Kritik an Corona-Auflagen für Jugendliche in Niedersachsen

Utensilien für einen Selbsttest liegen in einer Realschule auf dem Tisch eines Schülers.

Utensilien für einen Selbsttest liegen in einer Realschule auf dem Tisch eines Schülers.

Foto: Philipp von Ditfurth / dpa

Hannover.  Bisher würden Jugendliche ab 14 Jahre wie Erwachsene behandelt. Das sei laut einer Kinder- und Jugendexpertin dringend zu ändern.

Die Kinder- und Jugendexpertin Gunda Voigts hat für eine Lockerung der Corona-Auflagen für junge Menschen geworben. „Weder Kindheit noch Jugend können nachgeholt werden“, sagte die Wissenschaftlerin von der HAW Hamburg am Montag im Corona-Sonderausschuss des niedersächsischen Landtages.

Junge Menschen brauchen Kontakte für ein gesundes Aufwachsen

Bisher würden Jugendliche ab 14 Jahre jedoch wie Erwachsene behandelt. „Das ist dringend zu ändern“, sagte Voigts. „Junge Menschen brauchen für ein gesundes Aufwachsen Kontakte zu Gleichaltrigen und die Option, ihr Leben außerhalb von Familie gestalten zu können.“Konkret forderte Voigts unter anderem die Öffnung der Schulen, gekoppelt an Tests und Hygienepläne.

Schulen als Treffpunkt

„Sie müssen die Schulen öffnen, und zwar nicht nur zu Zwecken des Unterrichts, sondern als Treffpunkt für junge Menschen“, appellierte sie an die Abgeordneten. Außerdem regte die Expertin an, die erlaubten Kontakte von Jugendlichen nicht auf die Familie zu beschränken. Stattdessen könne eine Gruppe von maximal fünf Gleichaltrigen als ein Hausstand definiert werden, schlug sie auch mit Blick auf mögliche zukünftige Pandemien vor.

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