Coronavirus in der Region – hier finden Sie alle Informationen

Braunschweig.  Das Coronavirus breitet sich aus. Alle Fälle in der Region und worauf man jetzt achten muss, stehen in der Übersicht.

Ein medizinischer Mitarbeiter hält einen Test neben Abstrichproben.

Ein medizinischer Mitarbeiter hält einen Test neben Abstrichproben.

Foto: Adel Eissa / dpa

Seit Ende Dezember breitet sich das Coronavirus weltweit aus. Seinen Anfang genommen hatte die Infektion in China in der Millionenstadt Wuhan der chinesischen Provinz Hubei.

Auch in unserer Region herrscht Sorge über die schnelle Verbreitung des Virus. Deshalb fassen wir an dieser Stelle alle Informationen zusammen, die es zum Corona-Virus rund um Braunschweig, Wolfsburg, Salzgitter, Gifhorn, Peine, Wolfenbüttel und Helmstedt gibt.

Gibt es Corona-Tote in der Region um Braunschweig und Wolfsburg?

In Niedersachsen sind laut Landesgesundheitsamt (Stand 5. Juli) insgesamt 637 Corona-Tote zu verzeichnen – 51 davon in Wolfsburg, zwölf in Peine, 18 in Braunschweig, neun in Salzgitter, 14 in Wolfenbüttel und vier in Gifhorn sowie einer in Helmstedt.

Wie viele Niedersachsen sind oder waren mit dem Coronavirus nachgewiesen infiziert?

Stand 5. Juli waren laut Gesundheitsministerium in Niedersachsen 13.637 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus steigt in Deutschland weiter an. Es gibt bundesweit mehrere Todesfälle und Tausende Erkrankte. Die stets aktuellen Zahlen sind auf einer interaktiven Karte zu finden.

Was ist das Coronavirus?

Das neuartige Coronavirus oder auch „Covid-19“ für „Corona virus disease 2019“ wird durch das bis Dezember 2019 unbekannte SARS-CoV-2 ausgelöst. Der Verlauf ähnelt einer Lungenentzündung. Bei den meisten Menschen treten nur schwache Symptome auf. Die wichtigsten Symptome von Corona sind Fieber und trockener Husten.

Um einer Ausbreitung in Staaten ohne leistungsfähige Gesundheitssysteme entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 30 . Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus und spricht inzwischen von einer Pandemie.

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Getestet werden die Menschen, die typische Symptome aufzeigen und entweder aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind oder Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Wer beispielsweise aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, aber keine Symptome zeigt, wird nicht getestet. Rückkehrer nach Deutschland sollen nichtsdestotrotz in eine zweiwöchige Quarantäne.

Das dann wahrscheinlich negativ ausfallende Testergebnis wäre nach Angaben des Landkreises Wolfenbüttel dann nämlich kein eindeutiges und würde eine falsche Sicherheit vortäuschen. Der getestete Mensch könnte wenige Tage später doch noch erkranken und dann entsprechend positiv getestet werden.

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Coronavirus: Wer kommt in Quarantäne?

In Quarantäne kommen alle Menschen, die getestet werden UND die Menschen, die Kontakt mit einem nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen hatten. Die zuletzt genannte Gruppe ist ansteckungsverdächtig, ohne bereits krank zu sein. Das Gesundheitsamt ordnet die Quarantäne an. In der Regel sollen sich die betroffenen Menschen zu Hause isolieren. Schwerkranke werden gegebenenfalls im Klinikum isoliert.

Gibt es in Niedersachsen wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht?

Ja, in Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus. Seit dem 27. April ist das Tragen einer Maske im Nahverkehr und im Einzelhandel Pflicht.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von 20 Euro. Das hat die stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag (5. Mai) in Hannover mitgeteilt. Niedersachsen hatte die Höhe des Bußgeldes bislang noch nicht festgelegt gehabt. Vielfach war zunächst auch auf ein Bußgeld verzichtet worden.

Der Einzelhandel kann seit Montag, 11. Mai, wieder ohne Beschränkung der Verkaufsflächen öffnen, eine Differenzierung nach Branchen ist nicht mehr vorgesehen. Allerdings gelten weiter Auflagen: Die Maskenpflicht etwa bleibt.

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Gibt es bestätigte Corona-Fälle in der Region?

