Tesla eröffnet „Bürgerbüro“ für neue Fabrik in Deutschland

Grünheide.  Tesla plant eine Fabrik in Brandenburg, Anwohner demonstrieren dagegen. Jetzt hat der US-Konzern ein Informationsbüro eingerichtet.

Vier Fakten über den Cybertruck von Tesla

Er beschleunigt schneller als ein Porsche und kann trotzdem Schwerstarbeit leisten: Mit dem Cybertruck mischt Tesla jetzt die Branche der Pickups auf.

Beschreibung anzeigen

Der US-Elektroautohersteller Tesla hatte im vergangenen Jahr verkündet, eine Fabrik in Brandenburg bauen zu wollen. Neben vielen positiven Stimmen zum geplanten Vorhaben gab es bereits Demonstrationen von Bürgern. Tesla hat deswegen am Donnerstag ein Informationsbüro in der Stadt Grünheide eröffnet.

Der US-Autobauer wolle mit dem Informationsbüro „die Möglichkeit des Dialogs“ schaffen, wie Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Landtags sagte. Steinbach hoffe, dass sich die Situation vor Ort nun etwas entspannen würde.

Tesla-Fabrik: weitere Demonstrationen am Wochenende geplant

Am vergangenen Sonntag hatten in Grünheide Dutzende Menschen friedlich gegen den Bau und die damit verbundene Rodung von Waldflächen demonstriert. Nach Angaben der Polizei sei für den kommenden Samstag eine weitere Demonstration geplant, die eine Privatperson im Auftrag einer Bürgerinitiative angemeldet hatte. Die Polizei erwartet dazu 50 bis 100 Teilnehmer.

E-Autos: In diesen Ländern werden die meisten verkauft
E-Autos- In diesen Ländern werden die meisten verkauft

Tesla will in der Fabrik bis zu 500.000 Fahrzeuge der Typen Model 3 und Y sowie künftiger Modelle pro Jahr bauen, zunächst etwa 150.000 Fahrzeuge pro Jahr. Der Vorstand habe den Kaufvertrag mit dem Land bisher noch nicht unterschrieben, dies soll aber bis zum Ende der Woche geschehen, wie Steinbach verkündete.

Tesla könnte bis zu 12.000 Arbeitsplätze schaffen

Tesla könnte bis zu 12.000 Arbeitsplätze bei maximaler Produktionsauslastung schaffen , wie aus den Antragsunterlagen nach Angaben von Staatskanzlei und Landesamt für Umwelt hervorgeht. Zudem plant der Elektroautohersteller nach Angaben des Wirtschaftsministers, dass auch für die ersten Beschäftigten ein Gehalt mindestens in Tarifhöhe bezahlt werden soll.

Das Unternehmen hat Fördermittel beantragt , die noch bei der EU-Kommission geprüft werden. Laut Steinbach ginge es bei einer geschätzten Gesamtinvestition von vier Milliarden Euro um 280 Millionen Euro Bund-Länder-Mittel der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-G).

(lhel)

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder