Unfall bei Goslar: Polizei verwechselt Angehörige mit Gaffern

Goslar.  Bei dem Unfall am Wochenende sind zwei junge Männer ums Leben gekommen. Ein 20-Jähriger schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Das zerstörte Auto wird geborgen. 

Das zerstörte Auto wird geborgen. 

Foto: Polizei Goslar

Überhöhte Geschwindigkeit dürfte die Ursache für einen Verkehrsunfall mit zwei Toten und einem Schwerverletzten am Wochenende im Kreis Goslar gewesen sein. Das Unfallfahrzeug sei etwa 160 Stundenkilometer schnell gewesen, teilte die Polizei am Montag mit. Das hätten die Untersuchungen eines Sachverständigen ergeben. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gebe es nicht.

Zwei Männer sterben auf der B 241

Ein 21 Jahre alter Mann war am frühen Samstagmorgen auf der B 241 zwischen Goslar und Vienenburg mit seinem Auto in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der 21-Jährige und sein 19 Jahre alter Beifahrer starben noch am Unfallort. Ein 20-Jähriger, der auf der Rückbank gesessen hatte, schwebt nach Angaben der Polizei weiter in Lebensgefahr.

Das Auto war von der Wucht des Aufpralls in zwei Teile zerrissen worden. Der herausgerissene Motorblock wurde 20 Meter weit geschleudert.

Polizei verwechselt Angehörige und Freunde mit Gaffern

Autofahrer hatten nach dem Unfall am Samstagmorgen der Polizei mehrfach per Telefon gemeldet, dass Menschen und parkende Fahrzeuge an der Stelle für andere gefährlich werden könnten. Daraufhin hatte die Polizei Goslar am Wochenende darauf hingewiesen, dass Gaffer sich auf der Bundesstraße 241 in Höhe der Abfahrt Wöltingerode eingefunden hatten. Die Beamten hätten an die Menschen appelliert, den Unfallort nicht aufzusuchen und Autos dort nicht am Fahrbahnrand abzustellen, schrieb die Polizei auf ihrer Facebook-Seite. Am Montag revidierte die Polizei allerdings ihre Einschätzung: Beim Überprüfen der vermeintlichen Gaffer sei festgestellt worden, dass es sich um Angehörige und Freunde der Verunglückten handelte. Diese seien selbstverständlich nicht als Gaffer zu bezeichnen, teilte die Polizei mit. Andere Personen, die als Gaffer hätten bezeichnet werden können, wurden bei den Überprüfungen nicht festgestellt. dpa

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