In der Region gibt es mehrere bestätigte Corona-Fälle sowie Tote. Die jeweils aktuellen Zahlen finden Sie in den jeweiligen lokalen FAQ-Artikeln:

Corona in Braunschweig- Alle Fakten auf einen Blick

Corona in Wolfsburg- Die Fakten auf einen Blick

Corona im Landkreis Wolfenbüttel- Die Fakten auf einen Blick

Corona in Gifhorn- Alle Fakten auf einen Blick

Corona in Salzgitter und Umland – Was Sie jetzt wissen müssen

Corona im Landkreis Helmstedt- Alle Fakten auf einen Blick

Corona in Osterode- Ein Überblick über die Situation vor Ort

Corona in Peine- Alle Fakten auf einen Blick

Corona: Was passiert, wenn jemand gegen Quarantäne-Auflagen verstößt?

Die Quarantäne dient dem Schutz aller Menschen vor der weiteren Ausbreitung des Coronavirus. Es ist daher sehr wichtig, sich an die Anordnung zu halten. Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer hohen Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Es ist ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro vorgesehen.

Wann wird man wieder aus der Quarantäne entlassen?

Wenn jemand, der gar nicht erst getestet wurde, nach 14 Tagen Quarantäne symptomfrei und gesund ist, wird die Quarantäne aufgehoben. Falls jemand positiv auf das Coronavirus getestet wurde, wird ebenfalls nach 14 Tagen Quarantäne geschaut, ob der Betroffene symptomfrei ist. Dann findet vor Aufhebung der Quarantäne noch ein abschließender Test statt.

Gibt es in der Corona-Krise finanzielle Unterstützung für Unternehmen?

Dass so schnell eine Ausnahme vom Neuverschuldungsverbot in der Landesverfassung nötig sein würde, das hätten sich wohl weder Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) noch Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann (CDU) träumen lassen. Am Dienstag (17. März) verkündeten beide Regierungsmitglieder Seite an Seite, dass Niedersachsen 4,4 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Corona-Folgen bereitstellen will. Dabei geht es im Wesentlichen darum, die weitreichenden Folgen für die Wirtschaft des Landes zu mildern - und Geld für notwendige Ausrüstung im Gesundheitssystem zur Verfügung zu stellen.

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) kündigte am Dienstag (31. März) an, das Land Niedersachsen wolle seine S oforthilfe für unter der Corona-Krise leidende Unternehmen um rund 200 Millionen Euro aufstocken. Das Geld solle die Liquidität kleiner Unternehmen mit 11 bis 49 Beschäftigten sichern.

Wegen Corona setzt das Land das Neuverschuldungsverbot („Schuldenbremse“) außer Kraft. Das ist für Notlagen vorgesehen. „Wir werden mit aller Macht für unsere Wirtschaft kämpfen“, sagte Landesfinanzminister Reinhold Hilbers (CDU) am 25. März. Bei der NBank, die Hilfsprogramme abwickeln soll, fielen aber laut Berichten erst einmal die Server aus. Zu neuen 1,4 Milliarden Euro kommt ein erhöhter Bürgschaftsrahmen von 3 Milliarden Euro.

Auch die Städte stellen Corona-Härtefallfonds zur Verfügung – wie beispielsweise Braunschweig.

Weil die Förderbank NBank zudem von Dienstagabend (31. März) an auch Hilfsmittel des Bundes bereitstellt, wurde die bisherige Richtlinie für die Soforthilfe durch zwei neue ersetzt. Diese sehen gestaffelte Finanzspritzen vor.

Im Juni will Niedersachsen wegen Corona einen weiteren Nachtragshaushalt im Parlament vorlegen, um weitere Mittel bereitzustellen. Zuvor sollen die Auswirkungen der Mai-Steuerschätzung analysiert werden. Landesfinanzminister Reinhold Hilbers (CDU) sprach im Parlament von „erheblichen Steuerausfällen“. Das Land werde auch wieder in die Neuverschuldung gehen müssen. „Wirtschaftsfördernde Maßnahmen sind das Gebot der Stunde“, betonte Hilbers aber. Ein Prozent Wachstum bedeuteten für den Landeshaushalt 300 bis 400 Millionen Euro. Der Grünen-Finanzpolitiker Stefan Wenzel sprach von vier bis sechs Milliarden Euro, die im Landeshaushalt fehlten könnten. Gegen heftige Kritik von FDP und Grünen richtete die Koalition per Landtagsbeschluss ein sogenanntes „Sondervermögen“ zur Bekämpfung der Corona-Krise ein. Dies läuft außerhalb des Kern-Landeshaushalts.

Schließen wegen des Coronavirus die Schule und die Kitas?

Ja, Niedersachsen schloss wegen der Ausbreitung des Coronavirus alle Schulen. Sie blieben von Montag, 16. März, an dicht.

In der Beratung zwischen Bund und Ländern am 15. April einigten sich die Politiker darauf, dass der Schulstart bundesweit ab dem 4. Mai wieder aufgenommen werden soll – und zwar schrittweise. In Niedersachsen soll der Anfang am 27. April mit den Abschlussklassen gemacht werden. Dies seien die Jahrgänge 13 und 10, sagte Ministerpräsident Weil.

Die niedersächsischen Schulen sollen vom 25. Mai an in Phasen für weitere Klassen öffnen, so dass noch vor den Sommerferien alle Jahrgänge wieder in die Schule zurückkehren können – allerdings nicht alle auf einmal. Das gab Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am 4. Mai bekannt.

Für Schulen und Kindertagesstätten gelten in Niedersachsen eigene Phasenpläne. Am Montag, 25. Mai, kehren demnach die 11. Klassen zurück, Mitte Juni sollen alle Jahrgänge zurück im Unterricht sein.

Die Notbetreuung in Kindertagesstätten soll ebenso ausgeweitet werden – zunächst auf eine Betreuungsquote von 8 bis 10 Prozent, zum 18. Mai auf bis zu 40 Prozent und zum 8. Juni auf bis zu 50 Prozent. Der Regelbetrieb soll am 22. Juni wieder anlaufen.

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Schließen wegen der Corona-Krise die Geschäfte?

In Braunschweig hatten am Montag, 16. März, einige Läden bereits geschlossen.

Der Einzelhandel durfte vom 11. Mai an ohne Beschränkung der Verkaufsflächen wieder öffnen, eine Differenzierung nach Branchen ist nicht mehr vorgesehen. Allerdings gelten weiter Auflagen: Die Maskenpflicht etwa bleibt. Eine erste Lockerung dieser Regel ergab sich bereits aus den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise am 15. April. Damals galt aber noch die Beschränkung, dass nur Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, die durch den Beschluss von Bund und Ländern am 6. Mai wieder aufgehoben ist.

Haben wegen der Corona-Krise Restaurants und Hotels geöffnet?

Die Gastronomie in Niedersachsen lief einem Fünf-Stufen-Plan der Landesregierung zufolge am 11. Mai wieder an. Das Land kündigte an, dass Restaurants vom 25. Mai an wieder mehr als die Hälfte ihrer Plätze vergeben dürfen. Die Regelung, dass die Hälfte der Plätze besetzt werden darf, galt seit dem Wiederanlauf der Gastronomie am 11. Mai. Allerdings müssen die Mindestabstände eingehalten werden. Gastronomen haben bereits darauf hingewiesen, dass ihnen diese Lockerung wenig bringt. Clubs und Diskotheken sollen dem Plan zufolge bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Auch dass Shisha-Bars geschlossen bleiben müssen, schrieb das Land ausdrücklich in die Verordnung. Die klassischen Kneipe („Schankwirtschaft“) kann am 8. Juni wieder aufmachen.

Die Hotellerie in Niedersachsen konnte zufolge des Fünf-Stufen-Plans am 25. Mai (Montag) ihr Geschäft wieder aufnehmen – und das zunächst mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent. Hotels und Campingplätze sowie Jugendherbergen dürfen ab dem 8. Juni bis zu 80 Prozent der Plätze belegen, Dauercamper und Dienstreisende zählen dabei nicht.

Etwas komplizierter ist es auf den Inseln: Hier müssen die Landkreise für die Öffnung von Hotels eine Ausnahmegenehmigung erteilen. „Das wollten wir nicht von Hannover aus für alle Inseln einheitlich regeln“, sagte eine Regierungssprecherin. Die Landesverordnung lässt die Anreise auf die Inseln nur für mindestens einwöchige Aufenthalte in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen zu.

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Darf ich mich trotz des Coronavirus draußen noch frei bewegen?

Ab Montag, 22. Juni, könnten in Niedersachsen weitere Corona-Regeln und Beschränkungen gelockert werden. Das geht aus dem Entwurf der Landesregierung für die neue Corona-Verordnung vor.

