Polizei hat Déjà-vu mit klapprigem 1.300.000-Kilometer-Bus

Berlin.  Die Polizei Berlin stoppt einen schrottreifen Bus mit 1,3 Millionen Kilometern Laufleistung. Kurios: Das gab es in Berlin schon einmal.

Polizei zieht abenteuerlichen Schrottbus aus dem Verkehr

Die Berliner Polizei hat einen Reisebus mit 1,3 Millionen Kilometern auf dem Tacho gestoppt. An Bord waren nicht nur Menschen, sondern auch ein gebrochener Stoßdämpfer, eine durchgerostete Karosserie und Löcher, die mit Bauschaum gestopft wurden.

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Ein mehrfach durchgerosteter Rahmen, defekte Bremsen und eine mangelhaft funktionierende Lenkung – der Bus, der am Dienstag am Zentralen Omnibusbahnhof Berlin (ZOB) von der Polizei angehalten wurde, war schrottreif.

Der Bus, der bereits 1,3 Millionen Kilometer auf dem Tacho hatte, war auf den Weg nach Serbien, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der durchrostete Rahmen des Fahrzeugs hatte Löcher, die mit Bauschaum versiegelt worden waren.

Schrottreifer Bus: Bus soll dem Tüv übergeben werden

Außerdem fiel das geradezu bizarr abgenutzte Fahrzeug durch einen abgebrochenen Stoßdämpfer, verschobene Federbelege und verschlissene Bremsscheiben auf.

Obendrein liefen Öl und Hydraulikflüssigkeiten aus – und auch die Lenkung reagierte nicht sofort. Der Bus wurde am Omnibusbahnhof sichergestellt und soll dem Tüv für ein Gutachten übergeben werden.

Kurios: Bereits im April 2016 zogen Berliner Beamte einen kaum noch fahrtüchtigen Reisebus aus dem Verkehr – auf dem Tacho: ebenfalls mehr als 1,3 Millionen Kilometer. „Bremse: „Eisen auf Eisen“, Ölverlust in Lenkhydraulik, verrottete Karosserie“, schrieb die Behörde damals auf Twitter.

Die Polizei stellte den in der Ukraine angemeldeten Bus sicher, um ein Gutachten zu erstellen. Der Fahrer musste demnach 1800 Euro Sicherheitsleistung bezahlen. Den Fahrgästen wurde ein weniger schrottreifer Bus zur Verfügung gestellt.

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Unfälle mit Reisebussen – Mehr zum Thema:

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Bus-Unfällen gekommen. Kritisiert wurden unter anderem die Sicherheitsstandards und der Hohe Druck, unter dem viele Fahrer stehen. Auch die Reisenden selbst hatten Vorwürfe erhoben.

(dpa/msb/br)

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