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Im Überblick: Alle wichtigen Corona-Zahlen des RKI

Lesedauer: 5 Minuten

Bundesrat billigt Bundes-Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Bundesrat billigt Bundes-Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Der Bundesrat hat den Weg für die bundeseinheitliche Notbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie frei gemacht. Die Länderkammer ließ das vom Bundestag beschlossene Gesetz trotz erheblicher Kritik an der Vorlage passieren.

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Berlin.  Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet täglich aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie in Deutschland. Die wichtigsten Daten im Überblick.

  • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet täglich aktuelle Fallzahlen zur Corona-Pandemie
  • Am Donnerstag registriert das RKI fast mehr als 25.500 Neuinfektionen
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt
  • Die wichtigsten Daten zu den Corona-Fallzahlen nach Bundesland, der Inzidenz und der Reproduktionszahl im Überblick

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.518 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 259 neue Todesfälle verzeichnet.

In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten seit Montagabend nicht vollständig übermittelt worden.

Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 293 neue Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten zur Pandemie: Alle Corona-News im Live-Ticker

Die in den Tagen nach Ostern beobachtete Absenkung der Zahlen hat aller Wahrscheinlichkeit nach an der vorübergehend geringeren Testzahl gelegen. Zudem könnte es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten übermittelt haben.

Corona in Deutschland: Höchstwerte bei Todeszahlen im Januar

Der höchste Wert bei den innerhalb eines Tages gemeldeten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember erreicht worden – darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten. Der Höchststand von 1244 registrierten Todesfällen binnen 24 Stunden wurde am 14. Januar gemeldet.

Bund und Länder streben einheitliche Corona-Maßnahmen an
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Corona-Zahlen des RKI: So hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 161,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Im März hat sich die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz allerdings innerhalb von drei Wochen verdoppelt. In Deutschland war die sehr ansteckende, britische Corona-Variante B.1.1.7 erstmals an Heiligabend nachgewiesen worden. Bereits nach gut drei Monate hatte sie die Ursprungsvariante hierzulande weitgehend verdrängt.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verhängung und Lockerung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus geworden. Von ihr sind auch Verschärfungen wie beispielsweise nächtliche Ausgangssprerren abhängig. Ziel der Bundesregierung ist es, die Inzidenz so zu mindern, dass die Gesundheitsämter die Nachverfolgung von Kontakten der Corona-Infizierten leisten können.

Corona-Fallzahlen des RKI – ein Überblick

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.217.710 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, liegt bei 80.893.

Definition: Was ist der R-Wert und wie hoch ist er aktuell?

Der bundesweite R-Wert lag laut Lagebericht des RKI vom Donnerstag bei 0,94 (Vortag 0,85). Liegt der R-Wert über eins, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen an. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen langfristig. Das RKI meldet den aktuellen R-Wert in der Regel abends.

Datum 22. April 21. April 20. April
4-Tage-R-Wert 0,94 0,85 0,89
7-Tage-R-Wert 1,01 0,94 0,95

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht einen sogenannten 7-Tage-R-Wert an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Donnerstag bei 1,01. Am Vortag hatte er bei 0,94 gelegen. Dieser Wert bildet das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen ab.

Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet

Corona-Zahlen: Warum schwanken die RKI-Zahlen häufig?

Die Fallzahlen und die daraus berechnete Sieben-Tage-Inzidenz des RKI können sich stark von den veröffentlichten Zahlen der örtlichen und Landesgesundheitsämter unterscheiden. Das hat diverse Gründe:

  • Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land
  • Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen
  • Manchmal kommt es auch zu Übertragungsfehlern der Fallzahlen zwischen den einzelnen Meldestellen
  • Stellt ein Labor einen Fall fest, übermittelt es diesen an die örtliche Gesundheitsbehörde, von dort gehen die Daten an das Landesgesundheitsamt
  • Dort werden alle Meldungen aus einem Bundesland gebündelt und dann gesammelt an das RKI übertragen
  • Weil der Ablauf des sogenannten Meldesystems für Infektionskrankheiten noch immer nicht vollständig digitalisiert ist, kann es auch passieren, dass Daten erst einen Tag verspätet beim RKI eintreffen

Für die einzelnen Bundesländer übermittelt das RKI die folgenden Gesamtzahlen (nachgewiesene und gemeldete Infektionen, Datenstand 22. April):

Bundesland Infektionszahlen
Nordrhein-Westfalen 696.949
Bayern 567.037
Baden-Württemberg 417.455
Sachsen 250.271
Hessen 249.343
Niedersachsen 225.746
Berlin 161.643
Rheinland-Pfalz 132.799
Thüringen 110.369
Branden­burg 98.495
Sachsen-Anhalt 85.175
Hamburg 69.140
Schleswig-Holstein 56.250
Mecklenburg-Vorpommern 37.392
Saarland 35.633
Bremen 24.013

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