Die niedersächsischen Theater und Kinos könnten vom 22. Juni an erstmals seit Beginn der Corona-Krise den Betrieb wieder aufnehmen. Demnach ist der Besuch kultureller Veranstaltungen zulässig, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern gewahrt wird. In geschlossenen Räumen habe der Veranstalter zudem sicherzustellen, dass die Besucher eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Aus einem Beschluss vom 6. Juli geht hervor, dass Gäste den Mundschutz am Sitzplatz ablegen dürfen.

Auch Sportvereine könnten vom 22. Juni an wieder Zuschauer empfangen. Die Veranstalter müssen die Kontaktdaten der Zuschauer erfassen, um mögliche Infektionsketten später nachvollziehen zu können. Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen sollen bis Ende August verboten bleiben.

Die Änderungen für Zuschauer gelten für den Amateursport. Für die Fußball-Bundesliga und andere Profiligen gelten weiterhin die dafür erstellten Hygienekonzepte, die beispielsweise bei Bundesligaspielen kein Stadionpublikum erlauben.

Künftig soll der Aufenthalt in der Öffentlichkeit in Gruppen von bis zu zehn Personen erlaubt sein. Wenn die Zusammenkünfte aus Angehörigen bestehen, sollen sogar mehr als zehn Personen zulässig sein.

In Niedersachsen durften sich seit Montag 11. Mai wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen. Eine Obergrenze, wie viele Menschen aus zwei Haushalten sich treffen könnte, sei bisher nicht festgelegt.

Niedersachsen will außerdem bei einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen bereits frühzeitiger reagieren als Bund und Länder abgesprochen haben. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir in Niedersachsen schon deutlich früher entsprechende Maßnahmen ergreifen werden“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Abstandsregeln und Maskenpflicht bis zum 29. Juni verlängern, dabei aber auch weitere Lockerungen ermöglichen – entscheiden müssen am Ende die Ministerpräsidenten der Länder.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Abstandsregeln und Maskenpflicht bis zum 29. Juni verlängern, dabei aber auch weitere Lockerungen ermöglichen – entscheiden müssen am Ende die Ministerpräsidenten der Länder.

Für Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel können die Behörden Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Niedersachsen lockert weitere Corona-Beschränkungen

Finden wegen des Corona-Virus Veranstaltungen in der Region statt?

Nein. Bundesweit sind Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten. Am 17. Juni wurde bekannt: Das Verbote für Großveranstaltungen soll nach dem Willen der Länder bis mindestens Ende Oktober bestehen bleiben – mit Ausnahmen.

In der Fußball-Bundesliga ruhte der Ball wegen des Coronavirus ebenfalls. Damit fanden auch keine Spiele des VfL Wolfsburg statt – zumindest bis Mitte Mai. Am 6. Mai gab die Politik grünes Licht für eine Saison-Fortsetzung in diesem Zeitraum. Zuschauer dürfen allerdings nicht in die Stadien. Seit dem 16. Mai setzt die Bundesliga ihre Saison mit Geisterspielen fort.

Auch die Saison in der 3. Liga – und damit auch für Eintracht Braunschweig – wurde unterbrochen. Auf einem Außerordentlichen DFB-Bundestag beschlossen die Delegierten die Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 30. Mai – natürlich mit Geisterspielen.

Eintracht-Trainer Antwerpen ist froh, dass es wieder losgeht

Die Spiele der Löwen Braunschweig in der Basketball Bundesliga (BBL) waren ebenfalls mindestens bis 30. April ausgesetzt. Die BBL plant, ihre Saison in einem Turnier-Modus fortzusetzen. Zehn Mannschaften haben sich für den neu-strukturierten Wettkampf angemeldet. Die Löwen Braunschweig entschieden sich gegen eine Teilnahme. Für sie ist die Saison damit beendet.

Die Saison in Deutschlands höchster Eishockey-Liga DEL ist dagegen komplett beendet. Wie die Grizzlys Wolfsburg am 10. März mitteilen, wird es keine Playoffs und keinen Deutschen Meister geben.

Für Demonstrationen und Versammlungen unter freiem Himmel können die Behörden Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Ab dem 8. Juni durften Kulturveranstaltungen im Freien mit bis zu 250 Besuchern stattfinden. Am 6. Juli hob die Landesregierung die Begrenzung auf 500 Besucher an. Voraussetzung für die Veranstaltungen ist weiterhin, dass die Zuschauer mindestens eineinhalb Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten, wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Gruppe von maximal zehn Personen gehören. Beerdigungen, Hochzeiten, Trauungen sowie andere religiöse und weltanschauliche Feiern wie Konfirmation oder Firmung sind dann grundsätzlich mit bis zu 50 Gästen möglich. Allerdings gelten dabei laut eines Sprechers des Sozialministeriums die „Allgemeinen Verhaltensregeln im öffentlichen Raum“, also ein Mindestabstand von 1,50 Meter.

