Polizei- und Gerichtsüberblick

80-jährige Passantin starb in Lüneburg nach Tankstellenunfall

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Die 80-Jährige, die bei einem Unfall auf einem Lüneburger Tankstellengelände von einem Auto erfasst wurde, ist ihren Verletzungen erlegen.

Die 80-Jährige, die bei einem Unfall auf einem Lüneburger Tankstellengelände von einem Auto erfasst wurde, ist ihren Verletzungen erlegen.

Foto: Stephan Jansen / dpa

Lüneburg.  Ein 77-Jähriger rutschte von der Bremse und kam aufs Gaspedal. Außerdem war das los im Land: Elfjähriger fährt mit Quad, Autofahrer landet unter Steg.

Nach einem Autounfall auf einem Tankstellengelände in Lüneburg ist eine 80 Jahre alte Passantin gestorben. Die Frau war vor einer Woche vor dem Verkaufsraum vom Wagen eines 77-Jährigen erfasst worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, erlag die Seniorin wenige Tage später in einer Spezialklinik in Hamburg ihren Verletzungen.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 77 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens beim Rückwärtsfahren an eine Zapfsäule von der Bremse gerutscht und auf das Gaspedal gekommen. Das Auto beschleunigte rückwärts, fuhr mit dem Heck gegen den Verkaufsraum der Tankstelle und erfasste dabei die Frau, die gegen das Gebäude gedrückt wurde.

Polizei Hannover sucht nach elfjährigem Jungen und seiner Mutter

Ein elfjähriger Junge und seine 34 Jahre alte Mutter werden von der Polizei in Hannover gesucht. Die beiden seien seit dem 3. September aus dem Stadtteil Vahrenwald verschwunden, teilten die Ermittler am Montagabend mit. Die Suche und Fahndungsmaßnahmen führten bisher nicht zum Auffinden von Mutter und Sohn, hieß es.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei gab es vor zehn Tagen den letzten Kontakt des Sohnes zu seinem 52-jährigen Vater. Zu diesem Zeitpunkt habe sich der Junge in der Obhut der Mutter befunden. Nach dem Ende eines Ferienumgangs wurde der Elfjährige laut dem Bericht aber nicht an den sorgeberechtigten Vater zurückgegeben.

Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Vermissten weiterhin gemeinsam unterwegs sind. Da eine Gefahr aber nicht ausgeschlossen wird, hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Behälter mit geringer radioaktiver Strahlung auf Parkbank entdeckt

Einen Behälter mit geringer radioaktiver Strahlung hat ein Mann am Samstag auf einer Parkbank in Buchholz im niedersächsischen Landkreis Harburg entdeckt. Eine erste Strahlenmessung habe den Verdacht der Beamten bestätigt, dass es sich um radioaktive Substanzen handeln könnte, teilte die Polizei am Montag mit. Das etwa sieben Zentimeter lange, runde Metallbehältnis wurde sichergestellt und soll in einer Strahlenschutzeinrichtung untersucht werden. Derzeit ist unklar, woher der Behälter stammt. Die Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen.

Bewährungsstrafe für Bootsführer nach Unfall mit zwei Toten im Kreis Cloppenburg

Gut fünf Jahre nach einem Sportboot-Unfall mit zwei Toten nahe Barßel ist der überlebende Fahrer zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Emden befand den 30-Jährigen in allen Anklagepunkten für schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Dies waren fahrlässige Tötung in zwei Fällen, fahrlässige Körperverletzung in vier Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Schiffsverkehrs.

Im August 2016 waren nach einem Hafenfest bei einer nächtlichen Spritztour zwei PS-starke Sportboote auf dem Fluss Barßeler Tief im Landkreis Cloppenburg ineinander gerast. Der eine Bootsführer sowie eine junge Frau starben, Mitfahrer wurden verletzt. Der Angeklagte hatte bei dem Unfall 1,89 Promille Alkohol im Blut, auch der getötete Fahrer des anderen Boots war betrunken. Das Amtsgericht als zuständiges Schifffahrtsgericht verurteilte den überlebenden Bootsführer darüber hinaus, einer Schwerverletzten 30.000 Euro Schmerzensgeld und einer Leichtverletzten 5000 Euro Schmerzensgeld zu zahlen.

Angeklagter muss auch Beerdigungskosten übernehmen

Zudem muss der 30-Jährige den Eltern der Getöteten die Beerdigungskosten in Höhe von etwas mehr als 10.000 Euro erstatten. Die Angehörigen und die Verletzten waren als Nebenkläger in dem Prozess aufgetreten. Mit dem Strafmaß folgte das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen nur eine Verurteilung wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs durch Trunkenheit gefordert. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

Autofahrer landet bei Unfall unter Steg von Hafenanlage

Ein alkoholisierter Autofahrer ist in Dorum an der Nordsee bei einem Unfall unter dem Steg der Hafenanlage gelandet. Der 24 Jahre alte Fahrer habe gestanden, alkoholisiert gewesen zu sein, ein Atemalkoholtest habe 0,7 Promille ergeben, teilte die Polizei am Montag mit. Ursache für den Unfall am Sonntag im Landkreis Cuxhaven war den Beamten zufolge wohl überhöhte Geschwindigkeit. Das Auto warnicht mehr fahrtüchtig und wurde abgeschleppt. Gegen den Autofahrer aus Nordrhein-Westfalen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Elfjähriger fährt mit Quad durch Bremerhaven

Ein Elfjähriger hat sich mit einem Mini-Quad auf Erkundungstour begeben. Polizisten stoppten den Jungen am Sonntag in Bremerhaven. Es war offenbar nicht das erste Mal, dass das Kind mit dem bis zu 30 Stundenkilometer schnellen Fahrzeug unterwegs war. Laut Polizei sagte der Vater des Jungen, dass er das Quad im Internet bestellt und immer aufgepasst habe, wenn sein Sohn damit gefahren sei. Das Fahrzeug hatte keine Straßenzulassung, der junge Fahrer trug keine Schutzkleidung, wie die Beamten feststellten. Gegen den Vater wurde eine Strafanzeige gestellt.

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