Umgekippte Bäume und Orkanböen - „Eugen“ trifft Niedersachsen

Lesedauer: 3 Minuten
Ein Bautrupp der Bahn zersägte mit mehreren Motorsägen den Baum und beseitigte das Hindernis.

Ein Bautrupp der Bahn zersägte mit mehreren Motorsägen den Baum und beseitigte das Hindernis.

Foto: Jörg Koglin

Osnabrück/Braunschweig.  Sturm „Eugen“ pustet Niedersachsen kräftig durch. Größere Schäden bleiben in unserer Region aus. Bei Watenbüttel kippt ein Baum auf befahrene Gleise.

Sturmtief „Eugen“ hat in Niedersachsen für kräftige Sturmböen gesorgt. Größere Verkehrsbehinderungen oder Schäden waren zunächst aber nicht bekannt, wie Polizeidirektionen und Leitstellen im Land am Dienstagmittag mitteilten.

Nur leichte Schäden in unserer Region

In unserer Region verursachte Sturm „Eugen“ nur kleinere Schäden. In Burgdorf mussten die Ortsfeuerwehren einen umgestürzten Baum am Ortseingang entfernen.

An der Mascheroder Straße in Wolfenbüttel sind einige Äste aus Bäumen gebrochen. Hier entfernte die Feuerwehr weitere trockene Äste, die drohten, auf die Straße zu fallen.

Zwölf Einsätze in Gifhorn – aber keine Sach- und Personenschäden

Im Kreis Gifhorn gab es bis 21.30 Uhr insgesamt zwölf Einsätze wegen des Sturms, allesamt wegen abgebrochener Äste auf Straßen. Personen- oder Sachschäden gab es keine. Auch in Wolfsburg machte sich das Sturmtief bemerkbar. Es riss Dachziegel los und beschädigte Fassadenteile. Insgesamt hielt sich der Schaden jedoch auch hier in Grenzen, so die Einsatzkräfte.

Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometern

Im Harz blies der Sturm mit Orkanstärke. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte auf dem Brocken bis zum Mittag Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometern je Stunde. An den Küsten und im Flachland wurden verbreitet stürmische Böen und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 85 Kilometern je Stunde gemessen.

Baumschäden in Oldenburg

Erste Ausläufer der Sturmtiefs hatten den Nordwesten bereits am Dienstagmorgen erreicht. „Bis jetzt hatten wir nur Baumschäden“, sagte ein Sprecher der Leitstelle Oldenburg am Mittag. Auch im Kreis und in der Stadt Osnabrück war die Feuerwehr wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Einsatz. In Bad Laer war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Niemand wurde verletzt.

Mehrere Einsätze bei Watenbüttel

Aus zwei Bäumen an der Bundesallee in Höhe des Sportplatzes bei Watenbüttel fielen aufgrund des Sturmes Äste herab. Weitere größere Äste verhakten sich in einem Baum. Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Watenbüttel und die Drehleiterbesatzung der Berufsfeuerwehr sägten die abgeknickten Äste ab. Während der fast 2-stündigen Hilfeleistungsaktion war die Bundesallee kurz vor Watenbüttel vollständig gesperrt.

Baum kippt auf befahrene Gleise

Der Lokführer eines auf der Strecke Gliesmarode-Harvesse fahrenden Güterzuges bemerkte zirka 100 Meter hinter dem Bahnübergang in Watenbüttel einen auf den Gleisen liegenden Baum. Kurz vor dem Hindernis konnte der langsam fahrende Zug angehalten werden. Ein Bautrupp der Bahn zersägte mit mehreren Motorsägen den Baum und beseitigte das Hindernis.

Stadtverwaltung warnte in Hannover vor Betreten von Wäldern und Parks

In Hannover blieben wegen des Sturms der Stadtpark, der Tiergarten und die Waldstation Eilenriede vorsorglich geschlossen. Die Stadtverwaltung warnte vor dem Betreten von Wäldern und Parks.

Der Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln lief weitgehend nach Plan. Lediglich eine Fährverbindung von Harlesiel nach Wangerooge wurde für den Dienstagabend wegen der Sturmböen abgesagt.

Wetter beruhige sich gegen Ende der Woche

Nach DWD-Angaben sollte der Wind im Lauf des Dienstages noch zunehmen und erst am Abend und in der Nacht im Binnenland wieder abnehmen. Doch auch der Mittwoch bleibe stürmisch, sagte eine DWD-Meteorologin. Gegen Ende der Woche beruhige sich das Wetter. Dann sollen auch die Temperaturen wieder anziehen - auf bis zu 24 Grad.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder