwei Millionen Euro an Zuschüssen bedeuten. Der Verband will das Geld zahlen. Eine 30-Euro-Monatskarte würde jedoch einen Zuschuss von 3,1 Millionen Euro bedeuten.

Ein Jahresabo kommt für die Sozialdemokraten aber nicht in Frage, hieß es in einer Mitteilung des SPD-Bezirks. Der Landtagsabgeordnete Christos Pantazis, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Braunschweig, sagte: „Wir verfolgen das Ziel, junge Leute an den ÖPNV als klimafreundliche Mobilität zu binden. Damit das Ticket attraktiv ist, muss es flexibel genutzt werden und nach Bedarf gekauft werden können. Daher sprechen wir uns deutlich für eine Monatskarte aus.“ Die SPD-Fraktion stellt die meisten Mitglieder in der Verbandsversammlung. Auch die Grünen dürften für ein Monatsticket sein.

Die Stadtschülerräte Braunschweig und Wolfsburg sowie der Jugendring aus Wolfsburg und Braunschweig forderten bereits zusammen vehement Monats-Abos. Viele Schüler bräuchten die Tickets vor allem im Winter. Ein Jahres-Ticket sei daher zu teuer.

Das Ticket soll auch in den Ferien und an Wochenenden gültig sein und maximal einen Euro pro Tag kosten. Sämtliche etwa 135.000 Schüler und Berufsschüler zwischen Harz und Heide sollen das Ticket kaufen können.

Der Regionalverband will den Zuschuss in einer Pilotphase zahlen. Der Verband hofft darauf, dass die Landesregierung dann ein landesweites Schülerticket für einen Euro pro Tag einführt. Entsprechende Pläne stehen im Koalitionsvertrag von SPD und CDU. Bisher gibt es auf Landesebene aber noch keine konkreten Pläne.

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