In der Corona-Krise heiraten deutlich weniger Paare

Hannover.  Bundesweit sind 2020 knapp 30.000 Ehen weniger geschlossen worden. Wahrscheinlich kommt es nächstes Jahr zu einem Ansturm auf die Standesämter.

Während Corona heiraten deutlich weniger Paare als davor.

Während Corona heiraten deutlich weniger Paare als davor.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Im ersten Halbjahr haben deutlich weniger Paare in Niedersachsen und Bremen geheiratet als im Vorjahreszeitraum. Nach vorläufigen Zahlen des Statistisches Bundesamtes in Wiesbaden wurden in den Monaten Januar bis Juni in Niedersachsen 14.244 Ehen geschlossen – im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 16.928.

Bundesweit knapp 30.000 geschlossene Ehen weniger

In Bremen war die Entwicklung ähnlich. Dort ging die Zahl der Eheschließungen von 1276 auf 1019 zurück. Auch bundesweit heirateten deutlich weniger Paare. In den ersten sechs Monaten wurden bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Es ist davon auszugehen, dass viele Paare ihre Hochzeit aufgrund der Corona-Pandemie verschoben haben. Mitte März waren viele Standesämter vorübergehend geschlossen, andere schränkten ihre Dienste ein. Für Veranstaltungen gab es strenge Auflagen.

Viele Hochzeiten wahrscheinlich nur verschoben

Erkenntnisse über die genauen Auswirkungen der Pandemie lassen sich nach Angaben der Statistiker erst langfristig gewinnen. Steigende Zahlen vom Mai und Juni deuteten daraufhin, dass viele Standesamt-Termine lediglich verschoben und nicht abgesagt wurden. Der Stand der Vorjahre war aber noch nicht erreicht.

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