SoooNewsblog

Corona: Präsident Emmanuel Macron positiv auf Virus getestet

| Lesedauer: 84 Minuten
Harter Lockdown bis Ostern?

Harter Lockdown bis Ostern?

Der Lockdown in Deutschland soll vorerst bis zum 10. Januar andauern. Modellberechnungen sagen aber jetzt, dass der Lockdown noch viel länger nötig sein könnte.

Beschreibung anzeigen

Berlin.  Corona-News des Tages: Der französische Präsident Macron ist mit Corona infiziert. Patientenschützer warnen vor Triage. Alles Wichtige.

  • Brandenburg will wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern wegen der Corona-Krise andere Länder um Hilfe bitten
  • Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in deutschen Krankenhäusern
  • Im US-Bundesstaat Alaska erlitt eine Gesundheitsmitarbeiterin eine schwere allergische Reaktion nach der Corona-Impfung
  • Das RKI hat am Donnerstagmorgen 26.923 Neuinfektionen und 698 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet
  • Nach unseren Recherchen haben sich in Deutschland bisher insgesamt mehr als 1.423.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 24.200 Menschen sind an oder mit Covid-19 gestorben
  • Hinweis: Wir haben diesen Newsticker geschlossen. Den Link zum neuen Blog finden Sie unten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf Corona getestet worden. Das hat das Präsidialbüro in Frankreich mitgeteilt. Auch in der Bundesrepublik spitzt sich die Lage zu: Viele Kliniken in Deutschland geraten in der Corona-Krise an ihre Kapazitätsgrenzen. So will Brandenburg wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern nun andere Länder um Hilfe bitten. Laut Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher stehen einige Landkreise vor Ausrufung des Katastrophenfalls.

Die Hoffnungen ruhen auf einem baldigen Impf-Start: Wenn nichts Unerwartetes mehr passiert, könnten in diesem Jahr tatsächlich noch die ersten Menschen in Deutschland regulär gegen das Coronavirus geimpft werden. Die Bundesländer stellen sich auf einen Impfstart direkt nach den Weihnachtsfeiertagen ein. Damit das klappt, muss das Präparat der Mainzer Firma Biontech noch zugelassen werden. Die Gründer von Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, sprechen per Video am Donnerstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Lesen Sie hier: Corona-Impfstoff: Darum dauert es so lange

Corona-News des Tages: RKI meldet 26.923 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau. Die deutschen Gesundheitsämter übermittelten dem Robert Koch-Institut (RKI) 698 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das ist der zweithöchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Außerdem wurden 26.923 Neuinfektionen verzeichnet. Das sind mehr als am vergangenen Donnerstag (10.12.). Damals waren 23.679 Neuinfektionen gemeldet worden.

Lesen Sie hier: Corona – RKI meldet Fallzahlen und neue Reproduktionszahl

Donnerstag, 17. Dezember: Putin will sich möglichst bald gegen Corona impfen lassen

13.20 Uhr: Wir schließen aus technischen Gründen diesen Blog. Alle weiteren Nachrichten finden Sie in unserem neuen Corona-Newsticker.

12.40 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin will sich baldmöglichst gegen das Coronavirus impfen lassen. Er werde den russischen Impfstoff „Sputnik V“ erhalten, sobald dies für seine Altersgruppe empfohlen werde, sagte der 68-jährige Staatschef bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende, die per Videokonferenz abgehalten wurde. Er folge dabei den „Empfehlungen unserer Spezialisten“. Putin nannte den in Russland entwickelten Impfstoff „sicher und wirksam“. Dieser habe eine Wirksamkeit von 96 bis 97 Prozent.

Auf Veranlassung des Kreml-Chefs hatte Russland bereits im August den vom Forschungszentrum Gamaleja entwickelten Impfstoff „Sputnik V“ zugelassen, ohne die letzte Testphase mit Zehntausenden Probanden abzuwarten, die derzeit noch läuft. Anfang Dezember wurden in Moskau die ersten Impfzentren eröffnet, um Lehrer und Beschäftigte des Gesundheitswesens zu impfen.