Corona in Peine – Absagen und Schließungen im Überblick

Welche Anlaufstellen gibt es in der Region im Verdachtsfall auf Corona?

Allgemein gilt: Wer bei sich Symptome einer Erkrankung feststellt, sollte seinen Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren, aber nicht spontan in irgendein Krankenhaus fahren, um eine weitere Ansteckung zu vermeiden.

Für die Einwohner Wolfsburgs gibt es zusätzlich eine Informationshotline. Wolfsburger, die befürchten vom Virus betroffen zu sein, können täglich zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer (05361) 282828 abklären, wie sich verhalten sollen. Die Angestellten gehen mit den Anrufern einen Fragenkatalog durch und verweisen sie je nach Ergebnis an den Hausarzt, das Gesundheitsamt oder das Klinikum. Die Hotline ist auch an den Wochenenden besetzt.

Im Landkreis Gifhorn hat das kostenlose Bürgertelefon im Corona-Verdachtsfall die Telefonnummer (0800) 8282444.

In Peine ist die Corona-Notfallnummer (05171) 401-7777. Mittlerweile hat der Landkreis das Bürgertelefon ausgeweitet.

Im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung haben inzwischen in zahlreichen Landkreisen spezielle Testzentren ihre Arbeit aufgenommen. Dort, wo es noch keine solche Zentren gibt, seien mobile Testteams unterwegs, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) mit. Sie nehmen in begründeten Verdachtsfällen Abstriche von Patienten. Testzentren gibt es unter anderem in Braunschweig und in Peine.

Das Gesundheitsamt Wolfenbüttel empfiehlt für den Verdachtsfall: „Den Hausarzt oder Hausärztin anzurufen, aber zunächst nicht direkt in die Praxis zu gehen. Im Telefonat kann ein Untersuchungstermin beim Hausarzt vereinbart werden. Wenn die Hausärztin nicht erreichbar ist, etwa am Wochenende, sollte der kassenärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 angerufen werden. Eine weitere Möglichkeit ist, das Klinikum anzurufen und den Fall schildern.“ Außerdem hat der Landkreis wegen des Corona-Virus ein Bürgertelefon geschaltet.

Die Stadt Braunschweig hat für allgemeine Fragen zum Thema Coronavirus an das Gesundheitsamt ein Telefon eingerichtet. Dieses erreichen Sie unter der Nummer (0531) 4707000. Außerdem können sich Bürger außerhalb der Sprechzeiten der Hausärzte unter 116 117 an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden.

Die Helios-St.-Marienberg-Klinik Helmstedt bietet eine eigene Telefon-Hotline für Anfragen rund um das Coronavirus. Die kostenfreie 24-Stunden-Hotline ist unter (0800) 8123456 erreichbar, wie die Helios-Kliniken GmbH mitteilt.

Bundesregierung richtet Corona-Hotline ein
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Sind die Krankenhäuser der Region auf Corona-Patienten vorbereitet?

Wie Prof. Wilfried Bautsch, Chefarzt für Mikrobiologie, Immunologie und Krankenhaushygiene am Städtischen Klinikum in Braunschweig, erläutert, verfügt das Braunschweiger Klinikum über zehn Betten, die sich im Fall von Corona-Erkrankungen zur Isolierung Betroffener nach den RKI-Empfehlungen eigneten.

Bei Verdachtsfällen ist aktuell folgendes Vorgehen vorgesehen: Der Patient wird im Krankenhaus behandelt und isoliert. Das Gesundheitsamt klärt, zu wem der Patient Kontakt hatte. Treten bei Kontaktpersonen Symptome auf, müssen sich diese beim Gesundheitsamt melden und werden automatisch als krankheitsverdächtig eingestuft und getestet.

Aus dem Wolfsburger Klinikum hieß es am 18. April, dass die Intensivbetten nicht annähernd ausgelastet seien.

