Corona-Mutation: Erste Berliner Klinik unter Quarantäne

Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin.

Das Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin.

Foto: Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin.  Aufnahmestopp: Im Humboldt-Klinikum in Berlin wurden mehrere Infektionen mit der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen.

Die ansteckendere und womöglich auch tödlichere Corona-Mutation aus Großbritannien breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Im Vivantes Humboldt-Klinikum in Berlin wurden mehrere Infektionen mit der Virusvariante nachgewiesen.

Auf der Webseite des Krankenhauses heißt es, dass die Aufnahme neuer Patienten gestoppt wurde, um eine Ausbreitung der Virusmutation B.1.1.7 zu verhindern. Bis Samstag gab es bei Personal und Patienten laut "Tagesspiegel" 14 Fälle.

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Infektionen mit Mutationen sind nicht mit Reisen zu erklären

Experten gehen dem Bericht zufolge davon aus, dass eine mittlere zweistellige Zahl von Klinik-Mitarbeitern und Patienten bereits mit der Mutante infiziert sein könnte.

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Am Donnerstag, als die Zahl der Infizierten auf der Station „Innere Medizin und Kardiologie“ bereits bei zehn lag, hatte der landeseigene Vivantes-Konzern mitgeteilt, dass die Ansteckungen nicht mit Reisen zu erklären seien.

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Für die Mitarbeiter gilt eine Pendelquarantäne

Der vom örtlichen Gesundheitsamt verhängte Aufnahmestopp gilt seit Freitag, 24 Uhr. Das Krankenhaus steht quasi komplett unter Quarantäne.

Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, wurde für die Mitarbeiter eine Pendelquarantäne zwischen ihrem Zuhause und der Klinik angeordnet. Notfälle - auch Gebärende - werden in andere Krankenhäuser gebracht. (dpa/fmg)

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