Keine Abgrenzung von Rechtsextremisten bei Corona-Demos

12.21 Uhr: Laut Bundesregierung haben die Teilnehmer von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen unterschiedliche ideologische Ausrichtungen. Wie es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion heißt, nimmt die Regierung die Teilnahme „auch von rechtsextremistischen Gruppierungen und Personen mit einer deutlich antisemitischen Haltung sowie Anknüpfungspunkte zu antisemitischen Ideologieelementen“ wahr.

Daraus sei „an sich noch keine generelle und strukturell antisemitische Motivation der Teilnehmenden in ihrer Gesamtheit oder überwiegender Anteile ableitbar“, heißt es in der Antwort weiter. Auffällig sei aber, dass häufig keine inhaltliche Abgrenzung zu rechtsextremistischen, antisemitischen Gruppierungen stattfinde.

Jens Spahn rechnet mit Impfbeginn am 27. Dezember

12.01: In Deutschland und den anderen EU-Staaten sollen die ersten Menschen ab 27. Dezember gegen Corona geimpft werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte diesen geplanten Impfbeginn. „Wir starten in Deutschland, so die Zulassung kommt, wenn es sich alles so entwickelt wie geplant - über den 21. und 23. Dezember erst die EMA, dann die Kommission, am 27. Dezember auch die Europäische Union“, sagte Spahn. „Die anderen Länder wollen ab dem 27. Dezember beginnen.“

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will am 21. Dezember über die Zulassung des Serums entscheiden, das der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer entwickelt hat. Spahn teilte mit, der Impfstoff werde gleichzeitig an alle EU-Mitgliedstaaten ausgeliefert. In Deutschland werde das dafür zuständige Paul-Ehrlich-Institut alle Chargen prüfen. Das Serum müsse dann ausgeliefert werden. „Dann können wir mit den ersten Dosen, die ausgeliefert werden, tatsächlich auch starten“, sagte Spahn.

Impfstoff – Angela Merkel in Videoschalte mit Biontech-Gründern

11.33 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel trifft die beiden Biontech-Gründer und Corona-Impfstoff-Entwickler Ugur Sahin und Özlem Türeci per Videokonferenz. An dem Gespräch nehmen auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek teil.

Die drei Spitzenpolitiker lobten Biontech und bedankten sich herzlich bei den Gründern. Merkel betonte, die Bundesregierung sei „mächtig stolz“ darauf, dass es in Deutschland solche Forscher gebe. Doch auch die Gründer fanden lobende Worte für die Politik, hatten sie doch schon als Startup finanzielle Förderungen der EU erhalten. Außerdem sei die „hohe Anzahl“ an freiwilligen Testpersonen ausschlaggebend für die schnelle Entwicklung des Vakzins gewesen.

In Deutschland könnten ab kommender Woche Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Für den Impfstoff der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer will die Europäische Arzneimittelagentur EMA bereits am nächsten Montag grünes Licht geben – acht Tage früher als geplant. Dann soll die europaweite Zulassung starten. In Großbritannien, den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits auf dem Markt – allerdings mit Hilfe von Notfallzulassungen.

Österreich verzeichnet Höchstwert an Corona-Todesfällen

11.00 Uhr: In Österreich sind in den vergangenen 24 Stunden 218 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben, wie die Nachrichtenagentur APA berichtet. Das sei der höchste Wert an Todesopfern binnen eines Tages, seitdem die Pandemie das Land erreicht habe.

Laut der Johns-Hopkins-Universität haben sich in Österreich bislang insgesamt mehr als 330.300 Menschen mit den Erreger angesteckt. Das Land verzeichnet bislang mehr als 4700 Corona-Tote.

Frankreichs Präsident Macron mit Corona infiziert – Spaniens Ministerpräsident in Quarantäne

10.39 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Macron sei positiv auf Covid-19 getestet worden, teilte das Präsidialbüro mit. Macron zeige leichte Symptome und werde nun in Quarantäne gehen, heißt es weiter. Seinen Pflichten werde er aber weiter nachkommen.