Auch das Helios-Klinikum in Gifhorn ist vorbereitet, denn der erkrankte Mann aus Eltze hätte ja auch Kontakt zu Menschen aus der Samtgemeinde Meinersen haben können. Das Klinikteam ist nach eigenen Angaben gut vorbereitet – eine Taskforce ist eingerichtet worden.

Zwar dürfen Krankenhäuser in Niedersachsen nach einem generellen Stopp wieder elektive – also geplante und nicht dringliche – Behandlungen vornehmen, müssen aber gleichzeitig Behandlungskapazitäten für Covid-19-Patienten freihalten, und zwar jedes fünfte Bett auf Normalstation sowie jedes vierte Intensivbett mit Beatmungsmöglichkeit.

Gibt es wegen des Coronavirus ein Besuchsverbot in Krankenhäusern?

Die landesweite Regelung sah wegen des Coronavirus ein Besuchsverbot in allen Krankenhäusern und Altenheimen vor. Die Regelungen waren von der Landesregierung in Hannover vorgegeben worden, sie wurden nun vom zuständigen Ministerium an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasst und damit etwas gelockert. Demnach gilt nun, dass jeder Patient Besuch von einer Person gleichzeitig bekommen darf. Der Besuch darf „wechseln“, es muss also nicht stets die gleiche Person sein, jedoch eben nur ein Besucher gleichzeitig pro Person.

Rückkehrer aus Risikogebieten dürfen auf Anweisung des Sozialministeriums landesweit keine Krankenhäuser betreten.

Außerdem rief das Land Niedersachsen am 30. März einen Aufnahmestopp für Pflegeheime aus. Ausschlaggebend dafür war auch der Tod mehrerer mit dem Coronavirus infizierter Pflegebedürftiger in Wolfsburg.

Die Niedersächsische Landesregierung diskutiert am 17. April einem Bericht zufolge eine Lockerung des Besuchsverbots für Pflegeheime.

Wie sollen sich die Menschen in der Region jetzt verhalten?

Es gibt keinen Grund zur Besorgnis – da sind sich alle Experten einig. Es bleibe bei den allgemeinen Verhaltensregeln wie regelmäßiges Lüften, häufigeres Händewaschen sowie Husten und Niesen in die Armbeuge.

Auch Unternehmen ist die Abstimmung mit dem Gesundheitsamt empfohlen: Falls es etwa zu vermehrten Corona-Fällen in einem Unternehmen komme, müsste sich der betroffene Betrieb überlegen, wie er seine Produktion aufrechterhält.

Wie kann man sich gegen das Corona-Virus schützen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion.

Häusliche Quarantäne: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
Häusliche Quarantäne- Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Deshalb gilt als beste Schutzmaßnahme: regelmäßiges und gründliches Händewaschen. Körperkontakt und Händeschütteln sollte vermieden werden. Wer grippeähnliche Symptome hat, sollte zu Hause bleiben und einen Arzt kontaktieren. Es gilt – wie auch bei der Grippe – die Husten- und Niesetikette.

Wie berichtet die Tageszeitung über Corona?

Das schreibt Chefredakteur Armin Maus zu unseren Richtlinien zur Corona-Berichterstattung: Wie sollten Journalisten mit Corona umgehen? Berichten wir auch in dieser Zeitung zu wenig, zu viel oder gerade richtig? Die Meinungen gehen auseinander. Unser Anspruch muss sein, belastbare Informationen zu liefern, auf Übertreibungen zu verzichten, Fakten sorgfältig einzuordnen und Hintergründe zu beleuchten. Eines können wir nicht: Das Interesse unserer Leserinnen und Leser ignorieren und das Thema künstlich „niedrig hängen“. Die Online-Zugriffe auf unsere Berichterstattung zu aktuellen Corona Entwicklungen liegen bei einem Vielfachen der Werte, die andere wichtige Themen erreichen.

Dürfen wir für diese Informationen Geld verlangen? Auch diese Frage wird heiß diskutiert. Müssen bei einem so wichtigen Thema die News nicht frei zugänglich sein? Abonnenten unserer gedruckten Zeitung und unseres E-Papers führen diese Debatte nicht. Sie bezahlen uns Monat für Monat für unsere Arbeit, weil sie wissen, dass unabhängiger Qualitätsjournalismus nur auf dieser Basis möglich ist. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben uns verständigt, die Grundversorgung mit den Informationen zur Corona-Epidemie im Internet gratis zur Verfügung zu stellen. Das entspricht unserer Verantwortung für das Gemeinwohl.

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