ÖPNV in Deutschland

9-Euro-Ticket: Niedersachsen bestellt zusätzliche Bahnwagen

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Das kann das 9-Euro-Ticket

Das kann das 9-Euro-Ticket

Mit dem 9-Euro-Ticket kann man zwischen Juni und August in ganz Deutschland mit dem Nahverkehr fahren. Wo man das Ticket kaufen kann und was beachtet werden sollte, zeigt das Video.

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Hannover.  Da das Land Niedersachsen durch die Einführung des 9-Euro-Tickets ab Juni mit mehr Passagieren rechnet, hat das Land zusätzliche Bahnwagen bestellt.

Wegen des geplanten 9-Euro-Monatstickets für den Nahverkehr werden in Niedersachsen ab Juni viele Fahrgäste erwartet. Mit längeren Zügen will die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) deshalb mehr Platz schaffen. „“Wir haben den Einsatz zusätzlicher Wagen bestellt, um Züge zu verlängern“, sagte LNVG-Geschäftsführin Carmen Schwabl in einer Mitteilung am Freitag. “Wir würden gerne auch mehr zusätzliche Züge fahren lassen, aber das geht leider nur sehr eingeschränkt. Die Kapazitäten fehlen – und lassen sich auch nicht von einem Tag auf den anderen schaffen“, so Schwabl.

Bei insgesamt rund zehn regionalen Bahnverbindungen sollen die Züge verlängert werden, darunter zum Beispiel der RE15 von Emden nach Münster und der RE30 von Wolfsburg nach Hannover. Für einige Verbindungen sind fast alle Fahrten als Doppeltraktion geplant, bei anderen sind erstmal nur am Wochenende längere Züge im Einsatz.

Das 9-Euro-Ticket ist von Juni bis August verfügbar und jeweils einen Kalendermonat lang gültig. Es gilt bundesweit in allen Zügen des Nah- und Regionalverkehrs, sowie in U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen.

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Niedersachsen fordert Kostenübernahme des Bundes für 9-Euro-Ticket

Trotz Bedenken rund um die Finanzierung hat Niedersachsen der Einführung des 9-Euro-Tickets für den Nahverkehr im Bundesrat zugestimmt. In einer Protokollerklärung forderte das Land am Freitag jedoch den Bund auf, die Energie-, Transport- und Personalkosten, die für die Umsetzung notwendig sind, angemessen zu kompensieren. Bisher seien die stark gestiegenen Energie- und Personalkosten nicht berücksichtigt worden. Außerdem müsse der Bund bei den Regionalisierungsmitteln nachsteuern, mit denen die Länder Verkehrsleistungen bestellen können. Der Bund hat für die Umsetzung des 9-Euro-Tickets bisher 2,5 Milliarden Euro zusätzlich vorgesehen.

Eine Sprecherin von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) erklärte, die finanzielle Unterstützung sei notwendig, damit das Nahverkehrsangebot auch nach Ablauf des 9-Euro-Tickets Ende August aufrechterhalten werden kann und es keinen plötzlichen Preisanstieg bei den normalen Tickets gibt.

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