Nachdem der französische Präsident Emmanuel Macron positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez vorsorglich in Quarantäne begeben. Er hatte sich am Montag mit Macron getroffen.

Brandenburg warnt vor Engpass in Kliniken und will um Hilfe bitten

9.56 Uhr: Brandenburg will wegen eines drohenden Engpasses in Krankenhäusern wegen der Corona-Krise andere Länder um Hilfe bitten. Die Zahl neuer Infektionen sei auf einen Rekordwert von 1021 gestiegen, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Donnerstag im zuständigen Landtagsausschuss. Einige Landräte im Süden Brandenburgs seien kurz davor, den Katastrophenfall auszurufen.

Sie habe Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gebeten, 50 Covid-19-Patienten aus Brandenburg im Notkrankenhaus am Messegelände zu übernehmen, die nicht auf der Intensivstation versorgt werden müssten. Wann das Notklinikum öffne, sei unklar. Außerdem werde Brandenburg voraussichtlich Sachsen-Anhalt um Bettenkapazitäten für Patienten bitten. Sachsen komme nicht infrage, weil die Lage dort katastrophal sei.

Hanau nimmt Kühlcontainer für Corona-Tote in Betrieb

9.53 Uhr: Da die Kapazitäten in den Kliniken ausgelastet sind, muss in der hessischen Stadt Hanau erstmals ein Kühlcontainer genutzt werden, um die Leichname von Covid-19-Opfern zu lagern. Oberbürgermeister Claus Kaminsky, zeigte sich „tieftraurig“, dass dieser Schritt nötig sei, aber gleichzeitig erleichtert, dass die Stadt rechtzeitig für einen solchen Fall vorgesorgt habe.

Bundestagspräsident Schäuble erinnert an Opfer der Pandemie

9.45 Uhr: Zum Auftakt des heutigen Sitzungstages im Bundestag hat der Präsident des Gremiums, Wolfgang Schäuble, an die mehr als 24.000 Toten erinnert, die bislang in Deutschland im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind.

“Wir denken an diese Toten“, sagte Schäuble. Zahlen seien abstrakt, „aber dahinter stehen persönliche Schicksale und Angehörige, die sich vielfach noch nicht einmal würdig von den Sterbenden verabschieden konnten“. Des Weiteren erinnerte Schäuble an Patienten in Krankenhäusern oder Bewohner von Heimen, die durch die Beschränkungen auf den Kontakt zu ihren Angehörigen derzeit verzichten müssten. Zudem würdigte er die Mitarbeiter des Gesundheitssystems, in der Pflege und in Heimeinrichtungen.

“Wie menschlich eine Gesellschaft ist, bemisst sich an ihrem Umgang mit den Schwächsten“, so Schäuble. „Und so zeigt sich in der Pandemie, dass es in unserer Hand liegt, wie gut wir diesem Anspruch gerecht werden.“

9.30 Uhr: Wie sicher sind die Corona-Impfungen? In Alaska haben zwei Menschen nach Erhalt des neuen Impfstoffs allergische Reaktionen gezeigt. Lesen Sie dazu: USA – Frau erleidet Allergie-Schock nach Corona-Impfung

Schwedischer König kritisiert Corona-Politik in Schweden

9.06 Uhr: Der schwedische König Carl Gustav (74) hat die Corona-Politik seines Landes hart kritisiert. In der SVT-Sendung „Das Jahr mit der Königsfamilie“ sagte er: „Wir haben versagt. Eine große Anzahl von Mitmenschen ist gestorben und das ist fürchterlich. Wir leiden alle darunter. Ich finde es schrecklich angesichts all der verstorbenen Menschen. Und die Traurigkeit und die Frustration, die viele Menschen und Unternehmer plagen, die in den Knien liegen und sogar ihr Geschäft verloren haben. Es war ein schreckliches Jahr.“

Auf die Frage, ob er Angst habe, selbst krank zu werden, sagt er „Ja natürlich, und in der letzten Zeit ist es immer nähergekommen.“ Die Sendung wird erst nächste Woche ausgestrahlt.

