250.092 Corona-Infektionen in Niedersachsen – 5455 Tote

Lesedauer: 13 Minuten
Corona: Sinopharm-Impfstoff erhält WHO-Notfallzulassung

Corona: Sinopharm-Impfstoff erhält WHO-Notfallzulassung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung erteilt. So können UN-Organisationen das Mittel kaufen und verteilen. Das Video gibt einen Überblick zum Impfstoff.

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Hannover.  5455 Menschen aus Niedersachsen sind mit Corona-Infektion verstorben, es gibt 250.092 bestätigte Fälle. Die 7-Tages-Inzidenz sinkt auf 74,3.

  • Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Niedersachsen ist laut den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag, 13. Mai, auf 250.092 gestiegen. Das sind 1216 mehr als am Tag zuvor.
  • 5455 mit Sars-Cov-2 infizierte Patientinnen und Patienten aus Niedersachsen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Das sind 15 Todesfälle mehr als am Tag zuvor.
  • Auf Kreis- und Stadtebene liegen in Niedersachsen laut RKI derzeit zehn Kommunen unter dem 50er-Inzidenzwert: Die Kreise Goslar, Cuxhaven, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Heidekreis, Uelzen, Friesland, Leer, Wittmund und die Stadt Wilhelmshaven.
  • Die gute Nachricht: Das Gesundheitsministerium schätzt, dass in Niedersachsen 232.480 der bislang gemeldeten und laborbestätigten Fälle wieder genesen sind.
  • In unserer Region sind bislang 794 Menschen am beziehungsweise mit dem Coronavirus gestorben.

Die Zahlen stammen vom RKI - diese sind ausschlaggebend für die Corona-Maßnahmen in Niedersachsen.

Die Corona-Zahlen in unserer Region:

Kommune 7-Tage-Inzidenz (Vortagswert) Todesfälle
Braunschweig 98,6 (80,6) 175
Gifhorn 101,4 (96,3) 180
Helmstedt 75,6 (81,1) 89
Peine 98,7 (124,6) 101
Salzgitter 128,5 (143,8) 72
Wolfenbüttel 79,4 (80,3) 95
Wolfsburg 124,6 (128,6) 82

(Stand Donnerstag, 13. Mai, Dashboard des Robert Koch-Instituts).

Niedersachsen ist seit dem vergangenen Jahr fest im Griff der Corona-Pandemie. Wir haben hier für Sie einmal zusammengefasst, welche Regeln aktuell gelten, wo es eine Maskenpflicht gibt und wie die Teststrategie aussieht.

Diese Regeln gelten aktuell

Niedersachsen setzt den von Bund und Ländern vereinbarten Corona-Kurs um. Bei Lockerungen und Verschärfungen der Corona-Beschränkungen soll die Infektionslage in den Landkreisen berücksichtigt werden. Seit dem 26. April gilt die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Infektionsschutzgesetzes.

Alle Informationen, was genau in Niedersachsen gilt, finden Sie hier: Bund zieht die Corona-Notbremse – Das gilt jetzt bei uns

Ein Essay zur Notbremse und dem kommunalen Inzidenz-Limbo finden Sie hier: Merkels Notbremse und der kommunale Inzidenz-Limbo

Sind in Niedersachsen Lockerungen der Corona-Maßnahmen geplant?

Mit einem Stufenplan will Niedersachsen in Lockerungen der Corona-Beschränkungen einsteigen. Diese sollen in Städten und Kreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 greifen, kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstag in Hannover an. Mehr Möglichkeiten und Freiheiten soll es für Menschen mit einem tagesaktuell negativen Corona-Test und bereits vollständig geimpfte Menschen geben. Die Lockerungen betreffen Einzelhandel, Tourismus und Gastronomie.

Wie die Corona-Lockerungen genau aussehen sollen, lesen Sie hier: Niedersachsen öffnet Handel, Gastronomie und Tourismus

Ausgangssperre und Co: Bundesweit einheitliche "Notbremse" beschlossen

Die sogenannte Bundes-Notbremse, die unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens beinhaltet, gilt nur dann, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 liegt. Liegt die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unter 100, gilt weiterhin die Landes-Corona-Verordnung. Aufgepasst aber: Maßgeblich sind neuerdings die Inzidenz-Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI), die von den bisher verwendeten Zahlen des Landesgesundheitsamtes abweichen.

Die Bundesregelung greift, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Grenzwert von 100 überschreitet vom übernächsten Tag an. Beispiel: Für einen Start ab Samstag maßgeblich sind also die Werte vom Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Die betroffenen Landkreise erlassen dann am Freitag Allgemeinverfügungen mit den für ihr Territorium geltenden Regeln.

