AfD verschiebt Wahl des Fraktionsvorstands nach Rechtsruck

Hannover.  Die AfD im Landtag verschiebt die Wahl des Fraktionsvorstands, nachdem Fraktionschefin Dana Guth als Landeschefin der Partei gestürzt wurde.

Auf dem Landesparteitag in Braunschweig war Guth vor gut einer Woche abgewählt und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Kestner mit knappem Vorsprung zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden (Symbolbild).

Auf dem Landesparteitag in Braunschweig war Guth vor gut einer Woche abgewählt und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Kestner mit knappem Vorsprung zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden (Symbolbild).

Foto: Sina Schuldt / dpa

Die AfD im Landtag verschiebt die Wahl des Fraktionsvorstands, nachdem die derzeitige Fraktionschefin Dana Guth als Landeschefin der Partei gestürzt wurde. „Nach Übereinkunft der Abgeordneten wird es in dieser Woche keine Wahl geben“, teilte ein Fraktionssprecher am Montag mit. Eigentlich war die Wahl an diesem Dienstag geplant. Turnusgemäß müsse die Wahl bis Ende Oktober stattfinden. „Sowie sie in den nächsten Wochen stattgefunden hat, werden wir es der Öffentlichkeit mitteilen.“ Hinter den Kulissen gibt es einen Machtkampf zwischen gemäßigten und radikaleren Kräften in der Partei. Es könnte ein Bruch der Landtagsfraktion drohen.

Guth als AfD-Vorsitzende abgewählt

Auf dem Landesparteitag in Braunschweig war Guth vor gut einer Woche abgewählt und der AfD-Bundestagsabgeordnete Jens Kestner mit knappem Vorsprung zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Kestner wird dem offiziell aufgelösten, völkisch-nationalistischen „Flügel“ zugerechnet. Guth signalisierte danach, weiter an der Fraktionsspitze bleiben zu wollen. Eine informelle Verständigung auf ihre Wiederwahl, von der zwischenzeitlich die Rede war, steht nun offenbar auf wackeligen Füßen. Bei der Wahl zum Landesvorsitz waren auch zwei der Fraktionsmitglieder, Christopher Emden und Stefan Wirtz, gegen Guth angetreten.

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