US-Corona-Zahlen auf Höchststand: 247.403 neue Fälle und 3656 Tote

8.30 Uhr: In den USA haben die Zahlen der täglichen Neuinfektionen und Todesfälle mit dem Coronavirus neue Höchstwerte erreicht. Am Mittwoch wurden binnen eines Tages 247.403 Neuinfektionen und 3656 Verstorbene mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore hervorging. Die bislang höchsten Werte mit 233.133 neuen Fällen und 3306 Toten waren am 11. Dezember verzeichnet worden.

Parfümeriekette Douglas schließt Filialen doch und entschuldigt sich

8.20 Uhr:Douglas rudert zurück: Die Parfümeriekette nimmt die trotz des Lockdowns beibehaltene Öffnung einiger Filialen wieder zurück. Für viele Menschen sei die Entscheidung, einige Filialen mit Drogeriesortimenten offenzuhalten, nicht nachvollziehbar gewesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. „Ab heute bleiben alle unsere deutschen Filialen daher bis auf Weiteres geschlossen“, erklärte die Chefin der größten deutschen Parfümeriekette Douglas, Tina Müller.

Douglas hatte am ersten Tag des bundesweiten Lockdowns knapp ein Viertel der Filialen offengelassen und sich dabei auf den Beschluss von Bund und Ländern berufen, welcher den Verkauf von Drogerieartikeln weiter erlaubt. Die Gewerkschaft Verdi in Hessen hatte zuvor von einem „anrüchigen Unterlaufen des Lockdowns“ gesprochen. Die Parfümerie deklariere sich über Nacht zur Drogerie um.

Twitter geht gegen Falschinformationen über Corona-Impfungen vor

8.10 Uhr: Der Kurzbotschaftendienst Twitter sagt Falschinformationen über Corona-Impfungen den Kampf an. Künftig würden die „schädlichsten Falschinformationen“ gelöscht, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch mit. Zudem sollen Tweets, die irreführende Angaben enthalten, gekennzeichnet werden. Die Maßnahmen, die ab kommender Woche greifen, richten sich unter anderem gegen die Behauptung, dass die Impfungen genutzt würden, um Menschen absichtlich zu schaden oder sie zu kontrollieren.

Twitter folgt damit dem Beispiel von Facebook und YouTube, die bereits ähnliche Schritte eingeleitet haben.

Corona in Sachsen: Drei Landkreise mit Risikowert über 600

7.20 Uhr: In Sachsen liegen nun drei Landkreise bei mehr als 600 neuen Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Nach Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) auch der Kreis Görlitz dazugekommen. Am Donnerstag meldete das RKI für den gesamten Freistaat 3207 Neuerkrankte im Vergleich zum Vortag. Dazu wurden zudem 68 weitere Todesfälle registriert. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz klettert damit landesweit auf 415,4. Die niedrigste Inzidenz wird nach wie vor für die Großstadt Leipzig mit 170,1 ausgewiesen.

US-Vizepräsident Pence soll am Freitag öffentlich geimpft werden

6.00 Uhr: Vizepräsident Mike Pence will sich am Freitag gemeinsam mit seiner Frau Karen vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. Ziel sei es, für die Sicherheit der Impfung zu werben und in der Frage Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen.

Seit Montag werden in den USA Menschen mit dem Corona-Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech geimpft, der eine Notzulassung von der zuständigen Arzneimittelbehörde bekommen hat. Eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Moderna wird in Kürze erwartet. In der Bevölkerung ist jedoch Skepsis gegenüber den Impfstoffen verbreitet.

Auch der künftige US-Präsident Joe Biden hatte in Aussicht gestellt, sich öffentlich eine Impfung verabreichen zu lassen, um die Sicherheit der Präparate zu demonstrieren. Ob der amtierende Präsident Donald Trump das auch tun wird, ist bislang unklar. Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, hatte dazu geraten, dass sich sowohl Biden und seine künftige Vizepräsidentin Kamala Harris als auch Trump und Pence schnellstmöglich impfen lassen.