Dieser Mechanismus bezieht sich auch auf die Öffnung von Geschäften und anderen Einrichtungen. Lockerungen sollen zudem stets mit benachbarten Gebieten mit höherer Inzidenz abgesprochen werden, damit es keinen Öffnungstourismus gibt.

Mehr dazu hier: Bundes-Notbremse verschärft Corona-Regeln in Niedersachsen

Das gilt in Sachen Kontaktbeschränkungen

Mitglieder eines Haushalts können sich mit höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts treffen, wobei Kinder dieser Personen bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren nicht mitzählen und getrennt lebende Paare als ein Haushalt gelten. Liegt die Inzidenz bei über 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, dürfen sich die Mitglieder eines Haushalts nur mit einer weiteren Person treffen. So sieht es die neue Corona-Verordnung in Niedersachsen vor.

Das gilt für Schulen und Kitas in Niedersachsen

Seit dem 26. April gilt die vom Bundestag verabschiedete Änderung des Infektionsschutzgesetzes - auch für die Schulen. Für Niedersachsen bedeutet das: In Schulen soll „Szenario B als Regelfall“ bis zur vom Bund gesetzten Grenze einer Inzidenz von 165 gelten. Bisher ist die Grenze in Niedersachsen in der Regel bei 100, ausgenommen sind unter anderem Grundschulen. Auch Kitas wechseln unterhalb einer Inzidenz von 165 wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb.

Damit können bald auch Klassen weiterführender Schulen im System geteilter Klassen tage- oder wochenweise wieder zur Schule gehen. "Ein Szenarienwechsel erfolgt durch Allgemeinverfügung des Landkreises beziehungsweise der kreisfreien Stadt, wenn der Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten beziehungsweise an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Es bleibt dabei, dass die zuständigen Behörden vor Ort strengere Maßnahmen erlassen können, wenn es aus ihrer Sicht notwendig erscheint", heißt es dazu vom Land Niedersachsen.

Mehr dazu hier: Wechselunterricht in Schulen wohl bis Inzidenz von 165 geplant

Wann öffnen die Gastronomie und Tourismus in Niedersachsen?

Der Tourismus werde für voraussichtlich drei Wochen zunächst nur für Einwohner Niedersachsens geöffnet, in Hotels, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen sind wieder touristische Übernachtungen möglich. Die Gastronomie soll zunächst draußen und zwei Wochen später auch drinnen wieder öffnen können, dort dann mit einer Auslastungsgrenze von 60 Prozent und einer Sperrstunde um 23 Uhr. Auch Kulturveranstaltungen im Freien sollen wieder möglich werden. Das gab die Landesregierung Niedersachsen am 4. Mai bekannt. Die Lockerungen gelten für Menschen, die einen tagesaktuell negativen Corona-Test vorlegen können oder bereits vollständig geimpft sind.

Nationale Teststrategie

Eine der wichtigsten Neuerungen in der Corona-Politik dürfte der Ausbau der nationalen Teststrategie sein. Dem Beschluss von Bund und Ländern nach soll künftig jeder Bürger sehr viel häufiger einen Nasenabstrich machen. In Schulen und Kitas soll jeder pro Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltests machen können. Auch die Unternehmen sollen ihren Mitarbeitern, sofern sie denn nicht im Homeoffice arbeiten, Schnelltests anbieten. Bürgerinnen und Bürgern sollen pro Woche einen Schnelltest machen können. Die Kosten übernimmt der Bund.

Mehr zum Thema Testzentren lesen Sie hier:

Corona-Maßnahmen: Welche Masken sind in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gilt eine landesweite Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus seit dem 27. April vergangenen Jahres. Seit dem 25. Januar 2020 gelten die von Bund und Ländern vereinbarten neuen Corona-Regeln. Dazu gehört eine verschärfte Maskenpflicht. In geschlossenen Räumen von Betrieben und Geschäften sowie im Nahverkehr sind statt Alltagsmasken nur noch medizinische Masken zulässig. Die Vorgabe gilt ausdrücklich auch für dazugehörige Parkplätze. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen allerdings weiterhin Alltagsmasken tragen. Kinder bis einschließlich fünf Jahren sind weiterhin gänzlich von der Maskenpflicht ausgenommen.

Wer in Niedersachsen gegen die Pflicht zum Tragen einer Maske etwa beim Einkaufen oder in Bus und Bahn verstößt, dem droht ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Mehr dazu:

Habe ich in Niedersachsen ein Recht auf Homeoffice?

Eine Bundesverordnung soll dazu führen, dass mehr Menschen als bislang ihre Arbeit vom Büro ins Homeoffice verlagern. Sie sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern das Homeoffice ermöglichen müssen, „wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen“.

Mehr dazu hier:

Wer darf sich in Niedersachsen wann gegen Corona impfen lassen?

