Prinz Philips Zustand hat sich wohl „leicht verbessert"

London/Berlin  Prinz Philip ist seit mehr als zwei Wochen im Krankenhaus. Nun soll sich der Zustand des Ehemanns der Queen „leicht verbessert" haben.

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Prinz Philip wird in andere Klinik verlegt

Nach fast zwei Wochen im Krankenhaus ist der britische Prinz Philip in eine andere Klinik verlegt worden. Beim Ehemann von Queen Elizabeth II. sollten zusätzliche Herztests vorgenommen werden, teilte der Palast mit.

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  • Prinz Philip, der Ehemann von Königin Elizabeth II., ist seit mehr als zwei Wochen im Krankenhaus
  • Der Buckingham-Palast hat mitgeteilt, dass es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt
  • Am Montag wurde der Prinzgemahl in eine Klinik für Herzpatienten verlegt
  • Sein Zustand habe sich „leicht verbessert", so Herzogin Camilla

Nach mehr als zwei Wochen in unterschiedlichen Krankenhäusern soll es Prinz Philip wieder besser gehen. Sein Gesundheitszustand habe sich „leicht verbessert", er leide jedoch noch manchmal unter Schmerzen, so Herzogin Camilla bei ihrem Besuch in einem Londoner Impfzentrum. Sie fügte hinzu, „wir drücken weiter die Daumen“.

Seit dem 17. Februar liegt Prinz Philip, der Ehemann von Queen Elizabeth II., im Krankenhaus. Der 99 Jahre alte Herzog von Edinburgh war nach Angaben des Buckingham-Palastes auf Anraten seiner Ärzte „vorsorglich“ in die Klinik gebracht worden, nachdem er über Unwohlsein geklagt habe.

Prinz Philip: Infektion und Vorerkrankungen am Herz

Am Montag wurde Prinz Philip ins St. Bartholomäus-Krankenhaus verlegt, nachdem er bislang im König-Edward-VII-Krankenhaus behandelt worden war. Beide Kliniken liegen in London. Dort werde er mit einer Infektion weiter behandelt, außerdem solle eine Vorerkrankung am Herz überwacht werden. Der 99-Jährige reagiere auf die Behandlung, müsse aber „mindestens bis Ende der Woche“ im Krankenhaus bleiben.

Sein Aufenthalt soll aber nicht im Zusammenhang mit Corona stehen, Philip und die Queen haben beide bereits eine erste Impfung erhalten. „Der Herzog fühlt sich weiterhin wohl und reagiert auf seine Behandlung“, hieß es in dem Statement. Er solle aber noch „mindestens bis Ende der Woche“ im Krankenhaus bleiben.

Medienberichten zufolge ist es der längste Aufenthalt des Prinzgemahls in einem Krankenhaus. Bislang hat nur Thronfolger Prinz Charles seinen Vater im Krankenhaus besucht. Den Berichten zufolge soll ein Besuch der Queen wegen der Pandemie-Lage nicht geplant sein.

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Prinz Charles besuchte Prinz Philip im Krankenhaus

Vor einer Woche hatte sich Enkelsohn Prinz William über den Zustand seines Großvaters geäußert. „Es geht ihm okay, er steht unter Beobachtung“, sagte der Zweite in der britischen Thronfolge während des Besuchs eines Impfzentrums in Norfolk zu Journalisten und zwinkerte.

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Einige Tage zuvor hatte Prinz Charles (72) seinen Vater im Krankenhaus besucht. Dafür hatte der Thronfolger einen weiten Weg von seinem Landsitz in der Nähe von Bristol auf sich genommen. Berichten zufolge hatten sich die beiden mehrere Monate lang nicht gesehen.

In der vergangenen Woche hatte der jüngste Sohn des Königspaares, Prinz Edward, erklärt, dass es seinem Vater im Krankenhaus „viel besser“ gehe und dieser sich darauf freue, nach Hause zurückzukehren.

Woran der Herzog von Edinburgh konkret leidet, ist nicht bekannt. Elizabeth II blieb bislang während des Krankenhausaufenthaltes ihres Mannes auf Schloss Windsor in der Nähe von London, wo sich das Paar seit Monaten mit einem engen Kreis des Hofpersonals abschottet.

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Prinz Philip war bereits Ende 2019 wegen einer Vorerkrankung für einige Tage im Krankenhaus behandelt, aber am Heiligabend wieder rechtzeitig zum Weihnachtsfest entlassen worden. Auch in den Jahren zuvor war er mehrfach wegen verschiedener Leiden behandelt worden, aber immer wieder gesund geworden - darunter eine Blasenentzündung, eine Bauch-Operation sowie ein Herzleiden.

Wegen seiner Vorerkrankungen und des hohen Alters galt Prinz Philip – aber auch die Queen selbst – in der Pandemie als besonders gefährdet. Das übliche Hofpersonal, das die Royals versorgt, wurde daher auf die sogenannte „majestätische Bubble“ reduziert, für die besonders strenge Schutzvorkehrungen gelten.

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Corona: Royals ziehen sich zurück

Die Queen nahm, außer im Sommer, kaum noch öffentliche Auftritte vor Ort wahr. Stattdessen verbrachte das Paar ungewöhnlich viel Zeit zusammen, abgeschirmt auf Schloss Windsor in der Nähe von London.

Obwohl gesundheitliche Fragen bei den Royals traditionell möglichst privat bleiben, entschied sich der Palast im Januar, die ersten Corona-Impfungen des Paares öffentlich zu machen – offenbar um Spekulationen einen Riegen vorzuschieben, und womöglich auch, um die Impfbereitschaft zu erhöhen.

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Vor der Corona-Zeit verbrachte Prinz Philip in den vergangenen Jahren oft viele Monate im beschaulichen, ostenglischen Sandringham, fernab des Buckingham-Palastes und der Dauerbeobachtung der Hauptstadtpresse. 2017 war der Prinzgemahl mit 96 Jahren von seinen royalen Pflichten zurückgetreten und gewissermaßen in Rente gegangen.

Früher war er Schirmherr von Hunderten Organisationen gewesen, insgesamt hatte er über 22.000 Einzelauftritte und hielt etwa 5500 Reden. Erst mit 97 gab er nach einem schweren Unfall, bei dem er jedoch wie durch ein Wunder unverletzt blieb, das Autofahren auf. Am 10. Juni dieses Jahres wird Prinz Philip 100 Jahre alt. (dpa/fmg)

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