Verbraucherzentralen-Chef fordert Stundung von Mieten

4.00 Uhr: Angesichts der verschärften Corona-Lage hat Verbraucherzentralen-Chef Klaus Müller die Bundesregierung aufgefordert, Menschen in Zahlungsschwierigkeiten stärker zu unterstützen. „In dieser akuten Notlage wird es für Menschen immer schwieriger, ihre laufenden Zahlungen zu bedienen“, sagte er unserer Redaktion. „Daher gehört das Kreditmoratorium, das wir vor der Sommerpause hatten, wieder auf die Tagesordnung. Dasselbe gilt für die Stundung von Mieten und Energiekosten.“

Auf die Nachfrage, wie lange dieses Moratorium gelten soll, sagte Müller: „Mindestens so lange der Lockdown dauert, auch wenn es sich um Monate handelt.“ Lesen Sie hier:Verbraucherzentralen-Chef fordert Stundung von Mieten

Patientenschützer warnen vor möglicher Triage in deutschen Krankenhäusern

2.15 Uhr: Angesichts knapper werdender Beatmungsplätze auf den Intensivstationen deutscher Krankenhäuser warnen Patientenschützer eindringlich davor, die Behandlung von Covid-19-Erkrankten von deren Überlebenschancen abhängig zu machen. „Hierzulande gilt das Prinzip, dass dem kränkesten Patienten als erstes geholfen wird“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, unserer Redaktion.

Auch der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum, sieht die Kliniken in Deutschland weit davon entfernt, Triage-Diskussionen führen zu müssen. Noch gebe es Reserven, sagte Baum unserer Redaktion. „Bis rein rechnerisch alle Kapazitäten aufgebraucht sind, müsste sich die Zahl der aktiven Infektionen verdoppeln“, sagte Baum. Lesen Sie Hier:Corona-Pandemie: Droht den Krankenhäusern der Kollaps?

Mittwoch, 16. Dezember: Medienberichte: Sachsen erwägt Abriegelung von Corona-Hotspots

22.38 Uhr: Sachsen prüft nach Medienberichten drastischere Maßnahmen zur Eindämmung der weiter steigenden Zahl der Coronavirus-Infektionen. Nach Angaben von „Bild“ und „Freie Presse“ (Online/Mittwoch) erwägt die Landesregierung, Kommunen mit einer besonders angespannten Corona-Lage von der Außenwelt abzuriegeln. Zudem könnten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen verschärft werden.

Sachsens Regierungssprecher Ralph Schreiber sagte zu diesen Berichten auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend: „Die Situation ist angespannt, und viele Menschen machen sich große Sorgen. Es gibt aktuell keinen konkreten Beschluss für weitere Maßnahmen.“ Die Staatsregierung habe nichts entschieden, was ad hoc gelte und was die Menschen überfordere.

Der Krisenstab arbeite mit Hochdruck daran, das Infektionsgeschehen einzudämmen. „Das beinhaltet natürlich auch Szenarien, welche Maßnahmen und Möglichkeiten es gibt, wenn es uns nicht gelingt, die Ausbreitung zu stoppen und die Zahlen weiter explodieren“, sagte er, ohne konkret zu werden.

Frankreich will rund eine Million Corona-Impfdosen bis zum Jahresende

21.33 Uhr: Bis zum Jahresende soll es in Frankreich erste Impfdosen gegen das Coronavirus geben. Frankreichs Premierminister Jean Castex sagte am Mittwochabend in der Nationalversammlung, man würde bis zum Monatsende 1,16 Millionen Einheiten eines ersten Impfstoffes geliefert bekommen. Anfang Januar sollten dann noch einmal 677.000 Dosen hinzukommen, im Februar weitere 1,6 Millionen.

Castex sagte, man werde alles, was möglich ist, tun, um die Impfkampagne mit den anderen EU-Ländern abzustimmen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, dass zunächst eine Million besonders gefährdete Menschen geimpft werden sollten. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Die Impfungen sollen in Frankreich kostenlos sein, einen Impfzwang soll es nicht geben.