Frauen und Männer, die 80 Jahre und älter sind, können seit dem 28. Januar unter der Telefonnummer 0800 99 88 665 oder online auf www.impfportal-niedersachsen.de einen Impftermin reservieren. Sie erhalten direkt zwei Termine, da für einen umfassenden Schutz zwei Spritzen nötig sind. Die Nummer ist von montags bis samstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr erreichbar. An Feiertagen ist die Hotline geschlossen. Gesundheitsministerin Reimann wirbt aber um Geduld bei der Vergabe der Impftermine.

Die zweite Phase der Impfkampagne ist seit Mitte März im Gange: Seit dem 15. März können sich Frauen und Männer, die 70 Jahre und älter sind, impfen lassen. Auch Menschen mit besonderen Erkrankungen oder in besonderen Lebenslagen sowie Personal in bestimmten Einrichtungen sind für die zweite Phase der Impfkampagne qualifiziert, wie Behrens informiert.

Auch die Prioritätsgruppe drei ist bei den Impfungen mittlerweile an der Reihe. Das heißt, Menschen, die 60 Jahre oder älter sind, können seit Ende April einen Impftermin vereinbaren. Vom 1. Mai an ist die Anmeldung auch für die Beschäftigten aller Schulformen sowie für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und den Einsatzdienst der Feuerwehr geöffnet. Darüber hinaus gehören zu der Impfgruppe unter anderem Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen sowie Beschäftigte der Kritischen Infrastruktur, wie Apotheker und Bestatter. Auch Mitarbeiter des Lebensmittelhandels sind in der Gruppe.

Seit dem 07. April können sich Menschen in Niedersachsen in Hausarztpraxen gegen das Coronavirus impfen lassen.

Voraussichtlich im Juni werde der Impffortschritt so weit sein, dass die festgelegte Impfreihenfolge nicht mehr benötigt werde, wie Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) Anfang April mitteilt.

Mehr zum Thema Corona-Impfung:

Patchwork-Familien oder getrennte Eltern: Wie verhalten sich da die Kontaktbeschränkungen?

Die Kinder gehören zu den Haushalten beider Eltern, entsprechend müssen sie beim Besuch des jeweils anderen Elternhaushalts nicht als zusätzliche, externe Person berücksichtigt werden.

Zentrale Hotline für alle Fragen

Für alle Bürgerfragen zur Corona-Pandemie hat die Landesregierung eine zentrale Hotline geschaltet. Unter (0511) 120 6000 gibt es allgemeine Informationen zum Coronavirus und seinen Folgen, teilte das Innenministerium in Hannover mit. Bei Detailfragen werde der Kontakt zu entsprechenden Ansprechpartnern vermittelt.

Bereits seit Februar gibt es Telefonauskünfte des Landes zu Gesundheit unter (0511) 4505 555, Land- und Ernährungswirtschaft unter (0511) 120 2000 sowie Wirtschaft und Arbeit unter (0511) 120 5757.

Das Coronavirus in der Region um Braunschweig und Wolfsburg

Hier erfahren Sie detailliert, wie sich die Coronavirus-Infektionen in der Region entwickeln – und was es zu beachten gilt:

Wer wird auf das Coronavirus getestet?

Das Robert-Koch-Institut nennt folgende Kriterien:

1. Akute grippeähnliche Symptome und Kontakt zu einer infizierten Person.

2. Hinweise auf eine virale Lungenentzündung.

3. Akute grippeähnliche Symptome bei Patienten aus einer Risikogruppe (zum Beispiel Alter über 60, Asthmatiker, Diabetiker…) oder bei Beschäftigten im Pflegebereich, in Arztpraxen und Krankenhäusern.

4. Bei akuten grippeähnlichen Symptomen ohne Risikofaktoren soll nur bei ausreichender Kapazität getestet werden.

Quarantäne für Kontaktpersonen

Für Menschen, die mit Corona-Patienten Kontakt hatten, gilt: Kontaktpersonen von Patienten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen sollten isoliert und so schnell wie möglich auf das Virus getestet werden, sagte die ehemalige Gesundheitsministerin Carola Reimann. Im Falle einer Ansteckung würden die entsprechenden Kontaktpersonen ermittelt.

Nicht jeder Infizierte wird auch krank

Doch nicht jeder Infizierte erkrankt. Die Mehrheit der Betroffenen hat Erkältungssymptome oder gar keine Beschwerden. Schwerere Krankheitsverläufe entwickeln nach den bisherigen weltweiten Erkenntnissen bis zu 15 Prozent der Betroffenen. Häufig sind darunter alte Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen. Die Isolation der Betroffenen und die Suche nach Kontaktpersonen erfolgt, damit sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt. Ziel ist, möglichst viel Kapazität im Gesundheitssystem zu erhalten.

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