Rund 1000 neue Lehrer in Niedersachsen – Kritik der FDP

Schüler und Schülerinnen sitzen während der Deutsch-Abitursprüfung mit dem vorgeschriebenen Abstand zueinander in einer Sporthalle (Archivbild).

Schüler und Schülerinnen sitzen während der Deutsch-Abitursprüfung mit dem vorgeschriebenen Abstand zueinander in einer Sporthalle (Archivbild).

Foto: Felix Kästle / dpa

Hannover.  An Niedersachsens Schulen haben zum zweiten Halbjahr Hunderte neue Lehrer angefangen - mehr als aus dem Dienst ausgeschieden sind.

In Niedersachsen sind zum zweiten Schulhalbjahr 2020/21 bis Mitte März 1027 neue Lehrer eingestellt worden. Das entspreche knapp 86 Prozent der 1200 veröffentlichten Stellen, teilte das Kultusministerium auf eine Anfrage der FDP im Landtag mit.

Erneut seien damit mehr Lehrer eingestellt worden als aus dem Dienst ausschieden. Der Anteil der Quereinsteiger liege bei sechs Prozent.

FDP: Lehrer werden zu schlecht bezahlt

Die FDP bezeichnete die Neueinstellungen indes als unzureichend. „Nur 86 Prozent der ausgeschriebenen Stellen besetzt zu haben, ist ein schlechtes Zeugnis für die Arbeit der Landesregierung“, sagte FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling. „Die Rahmenbedingungen für den Lehrerberuf stimmen in Niedersachsen einfach nicht, was bei der Bezahlung für die Grund-, Haupt- und Realschullehrer beginnt.“

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Abordnungen vermeiden

Försterling kritisierte zudem den Umgang mit Abordnungen von Lehrern an andere Schulen während der Corona-Krise. „Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass es weniger Abordnungen und damit weniger Lehrkräfte gibt, die von einer Schule zur nächsten fahren müssen, insbesondere aus Infektionsschutzgründen“, sagte er.

Wenn die Schülerinnen und Schüler in getrennten Gruppen lernten, solle die Landesregierung sich jedoch noch stärker darum bemühen, Abordnungen ganz zu vermeiden. „Zumindest sollte sie darauf setzen, dass die abgeordneten Stunden nach Möglichkeit digital stattfinden, sodass die Lehrkräfte nur an einer Schule körperlich präsent sind“, forderte er.

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