Allergische Reaktion auf Corona-Impfung in Alaska

21.17 Uhr: Wegen einer allergischen Reaktion nach einer Corona-Impfung ist am Dienstag ein Mensch in Alaska ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Person aus der Stadt Juneau klagte zehn Minuten nach der Impfung über Atembeschwerden und Hautrötungen, beides wurde während der empfohlenen Beobachtungsphase direkt nach der Spritze festgestellt. Die Person habe am Mittwoch noch zur Beobachtung im Krankenhaus gelegen, ihr Gesundheitszustand sei stabil.

Auch in Großbritannien hatte es zwei Fälle mit allergischen Reaktionen gegeben. Dort hatten die Behörden Menschen mit einer „signifikanten“ medizinischen Vorgeschichte vor der Impfung gewarnt.

Ein Pfizer-Sprecher hatte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt: „In der zentralen klinischen Phase-3-Studie wurde dieser Impfstoff im Allgemeinen gut vertragen, ohne dass vom unabhängigen Datenüberwachungsausschuss ernsthafte Sicherheitsbedenken gemeldet wurden. An der Studie nahmen bisher mehr als 44.000 Teilnehmer teil, von denen mehr als 42.000 eine zweite Impfung erhalten haben.“

Schwesig: Quarantäne nach Reiserückkehr aus deutschen Risikogebieten

21.16 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will eine Quarantäne für Reiserückkehrer aus deutschen Corona-Risikogebieten einführen. Wie diese für die Einwohner des Bundeslandes genau aussehen soll, werde bei einer Sonder-Kabinettssitzung am Freitag besprochen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Mittwochabend in Schwerin. „Klar ist, dass wir nicht einfach so in Deutschland in Risikogebiete, gerade Hotspots, reisen können und zurückkommen können, als sei nichts gewesen.“

Reisen zur Kernfamilie – Schwesig nannte Eltern und Kinder – sollen aber möglich bleiben, auch wenn die Region, in denen die Angehörigen leben, ein Corona-Risikogebiet ist. „Wir wollen nicht die Reisen verbieten“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir prüfen, bei welchen Reisen, wenn man zurück kommt, man selber in Quarantäne muss.“ Rückkehrer aus ausländischen Risikogebieten, etwa Polen, müssen bereits in Quarantäne.

Spahn: Patienten werden alle versorgt – „unter größter Belastung“

20.50 Uhr: Nach Auffassung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn können noch alle Patienten in deutschen Kliniken versorgt werden. Auf eine entsprechende Frage in einem ZDF-„spezial“ sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend: „Ja, es können alle Patientinnen und Patienten versorgt werden, aber eben unter größter Belastung und teilweise auch Überlastung in den einzelnen Kliniken“.

Man habe eine unterschiedliche Lage in Deutschland, sagte Spahn. „Besonders in Sachsen auch ein sehr sehr hohes Infektionsgeschehen, auch eine im Schnitt ältere Bevölkerung, damit mehr schwere und schwerste Verläufe, und das macht zum Beispiel auch schon das Verlegen von Patienten von einer Klinik zu einer anderen notwendig, um Kapazitäten freizuhaben.“ Die Lage sei sehr angespannt und „das zeigt eben, es war, ist und bleibt richtig“, die härteren Einschränkungen beschlossen zu haben.

Gesundheitsminister rechnen bundesweit mit Impfbeginn am 27. Dezember

20.28 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) über die Zulassung und Zulieferung des Impfstoffes von BioNTech informiert. Für die Bundesländer ergibt sich daraus der 27.12 als Starttermin für die Impfungen gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2. Insbesondere soll mit der Impfung in den Pflegeheimen begonnen werden.

Slowakei verhängt Lockdown und Ausgangsbeschränkungen ab Samstag

20.24 Uhr: Die Slowakei hat den Start eines für nächste Woche geplanten Lockdowns bereits auf diesen Samstag vorgezogen. Zugleich treten ab Samstag, 5.00 Uhr, strenge Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Das gab Gesundheitsminister Marek Krajci am Mittwochabend nach einer stundenlangen Regierungssitzung bekannt. Weihnachtseinkäufe sind somit nur mehr bis Freitag möglich.

Ursprünglich sollten erst ab 21. Dezember alle Geschäfte außer etwa Supermärkte mindestens drei Wochen lang geschlossen bleiben. Eine gleichzeitige Ausgangssperre war in den bisherigen Plänen der Regierung nicht vorgesehen. Als Grund für die kurzfristige Änderung nannte Krajci die sich dramatisch verschlechternde Pandemiesituation im Land und vor allem die drohende Überlastung der Krankenhäuser.

Corona-Leitstelle: Keine Triage an sächsischen Krankenhäusern

19.54 Uhr: Auch in der zugespitzten Corona-Lage hat bisher noch kein Krankenhaus in Sachsen eine Triage bei Corona-Patienten vornehmen müssen. Das teilte die Krankenhausleitstelle Ostsachsen am Mittwochabend mit. Sie reagierte damit auf Äußerungen eines Mediziners aus Zittau, der von einer Triage am dortigen Klinikum Oberlausitzer Bergland gesprochen hatte.

Triagieren gehöre in Notaufnahmen zum Alltag, erklärte das Uniklinikum Dresden, zu der die Corona-Leitstelle gehört. Das bedeutet, dass Patienten, denen es besonders schlecht geht, besonders dringlich behandelt werden. Allerdings sei die Lage in Sachsen durchaus kritisch. Die Krankenhäuser des Clusters Dresden/Ostsachsen und Chemnitz/Westsachsen liefen „klar in eine Überlastung hinein“, die zum Kollaps der Versorgung führen könne, wenn die Neuinfektionszahlen in den kommenden Wochen nicht sinken.

Forscher: Maske schränkt Verbreitung von Aerosolen in Bahn ein

19.29 Uhr: Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Forschern zufolge während einer Zugfahrt eine wirksame Möglichkeit, die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen zu begrenzen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Bahn und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen. Bei den Untersuchungen wurde unter anderem die Atmung eines Fahrgastes mit und ohne Maske simuliert.

Die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen wurde mit Hilfe von künstlichem Speichel und Spurengas nachgestellt. Für eine virologische Bewertung möglicher Infektionsrisiken seien weitere wissenschaftliche Forschungsarbeiten notwendig, teilte das DLR Göttingen am Mittwoch mit. Die Wissenschaftler erklärten, dass bei der Verbreitung der Partikel zum Fahrgast die Klimaanlage in einem Schienenfahrzeug faktisch keine Rolle spiele.

Bundestag beschließt Homeoffice-Pauschale

19.19 Uhr: Wer während der Corona-Krise von zu Hause arbeitet, soll seine Ausgaben leichter in der Steuererklärung geltend machen können. Der Bundestag beschloss am Mittwochabend eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro im Jahr. Sie soll für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gelten - danach, so hofft man, könnte die Corona-Pandemie im Griff sein und die meisten wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Damit die Regelung in Kraft treten kann, muss am Freitag aber noch der Bundesrat zustimmen.

Erstmals Container für Tote im Zusammenhang mit Covid-19 in Deutschland

19.09 Uhr: Angesichts einer steigenden Zahl an Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus muss offenbar erstmals in Deutschland ein Kühlcontainer genutzt werden. Der Container auf dem Hauptfriedhof im hessischen Hanau werde für zwei Menschen gebraucht, die mit oder an den Folgen der Krankheit Covid-19 gestorben sind. Die Kühlkapazitäten in beiden Hanauer Krankenhäusern seien erschöpft, teilte Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) am Mittwoch mit. Er sprach von einer weiter verschärften Pandemielage.

Der Kühlcontainer war bereits im April dieses Jahres vom städtischen Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service aufgestellt, aber bislang nicht genutzt worden. Der Main-Kinzig Kreis insgesamt, in dem Hanau liegt, kommt den aktuellen Zahlen des hessischen Sozialministeriums zufolge auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von 247,2.

Intensivmediziner-Vereinigung: Noch Betten frei, Verlegungen möglich

18.06 Uhr: Trotz einer starken Belastung des Gesundheitssystems in der Pandemie sehen Experten noch Kapazitäten auf den deutschen Intensivstationen. Man stehe derzeit nicht an dem Punkt, Priorisierungen von Patient